2006-175


Im Kanton Baselland nimmt die Anzahl der Mobilfunkantennenanlagen weiter zu, nicht zuletzt auch in oder in unmittelbarer Nähe von Wohngebieten.

Zunehmend suchen die Mobilfunkbetreiber die Zusammenarbeit mit der SBB oder der Elektrizitätswirtschaft, wobei sie deren Masten für die Montage ihrer Anlagen nutzen. Ein entsprechendes Gesuch liegt zur Zeit in der Gemeinde Münchenstein vor.


Kürzlich wurden die Resultate einer UMTS-Studie von drei Schweizer Forschern bekannt, die beweisen sollten, dass keine nachweisbaren Störungen des Wohlbefindens durch die Auswirkungen von Mobilfunkantennen entstehen. Die Resultate dieser Studie machten die Runde in der Presse. Kaum zur Kenntnis genommen wurden die kritischen Stellungnahmen. Diese wiesen darauf hin, dass die Resultate nicht aussagekräftig sind, da die Studie nur Angaben zur kurzfristigen Belastung macht. Es wurden nämlich die Auswirkungen auf Menschen untersucht, die sich im Labor während 45 Minuten einer UMTS-Strahlung aussetzten. Real existierende Antennen strahlen aber 24 Stunden im Tag.


Kaum jemand kann heute bestreiten, dass längerfristig Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen zu befürchten sind.


Die BUD hat eine vom Landrat überwiesene Motion auf dem Tisch, die eine gezielte Standortplanung für Mobilfunkantennen verlangt. Wenn diese Planung nicht bald an die Hand genommen wird, werden wir einen Wildwuchs von Antennen in Wohngebieten im ganzen Kanton haben.


Ich bitte den Regierungsrat, folgende Fragen zu beantworten:



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