2006-259


1. Madeleine Göschke: Welche Familienpolitik?

Das Baselbieter Bündnis für Familien soll am 11. Januar, einen Monat vor den kantonalen Wahlen gegründet werden. Eingeladen wird vom zuständigen Regierungsrat Adrian Ballmer und der kantonalen Fachstelle für Familienfragen .


Fragen:



2. Hanni Huggel: Demo gegen Tierquälerei

Am Montag, 23. und Dienstag, 24. Oktober 2006 fanden Demonstrationen an verschiedenen Orten unter anderen in Münchenstein gegen das grösste Tierversuchslabor Europas (Huntingdon Life sciences -HLS) statt. Die Kundgeber äusserten sich lautstark und wirkten aggressiv, was einige Anwohnerinnen verunsicherte. Die Demonstrierenden verteilten ein Flugblatt, auf dem die betreffende Firma beschuldigt wird, Tiere gefangen zu halten und sie für Versuche zu quälen.


Fragen:



3. Pia Fankhauser Zenhäusern; Informationsschriften Felix Platter-Spital

Das Felix Platter-Spital hat in letzter Zeit durch farbige Informationsschriften auf seine Kompetenzen in der Geriatrie aufmerksam gemacht.


Fragen:



4. Marianne Hollinger; Spitex

Seit bekannt ist, dass die Direktzahlung der Bundessubvention an die Spitex im Zusammenhang mit den Neuen Finanzausgleich (NFA) wegfallen wird, besteht bei der Spitex eine sehr grosse Verunsicherung. Es wird befürchtet, dass der Spitex nicht mehr genügend Gelder für die Erfüllung ihrer Aufgaben zur Verfügung stehen. Die Nachfrage nach Leistungen der Spitex wird gemäss demographischen Entwicklungs-Prognosen stark zunehmen. Die Spitex ist eine Dienstleistung die aus dem Alltag, vor allem älterer Personen, nicht mehr wegzudenken ist.


Es braucht dringlich Klarheit für alle Beteiligten.


Fragen:



5. Hannes Schweizer; Massnahmen bei Feinstaubüberlastung

Die Feinstaubbelastung (PM 10) erreichte im letzten Winter zum Teil dramatische Werte. Der Tagesgrenzwert von 50 mg/m3, der höchstens einmal pro Jahr überschritten werden darf, wurde öfters übertroffen. Eine Medienmitteilung des BAFU wonach 37% des Dieselrusses aus land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen stamme, löste in der Landwirtschaft eine Welle der Entrüstung aus. Man stellte die Richtigkeit der Messungen in Frage, mit der Begründung, dass Landwirtschaftstraktoren im Winter kaum oder nur für kleine Einsätze gebraucht werden. Am 25.10.06 entschuldigte sich das BAFU in der Landwirtschaftlichen Fachpresse für ihre falsche Berechnungsgrundlage. Demnach stammen nur ca 8% aus der Landwirtschaft!


Die Schweizerische Bau-, Planungs- und Umweltdirektoren-Konferenz (BPUK) hat am 21. September 2006 ein Interkantonales Interventionskonzept PM 10 beschlossen, unter anderem mit folgenden Beschluss:


Wenn das Tagesmittel das Dreifache des Immissionsgrenzwertes überschreitet, wird die Interventionsstufe 2 durch Kantone ausgelöst. Das heisst unter anderem, Fahrverbot für Landwirtschafts- und Forsttraktoren die nicht mit Partikelfilter ausgerüstet sind.


Fragen:



6. Hanspeter Frey; Tunnelreinigung

Wie man durch die Medien erfahren konnte, beabsichtigt der Kanton Basel-Stadt (Baudepartement) die Reinigung von Tunnels, Stützmauern etc. auf Hochleistungsstrassen (A2, A3) aus Kostengründen nicht mehr in Nachtarbeit sondern neu tagsüber vorzunehmen. Damit die Reinigungen durchgeführt werden können, ist es notwendig einen Fahrstreifen abzubauen. Es ist bekannt, dass tagsüber in der Agglomeration praktisch jede Kapazitätseinschränkung zu Staus führt. Staus werden sich dadurch auch auf der A2 und H18 im Baselland bilden. Ein Ausweichen auf das lokale Strassennetz wird kaum zu vermeiden sein, es wird zu Überlastungen führen.


Fragen:



7. Jacqueline Simonet: Life Sciences

Als Co-Autorin der Interpellation 2006/212 hatte ich im September die schriftliche Antwort des Regierungsrates mit relativen Vertrauen entgegengenommen. Die Lekture der Presse am 22. Oktober nach meiner Rückkehr aus dem Ausland hat mich sehr erstaunt und konsterniert. Das Vertrauen in die Regierung ist erschüttert und diese Situation wirft auf die laufenden Verhandlungen betr. Univertrag ihre Schatten.


Fragen:



8. Hanspeter Frey; Parking Situation im St.Jakob

In der Landratssitzung vom 06. Mai 2004 wurde das Postulat 2004/004 von Patrik Schäfli "Parking Situation im St. Jakob" an den Regierungsrat überwiesen. Bis heute ist die Beantwortung des Postulates ausgelieben. Das Parkierungsproblem besteht aber nach wie vor.


Aufgrund der Antworten in gleicher Sache im Grossenrat kann man davon ausgehen, dass keine Verbesserung des Parkplatzangebotes für den motorisierten Verkehr in Betracht gezogen wird, sollen doch die künftigen Nutzungen im Raum St. Jakob nur zugelassen werden, wenn diese kein zusätzliches Verkehrsaufkommen an motorisiertem Individualverkehr erzeugen. Eine Entwicklung zur Sportstadt und Parklandschaft St. Jakob, einer der grössten Sport- und Freizeitanlagen Europas, aber abträglich ist.


Fragen:


Liestal, 31. Oktober 2006


Landeskanzlei Basel-Landschaft



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