2006-216


Das Forum besorgter TrinkwasserkonsumentInnen (FbTK) hat an der Sitzung vom 1.9.2006 mit Vertretern der Kantonalen Verwaltung Basel-Landschaft sowie der Hardwasser AG in Liestal zahlreiche Analyseergebnisse des Trinkwassers aus der Hard erhalten. Das FbTK hat Herrn Dr. phil. Martin Forter beauftragt, die erhaltenen Dokumente auszuwerten, insbesondere die monatlichen Screening-Resultate der IWB aus dem Jahre 2005 und deren toxikologische Beurteilung durch das Bundesamt für Gesundheit (BAG). Gemäss den Unterlagen, welche das AUE an der erwähnten Sitzung dem FbTK überreicht hat, haben die IWB ab Juli 2005 bis Dezember 2005 monatlich das Trinkwasser aus der Muttenzer Hard mittels Screening untersucht. Die Analyseergebnisse zeigen folgendes Bild:

Da die IWB nur einmal im Monat eine Probe genommen hat, wurden die komplizierten und sich schnell ändernden Grundwasserfliessrichtungen in der Hard nicht erfasst. Deshalb stellt eine monatliche Probenahme nur einen nicht repräsentativen, kurzen Blick in die Belastung des Trinkwassers der Hardwasser AG dar. Dies zeigt sich ebenfalls in den vorhandenen IWB-Resultaten: Die Schwankung der Belastung ist mit 134 ng/Liter bis 641 ng/Liter ebenso beträchtlich wie auch die Schwankung der Anzahl unbekannter Substanzen pro Probe. In einer Probe wurde nur eine unbekannte Substanz nachgewiesen, in einer anderen Probe hingegen neun unbekannte Substanzen. Auch die Schwankung des prozentualen Anteils unbekannter Substanzen pro Probe ist mit 23% bis 88% immens.


Das Bundesamt für Gesundheit berücksichtigt in seiner toxikologischen Beurteilung zum einen zu viele Substanzen und zum anderen gleichzeitig zu wenige:


Aus den oben erwähnten Analysen stuft die Grüne Fraktion sowie das Forum besorgter TrinkwasserkonsumentInnen die Belastung des Trinkwassers der Hardwasser AG als relevant ein, zumal für viele Stoffe ein Grenzwert zwischen 100 ng/Liter und 500 ng/Liter gilt. Erschreckend ist ebenso der sehr hohe Anteil von rund 50% unbekannter Substanzen, über die toxikologisch keine Aussage gemacht werden kann und damit auch nicht bekannt ist, wie diese Substanzen auf Mensch und Tier wirken. Die im Trinkwasser der Hardwasser AG gefundenen unbekannten Substanzen lies das BAG bei seiner toxikologischen Bewertung beiseite. Wenn bei einer toxikologischen Abschätzung von Beginn weg durchschnittlich 50% der mengenmässigen Belastung nicht berücksichtigt werden, so ist das Resultat dieser toxikologischen Abschätzung als fragwürdig zu bewerten.



Ich bitte den Regierungsrat um Beantwortung der folgenden Fragen:



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