2006-306


Biogas boomt. Die Produktion von Biogas durch Vergärung organischer Abfälle ist zweifellos eine sinnvolle, effziente Art der Energiegewinnung aus heimischen Ressourcen. Das gewonnene Gas kann entweder direkt in die Erdgasleitung eingespeist werden oder zur Strom- und Wärmeproduktion dienen.

Würden in der Schweiz alle anfallenden organischen Abfälle vergärt, könnten mit dem produzierten Biogas zum Beispiel 10% aller Autos angetrieben werden und die Schweiz hätte ihre Zielsetzungen für das Kyotoprotokoll erfüllt.


Dass die Produktion von Biogas nicht nur ökologisch sondern auch wirtschaftlich sinnvoll ist zeigt unter anderem der Bau der BioPower in Pratteln. Weitere Anlagen in unserem Kanton sind in Planung.


Währenddem für kleine Vergärungsanlagen z.B. auf Bauernhöfen, der grösste Teil der «Rohstoffe» für die Vergärung gleich vor Ort produziert werden, (das übernehmen die Kühe) liegt das Problem grosser Anlagen in der Beschaffung von ausreichendem Nachschub an organischen Abfällen. Die Abfälle müssen regelmässig und vor allem auch «frisch» bei den Anlagen eintreffen, weil nach vier Wochen im Kompostchübeli sehen sie nicht nur unappetitlich aus, sondern haben ausserdem die Vergärung schon ganz von alleine hinter sich gebracht und sind somit zur Energiegewinnung nicht mehr von Nutzen.


Heute landet ein Grossteil der organischen Abfälle immer noch im Hauskehricht. Sie machen schätzungsweise ein Drittel der Kehrichtmenge aus und werden verbrannt obwohl man daraus wertvolle Energie gewinnen könnte.


Ich möchte die Regierung bitten, mir schriftlich folgende Fragen zu beantworten:



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