2007-3 (1)
Bericht Nr. 2007-003 an den Landrat |
|
|
Bericht der:
|
Finanzkommission
|
|
|
vom:
|
8. März 2007
|
|
|
zur Vorlage Nr.:
|
||
|
Titel des Berichts:
|
Erneuerung der Telefonie in der Kantonalen Verwaltung
|
|
|
Bemerkungen:
|
1. Ausgangslage
Der Kanton Basel-Landschaft betreibt an seinen diversen Standorten rund 80 Telefonzentralen. Neben den sechs Grossanlagen in den Spitälern, der Polizei Gutsmatte und der Verwaltung Liestal existieren rund 70 kleinere bis mittlere Telefonzentralen in den Gebäuden der Kantonsverwaltung.
Viele dieser Anlagen (ausgenommen Polizei und Spitäler) erreichen in den kommenden Jahren das Ende ihres Lebensalters. Eine rechtzeitige Ablösung dieser Anlagen ist deshalb erforderlich.
Der technische Fortschritt lässt es heute zu, dass die verwaltungsinterne Telefonie kein eigenes Telefonienetzwerk mehr benötigt, sondern mittels so genannter „IP-Telefonie" (Internet Protocol Telephony) in das bereits vorhandene Kantonale Datennetz integriert werden kann. Viele der vor einer Erneuerung stehenden Telefonzentralen können mittelfristig durch ein zentrales Telefoniesystem (moderne IP-Telefonie) abgelöst werden.
Das vorliegende Projekt „Erneuerung der Telefonie" sieht vor, das bestehende, moderne zentrale Telefoniesystem weiter auszubauen. Damit sollen in den kommenden acht Jahren viele der "altersschwachen" Telefonzentralen ersetzt und gleichzeitig der Schritt zu einem modernen Telefoniesystem vollzogen werden.
Für das Projekt wird ein Kredit von 4,1 Mio. Franken beantragt.
2. Kommissionsberatung
Die Finanzkommission behandelte die Vorlage am 24. Januar 2007. Sie wurde dabei unterstützt von Regierungsrat Adrian Ballmer, Yvonne Reichlin, Finanzverwalterin, Roland Winkler, Leiter Finanzkontrolle, sowie von Michael Bammatter, Generalsekretär FKD und Hans Ruosch, Leiter Informatikplanung und -koordination.
3. Eintreten und Detailberatung
Die Finanzkommission begrüsst, dass mit dem kantonsweiten Einsatz der IP-Telefonie sowohl für den Betreiber als auch für den Anwender markante Verbesserungen in Betrieb und Nutzung erzielt werden können.
Mit der Einführung der modernen Technologie kann die Zukunftsfähigkeit der Telefonie des Kantons Basel-Landschaft sicher gestellt werden. Dabei ergänzen sich das bestehende, moderne kantonale Datennetz und die neue IP-Telefonie-Lösung ideal.
Der pragmatische Ansatz ist sinnvoll: Klassische und IP-Telefonie können parallel betrieben werden, wobei die laufende Ablösung der klassischen Telefonie jeweils nach dem „Lebensende" der entsprechenden Verteilzentralen erfolgt.
In der Vorlage werden Chancen und Risiken (Sicherheit, Abhörbarkeit), sowie die Kosten transparent aufgezeigt. Das Projekt ermöglicht jährliche Einsparungen der Betriebskosten von 615'000.-- Franken. Damit können die Projektkosten, ohne Berücksichtigung der Verzinsung, in rund sieben Betriebsjahren wieder eingespart werden.
Eine kombinierte IP- und Mobilfunk-Lösung könnte dann ins Auge gefasst werden, wenn neue Verträge mit den Mobilfunknetz-Anbietern fällig werden. Dannzumal kann eine mögliche Verknüpfung des Handybetriebs mit dem Festnetz geprüft und gegebenenfalls eingesetzt werden.
4. Antrag
Die Finanzkommission beantragt dem Landrat mit 12:0 Stimmen bei 1 Enthaltung der Vorlage „Erneuerung der Telefonie in der kantonalen Verwaltung" ( 2007/003 ) zuzustimmen.
Binningen, 8. März 2007
Namens der Finanzkommission:
Der Präsident: Marc Joset
Back to Top