2007-123 (1)


1. Ausgangslage

Der Landrat forderte eine regelmässige Berichterstattung zum Bau des Chienbergtunnels, weil technische Probleme auftraten, die einen hohen zusätzlichen Finanzbedarf verursachten und vom Landrat entsprechend rege diskutiert wurden. Der vierte und letzte Bericht der Regierung liegt hiermit als Vorlage 2007/123 vor.




2. Kommissionsberatung


Die Kommission behandelte diesen vierten Bericht in der 62. Sitzung vom 24. Mai und der 63. Sitzung vom 30. Mai 2007. In diesen Sitzungen wurde die Kommission von Regierungsrätin Elsbeth Schneider sowie den Herren Ruedi Hofer, Kantonsingenieur, und Urs Roth, Projektleiter im Tiefbauamt, kompetent beraten.


Eintreten war unbestritten.




3. Detailberatung


Am 24. Mai 2007 fand im Anschluss an die Kommissionssitzung eine Medienorientierung statt, die den mutigen Titel „Vom Sorgenkind zum Musterschüler: Chienbergtunnel erfüllt alle Erwartungen" trug. In dieser Sitzung ist der Kommission umfassend über den Stand der Dinge berichtet worden. So konnte sie zur Kenntnis nehmen, dass 180 Mio. Franken der erwarteten Gesamtkosten von 342 Mio. Franken vom Bund übernommen werden. Dieser Betrag ist schriftlich zugesichert. Ferner wurde die Kommission über die Verhandlungen mit dem Bauunternehmer über dessen Mehrforderung von 12 Mio. Franken und über den Stand der Arbeiten in der Gemeinde Sissach (Bahnhofstrasse) unterrichtet. Rückfragen ergaben sich zu den Unterhaltskosten, dem Stand der Hebungen und dem Einfluss des Hangwassers. Bezüglich dieser Punkte wurden seit dem dritten Bericht keine wesentlichen Veränderungen verzeichnet.


In der zweiten Sitzung wurden Fragen zum Problem der beschlagenen Windschutzscheiben und der Auswahl der Radiosender aufgeworfen. Die vorhandene Taupunktlüftung sollte das Beschlagen der Scheiben im Chienbergtunnel verhindern. Die vier angebotenen Radiosender wurden in Absprache mit der ARGE „Tunnelsicherheit" ausgewählt.


Die Schlussabrechnung für den Tunnelbau soll im kommenden Jahr dem Landrat vorgelegt werden. Im selben Jahr wird frühestens, vorausgesetzt der Kreditgenehmigung, der sogenannte „Strichcode" in Sissach realisiert werden.


Die Sissacher Ortsdurchfahrt erfuhr seit der Eröffnung des Tunnels eine Entlastung um mehr als die Hälfte des bisherigen motorisierten Verkehrs. Der Tunnel erfüllt somit seine Aufgabe.




4. Antrag an den Landrat


Die BPK beantragt dem Landrat einstimmig, dem unveränderten Landratsbeschluss zuzustimmen.




Liestal, 04. September 2007


Im Namen der Bau- und Planungskommission
Der Präsident (Legislatur 2003 - 2007)
Peter Holinger


Beilage: Unveränderter Landratsbeschluss (Entwurf)



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