2006-248
Parlamentarischer Vorstoss |
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Titel:
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Postulat von Annemarie Marbet, SP: Einführung eines kantonalen Vaterschaftsurlaubes
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Autor/in:
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Annemarie Marbet
, SP (Abt, Brassel, Chappuis, Degen, Fankhauser, Halder, Helfenstein, Hintermann, Huggel, Jäggi, Joset, Küng, Meschberger, Münger, Nussbaumer, Rudin, Rüegg, Schmied, Svoboda, Vögelin und Ziegler)
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Eingereicht am:
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19. Oktober 2006
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Nr.:
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2006-248
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Damit Familie und Beruf besser vereinbart werden können, ist es wichtig, dass beide Elternteile sich an der Betreuungs- und Hausarbeit beteiligen können. Die Kinderbetreuung soll von Geburt an eine partnerschaftliche Aufgabe sein. Damit dieses Anliegen verwirklicht werden kann, soll nicht nur die Mutter, sondern auch der Vater einen gesetzlichen Anspruch auf einen Erziehungsurlaub haben. Durch die Einführung eines Vaterschaftsurlaubes wird ein Anreiz für Väter geschaffen, Beruf und Erziehungsarbeit vermehrt zu kombinieren.
Die Unternehmen sind in der Lage, einen Vaterschaftsurlaub zu finanzieren, denn seit der Einführung der staatlichen Mutterschaftsversicherung Mitte 2005 sparen sie jährlich CHF 300 Mio. ein, da die Leistungen an die Mütter seither von der Erwerbsersatzkasse bezahlt werden. Der Kanton Basel-Landschaft z.B. wird seit der Einführung der eidgenössischen Mutterschaftsversicherung um 1,4 Mio. Franken im Jahr entlastet und die Swisscom spart laut einer Erhebung jährlich CHF 3 Mio. ein, die sie nun für die Finanzierung eines zweiwöchigen Vaterschaftsurlaubes einsetzt. Migros und Swiss Re gewähren ebenfalls einen zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub; Coop, Novartis, Zurich und die Raiffeisen-Gruppe einen einwöchigen und Skyguide sogar einen zwanzigwöchigen Vaterschaftsurlaub.
Ich bitte deshalb den Regierungsrat, zu prüfen und zu berichten, wie das Anliegen einer kantonalen Vaterschaftsversicherung umgesetzt werden kann, welche im Kanton Basel-Landschaft tätigen Arbeitnehmern die Möglichkeit gibt, während maximal acht Wochen einen Vaterschaftsurlaub zu beziehen. Der Vaterschaftsurlaub soll am Stück oder wochenweise bis zum 6. Lebensjahr des Kindes bezogen werden können. Zusätzlich wird der Regierungsrat eingeladen ein Modell vorzuschlagen, wie eine solche Vaterschaftsversicherung finanziert werden kann.
(Ein analoger Vorstoss wird im Grossrat Basel-Stadt von Claudia Buess, SP, eingereicht).
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