2006-157


Die Vorgeschichte

Im März 2004 traf eine 99-köpfige Delegation aus den neun verschiedenen Provinzen Südafrikas für einen einwöchigen Besuch in der Schweiz ein. Organisiert wurde dieser Besuch von der südafrikanischen Botschaft und „Präsenz Schweiz" als Teil des Jubiläums „10 Jahre Freiheit Südafrikas". IMPULS Fachstelle für Soziale Animation in Liestal wurde mit der Leitung und Begleitung eines Teils der Delegation beauftragt, und zwar der Gruppe aus der Eastern Cape Province. Anlässlich ihres Besuches wurden ihnen verschiedene Projekte im sozialen Bereich und im Bereich Oekologie, aber auch die Stadt und die Region Baselland gezeigt. Sie erlebten wie wir arbeiten und leben. Es handelte sich bei den Gästen um Menschen, die sich in ihrem Land für Demokratie und Chancengleichheit einsetzen und eine aktive Führungsrolle inne haben.


Im Januar 2005 und 2006 besuchten die Leiterinnen der Delegation einige Mitglieder der Gästegruppe und waren ihrerseits Gäste der OR Tambo Regierung in Eastern Cape, Südafrika. Aus diesen Besuchen und gewachsenen Kontakten entstand die Idee für eine kulturverbindende Partnerschaft, wie sie hier vorliegt. Die Regierung der OR Tambo Region fragt in einem offiziellen Brief die Baselbieter Regierung nach dem Interesse für eine Partnerschaft. Dieser Brief und ein Geschenk an die Regierung des Kantons Baselland wird in diesen Tagen dem Regierungsrat des Kantons Baselland übergeben. Eine solche Partnerschaft sollte sich orientieren am Leitgedanken des „Voneinander Lernens", wie ihn auch die seit mehreren Jahren existierende Partnerschaft zwischen Basel und Pretoria pflegt.



Voneinander Lernen - Basel-Pretoria (Tshwane)


Im September 2004 unterzeichnete die Regierung von Basel-Stadt einen Partnerschaftsvertrag mit der Hauptstadt von Südafrika, mit Pretoria (neu: Tshwane). Auch diese Partnerschaft steht unter dem Motto „Voneinander Lernen"; verschiedene Projekte sind in Entwicklung. Im Auftrag der DEZA initiierte ecos Basel dieses Projekt. Die Verantwortlichen dieses Projektes bei ecos wären bereit eine Ausweitung der Arbeit zu prüfen, und auch eine allfällige Partnerschaft zwischen Baselland und der OR Tambo Region operativ zu betreuen.



Die Idee


Durch eine Partnerschaft zwischen den beiden Regionen, unter dem Motto „Voneinander Lernen", soll eine Völker verbindende und respektfördernde Zusammenarbeit entstehen; sie soll ein Gewinn sein für die Bevölkerung beider Regionen.



Die OR Tambo Region


Der OR Tambo District ist die ärmste Region Südafrikas, dies obwohl die Landschaft dort sehr fruchtbar und wunderschön ist, ein Paradies für Wanderer und Menschen, die ein üppiges Mittelmeerklima und unberührte Natur schätzen. Touristisch gesehen ist die Region noch sehr wenig erschlossen.


Die Arbeitslosigkeit ist eines der grössten Probleme in der Gegend. Die Abwanderung der Männer und jungen Leute bringt nicht viel Linderung, denn in den Städten finden die Leute meist keine Arbeit, aber Elend, Sucht, Aids und Kriminalität. Es ist die Bestrebung der Regierung der Region und auch der Landesregierung, der Abwanderung etwas entgegen zu setzen. Die Elektrifizierung weiter Abschnitte der Region steht an, jetzt werden Entscheidungen getroffen, ob in diesem Fall auch auf die Natur geachtet wird. Frage wie Oekotourismus und Schutz der Landschaft bei der Planung von Ferienanlagen müssen jetzt diskutiert werden. Die jetzige Regierung von OR Tambo ist bestrebt, Arbeitsplätze zu kreieren und die Bevölkerung zu motivieren selber aktiv zu werden.


Wir bitten deshalb den Regierungsrat zu prüfen,


ob und in welcher Form eine Partnerschaft des Kantons Baselland mit der OR Tambo Region, Südafrika zum Zweck des gegenseitigen Austausches möglich ist.



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