2007-10
Parlamentarischer Vorstoss |
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Titel:
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Postulat von Jacqueline Simonet, CVP-EVP Fraktion: Für besseres Fremdsprachenlernen durch Austauschpädagogik
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Autor/in:
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Jacqueline Simonet
, CVP (Abt, Aebi, Degen, Hintermann, Huggel, Jermann, Joset, Küng, Marbet, Meschberger, Münger, Rohrbach, Rüegg, Schmied, Schneider, Schuler, Steiner, Vögelin, Ziegler)
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Eingereicht am:
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18. Januar 2007
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Nr.:
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2007-010
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Das Gesamtsprachenkonzept der Schweiz sagt, dass alle Schülerinnen und Schüler die Möglichkeit haben sollten, an Formen des sprachlichen Austausches teilzuhaben, welche in die übrigen sprachpädagogischen Aktivitäten zu integrieren sind.
Wir wissen alle, dass eine Fremdsprache direkt im Land am besten und schnellsten erlernt werden kann. Die Schweiz und ganz besonders unsere Gegend sind in dieser Hinsicht prädestiniert mit einerseits den vier Landessprachen und andererseits der französischen Nachbarschaft. Französisch wird in der obligatorischen Schule unterrichtet. Viele Schülerinnen und Schüler haben Mühe mit dieser Sprache, die doch für ihre spätere berufliche Zukunft sehr wichtig ist. Deshalb wäre es wichtig, dass die Schulen einen besonderen Beitrag leisten würden, um das Erlernen der Sprachfertigkeit zu erleichtern. Bei Austauscherfahrungen wird nicht nur die Sprachkompetenz gefördert; wichtige Einblicke in die Nachbarkultur werden ermöglicht und die Sozialkompetenz der Jugendlichen wird erweitert.
Auf internationaler Ebene stehen den Kantonen AG, BL, BS, JU und SO Mittel aus dem INTERREGFONDS von Bund und Kantonen für den Schüleraustausch am Oberrhein zur Verfügung. Leider wird der bewilligte Kredit trotz Engagement der CH-Austauschverantwortlichen nicht ausgeschöpft. Für den binnenschweizerischen Austausch stehen in bescheidenem Umfang Mittel der CH-Stiftung zur Verfügung. Weil der Kanton die Sekundarschulen für "ausserschulische Veranstaltungen" nur äusserst knapp alimentiert, müssen die Erziehungsberechtigten einen erklecklichen Teil der Austauschkosten tragen.
Die finanzielle Ressourcen sind eine Seite des Problems. Zeitliche Ressourcen für die betroffenen Lehrpersonen müssten auch geprüft werden; ein Klassentausch bedeutet nämlich für die Verantwortlichen viel offensichtliche und versteckte Arbeit. Im Schuljahr 2004/2005 haben denn auch nur fünf Sekundarschulklassen aus dem Baselbiet vom Austauschprogramm der CH-Stiftung profitiert. Eine zeitliche Entlastung könnte die Bereitschaft, den grossen Aufwand zu leisten, bei den Lehrpersonen deutlich erhöhen.
Fremdprachen sind ein wichtiger Teil der Bildung unserer Jugendlichen. Die Französisch sprechende Nachbarschaft und die welschen Kantone bieten einen günstigen Rahmen. Der Regierungsrat wird gebeten zu prüfen und zu berichten, mit welchen Mitteln das nationale und regionale Potenzial für SchülerInnen- und Lehrpersonenaustausch besser ausgeschöpft werden kann.
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