2007-142


Begehren

Gemäss § 9c Abs. 5 des Spitalgesetzes Basel-Stadt sowie § 15c Abs. 5 des Spitalgesetzes Basel-Landschaft sind Jahresbericht und Jahresrechnung des Universitäts-Kinderspitals beider Basel (UKBB) den Parlamenten der Trägerkantone zur Genehmigung zu unterbreiten.


Am 15. März 2007 hat der Kinderspitalrat den revidierten Jahresabschluss 2006 gutgeheissen. Die Jahresrechnung und der entsprechende Bericht der Revisionsstelle zum Betriebsjahr 2006 hat das UKBB dem Gesundheitsdepartement Basel-Stadt (GD) sowie der Volkswirtschafts- und Sanitätsdirektion Basel-Landschaft (VSD) mit dem Antrag auf Genehmigung vorgelegt. Die Jahresrechnung und der Jahresbericht sind im Anhang zu diesem Bericht enthalten (siehe Beilagen) und durch die zuständigen Departemente (GD, VSD) überprüft worden. Die Regierungen der beiden Kantone haben die vorgelegte Jahresrechnung des UKBB für das Betriebsjahr 2006 genehmigt. Mit dem vorliegendem Bericht kommentieren die Regierungen der beiden Kantone den Jahresabschluss 2006.



Würdigung und Ausblick

Erneut ein ansprechendes Jahresergebnis


Der Qualitätsstandard der Dienstleistungen des UKBB trug auch im Jahr 2006 dazu bei, dass die Ausstrahlung weiterhin einen überregionalen Charakter aufwies. Die erbrachten Pflegetage für Kinder, welche ihren Wohnsitz ausserhalb der beiden Trägerkantone Basel-Stadt und Basel-Landschaft haben, decken wie in den letzten Jahren beinahe einen Drittel des gesamten stationären Patientenaufkommens (rund 40'000 Pflegetage) ab. Die gesamten ambulanten Erträge konnten im Jahr 2006 erneut stark gesteigert werden (+7.9%) und betrugen CHF 21'190'940. Aufgrund des Jahresergebnisses musste der Verpflichtungskredit der beiden Trägerkantone von je CHF 4 Mio. zur Finanzierung der gemeinwirtschaftlichen Leistungen nicht vollumfänglich, sondern lediglich mit CHF 2.5 Mio. je Trägerkanton in Anspruch genommen werden.


Bericht der Revisionsstelle


Der Bericht der externen Revisionsstelle "PriceWaterhouseCoopers" (siehe Beilage) beurteilt die Buchführung und Jahresrechnung 2006 als den Gesetzen, Reglementen und weiteren zu beachtenden Vorschriften entsprechend und empfiehlt die Rechnung ohne Vorbehalte oder Einschränkungen zur Genehmigung. Ohne das Prüfurteil einzuschränken wird wie schon in den Vorjahren folgende Anmerkung zur Jahresrechung 2006 gemacht:



Jahresabschluss 2006

Jahresrechnungen der Jahre 2003 bis 2006


Die Jahresrechnung 2006 schliesst mit einem Überschuss von CHF 786'609 (2005: Überschuss von CHF 5'617'306) ab. Der Ergebnisvortrag aus der Rechnung 2006 wird dem Gewinnvortrag des Jahres 2007 gutgeschrieben. Im Vergleich zum Budget wurden die Vorhalteleistungen der Kantone (Übrige Leistungen BS, BL) um CHF 3 Mio. reduziert.




Aufwand


Der Gesamtaufwand war im Jahr 2006 mit CHF 101'676'875 um CHF 3'540'230 höher als im Vorjahr (+ 3.6%) und um CHF 4'231'875 höher als budgetiert.


Der budgetierte interne Personalaufwand wurde im Jahr 2006 um 0.5% überschritten und betrug CHF 68'065'206. Somit fiel der interne Personalaufwand im Jahr 2006 um knapp 2.5% höher aus als im Vorjahr. Der gesamte Personalaufwand (inkl. externer Personalaufwand) war im Jahr 2006 daher mit CHF 68'844'634 um 2.6% höher als im Vorjahr. Der externe Personalaufwand lag im Jahre 2006 32% über demjenigen von 2005. Diese Änderungen im Personalaufwand im Vergleich zu Vorjahr sind auf folgende Ereignisse zurückzuführen:


- Aufgrund der Änderung des Arbeitsgesetzes mussten mehr Ärzte eingestellt werden.
- Zudem wurden die Löhne an die Teuerung angepasst (0.7%), was eine Nachfinanzierung der Pensionskasse bedingte.


Dieser Mehraufwand wurde jedoch bei der Budgetierung antizipiert, was dazu geführt hat, dass die Budgetabweichung mit 0.15% nur sehr gering ausfiel.


Der Sachaufwand machte im Jahr 2006 mit rund CHF 31.6 Mio. 33% des Gesamtaufwands aus und ist im Vergleich zu 2005 um 5.8% gestiegen. Diese Zunahme ist unter anderem auf folgende zwei Ursachen zurückzuführen:




Ertrag


Die stationären und die ambulanten Erträge konnten insgesamt gegenüber dem Jahr 2005 ganz leicht um 0.2% auf CHF 65'422'690.- gesteigert werden, wobei die stationären Beträge (CHF 44.2 Mio.) leicht ab- und die ambulanten Erträge (CHF 21.2 Mio.) um 7.9% zugenommen haben.


Die Gesamterträge haben im Jahr 2006 gegenüber dem Vorjahr um 1.2% auf neu CHF 102'463'484 leicht abgenommen, was hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, dass die stationären Erträge etwas zurückgegangen sind und dass die beiden Trägerkantone ihre Beiträge für die Vorhalteleistungen aufgrund einer besseren Bewirtschaftung durch eine Optimierung der Betriebsstrukturen beim UKBB von CHF 6.5 auf CHF 5.0 reduzieren konnten.




Bilanz


Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2006 hat im Vergleich zum Vorjahr um 15% beziehungsweise um CHF 5'699'314 auf CHF 31'837'016 abgenommen.


Die grösste Position auf der Aktivseite bilden mit CHF 16'500'275 die Patientendebitoren. Diese nahmen im Vergleich zum Vorjahr um 29% oder CHF 6'748'713 ab und stellen praktisch ausschliesslich Forderungen gegenüber Garanten dar. Die Aktive Rechnungsabgrenzung nahm gegenüber dem Vorjahr um 59% auf CHF 7'765'172 zu, wobei der im Vergleich zum Vorjahr frühere Abschlusstermin hauptsächlich zu dieser Steigerung beitrug.


Auf der Passivseite nahm das Eigenkapital leicht ab (-2.6%), konnte aber beinahe auf dem hohen Wert des Vorjahres gehalten werden:

Das Fremdkapital konnte deutlich um 23% auf CHF 23'587'534 reduziert werden. Die Verbesserung konnte aufgrund der Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-19% auf CHF 6.8 Mio.) und der Reduktion des Betriebskontokorrents des Kantons Basel-Landschaft (-39% auf CHF 6.7 Mio.) erreicht werden.




Patientenstatistiken


Im Jahr 2006 wurden 6'778 Patienten (Basis: Austritte) stationär behandelt. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Zunahme und 7.4%. Die Anzahl Pflegetage sank im Jahr 2006 um 0.2% auf 40'006. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer sank somit gegenüber dem Vorjahr deutlich um 0.6 auf 5.9 Tage:


Bezüglich der Anteile der Versichertenkategorien im stationären Bereich hat im Vergleich zum Vorjahr der Anteil der Versicherungsklasse "Halbprivat" wieder leicht zugenommen, während der Anteil Invalidenversicherung und Privat etwas abgenommen hat. Vor allem die Abnahme in den Bereichen Invalidenversicherung und Privat scheinen einen gewissen Trend darzustellen:
Im Jahr 2006 kamen 41% der stationären Patienten aus dem Kanton Basel-Landschaft und 32% aus dem Kanton Basel-Stadt. Dies liegt im Rahmen der Durchschnittswerte der letzten Jahre:

Die Anzahl ambulanter Behandlungen lag im Jahr 2006 mit 74'160 Konsultationen um 0.1% unter dem Vorjahresniveau.



Antrag

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, den Jahresbericht und die Jahresrechnung 2006 des Universitäts-Kinderspitals beider Basel zu genehmigen.


Liestal, 5. Juni 2007


Im Namen des Regierungsrates
Der Präsident: Wüthrich-Pelloli
Der Landschreiber: Mundschin



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