2008-33
Vorlage an den Landrat |
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Titel:
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Postulat 2003/221
von Landrat Patrick Schäfli betreffend "Mehr Privatwirtschaft - weniger Staat: Überprüfung der Aufgaben des Tiefbauamtes Basel-Landschaft
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vom:
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29. Januar 2008
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Nr.:
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2008-033
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Bemerkungen:
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Acrobat (PDF):
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Am 18. September 2003 reichte Landrat Patrick Schäfli zusammen mit 18 Mitunterzeichnerinnen und Mitunterzeichnern ein Postulat ( 2003/221 ) zum Thema "Mehr Privatwirtschaft -weniger Staat: Überprüfung der Aufgaben des Tiefbauamtes Basel-Landschaft", das vom Landrat am 22. Januar 2004 überwiesen wurde.
Wortlaut >>>
Der Regierungsrat nimmt dazu wie folgt Stellung:
Entwicklung Sollstellen beim Tiefbauamt
Entgegen der Ansicht des Postulanten hat das Tiefbauamt seinen Personalbestand nicht erhöht, sondern laufend reduziert. Waren am 1. Januar 1994, nach dem Wechsel des Laufentals vom Kanton Bern zum Kanton Basel-Landschaft, 208 Sollstellen zu verzeichnen, so hat sich diese Zahl per 31. Dezember 2007 auf 193 Stellen, also um 15 Stellen oder mehr als 7 %, reduziert. Mit dem Wechsel der Zuständigkeit der Nationalstrassen zum Bund und der vom Parlament beschlossenen Gründung der Nationalstrassen Nordwestschweiz AG auf den 1. März 2008 wird sich dieser um weitere 41 Stellen reduzieren.
Zusätzliche Aufgaben
Im Zeitraum seit 1994 sind zahlreiche neue Aufgaben auf das Tiefbauamt zugekommen, so insbesondere:
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Erneuerung und Ergänzung der elektromechanischen Anlagen u.a. infolge Tunnelsicherheit der Tunnel Belchen, Oberburg, Ebenrain, Arisdorf, Reinach
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sukzessive Übernahme des Oberbauleitungsmandates A2 vom Ingenieurbüro Aegerter & Bosshardt AG, Basel, auf Empfehlung der landrätlichen Geschäftsprüfungskommission
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Inbetriebnahme der Umfahrung Grellingen mit einer zusätzlichen Tunnelstrecke von 2.8 km Länge
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Umbau der Galerie Schweizerhalle zum Tunnel mit neuen zusätzlichen elektromechanischen Anlagen
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Inbetriebnahme des Verkehrsleitsystems auf der A2
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Inbetriebnahme der Umfahrung Sissach
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Diese zusätzlichen Aufgaben hat das Tiefbauamt ohne Aufstockung des Personalbestandes, sondern allein mit internen Stellenverlagerungen - vor allem zugunsten der Hochleistungsstrassen und zulasten der Unterhaltsbereiche der Kantonsstrassen - aufgefangen.
Auslagerungen von Arbeiten an beauftragte Dritte
Das Tiefbauamt erbringt nur jene Leistungen, die zu seinen eigentlichen Kernaufgaben zählen. Diesem Grundsatz entsprechend wird laufend hinterfragt, welche Leistungen selber auszuführen sind oder von Dritten ausgeführt werden. Dies dokumentiert sich in folgenden Tatsachen:
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Bei einem jährlichen Ausgabenvolumen (laufende Rechnung und Investitionsrechnung gemäss Budget 2007) von total rund 210 Mio. Franken beträgt der Anteil der Eigenleistungen (Lohnkosten) des Personals TBA rund 21.8 Mio. Franken oder etwas mehr als 10 %. Mit andern Worten: 9 von 10 Franken des Kostenaufwandes des gesamten Tiefbauamtes werden bereits heute von beauftragten Dritten erbracht!
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Das Tiefbauamt hat vor allem im Strassenunterhalt laufend Daueraufträge an Dritte vergeben, so im wesentlichen:
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Winterdienst Kantonsstrassen: rund die Hälfte aller Winterdienst-Pikettgruppen sind mit Fahrzeugen und Chauffeuren privater Unternehmungen besetzt
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Die Entleerung und Entsorgung von Schlammsammlern, Oelabscheidern und Rückhaltbecken auf den Kantonsstrassen
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Entsorgung von Dolenschlamm und Tunnelwaschwasser im Bereich der Hochleistungsstrassen
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Grobreinigung der Fahrbahnen und Nebenanlagen (inkl. Rastplätze) auf den Hochleistungsstrassen
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Unterhalt der öffentlichen Beleuchtung auf Kantonsstrassen (durch Elektrogenossenschaften)
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Bei den elektromechanischen Einrichtungen der Hochleistungsstrassen (Wiederbeschaffungswert > 200 Mio. Franken) werden die Leistungen für den Unterhalt und die Erneuerung (jährlich rund 10 Mio. Franken) zu mehr als 99 % auf dem Markt beschafft und von privaten Firmen erbracht
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Da der Personalbestand des Tiefbauamtes auf die Kernaufgaben bzw. die entsprechende Grundlast ausgerichtet ist, erfolgt auch die Abdeckung von Spitzen durch den Beizug von Dritten.
Abbau von Stellen im Rahmen von GAP
Im Rahmen von GAP wurden im Strassenunterhalt per Ende 2005 11 Stellen abgebaut. Das Tiefbauamt hat damit seine Eigenleistungen beim Unterhalt der Kantonsstrassen auf den kleineren baulichen Unterhalt eingeschränkt. Planbarer grösserer Unterhalt und Veränderungen an Kantonsstrassen werden seither konsequent nur noch durch Dritte ausgeführt.
Abbau und Übertrag von Stellen im Rahmen NFA
Im Zusammenhang mit NFA ging die Zuständigkeit für die Nationalstrassen auf den 1. Januar 2008 von den Kantonen zum Bund über. Erhaltung und Ausbau leitet neu die ASTRA-Filiale Zofingen, der betriebliche Unterhalt erfolgt gemäss Landratsbeschluss künftig durch die Nationalstrassen Nordwestschweiz AG. Die NSNW wird zudem den betrieblichen Unterhalt auf unseren kantonalen Hochleistungsstrassen H2 und H18 im Rahmen einer Leistungsvereinbarung durchführen.
Diese Änderungen haben folgenden Einfluss auf den Stellenplan des Tiefbauamtes:
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3 Stellen wurden abgebaut (Aufgaben erfolgen durch ASTRA-Filiale Zofingen)
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1 Stelle wird nach Abschluss des Erhaltungsabschnittes Basel-Augst abgebaut
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38 Stellen werden per 1. März 2008 an die NSNW übertragen
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Künftiger Personalbestand des Tiefbauamtes Basel-Landschaft
Ein weiterer Stellenabbau ist zurzeit nicht geplant. Das Tiefbauamt hat vor allem auch im Rahmen GAP einen wesentlichen Beitrag an die Sanierung des Staatshaushaltes geleistet.
Allenfalls sind einzelne Bereiche zu verstärken, u.a. um den Verkehrsfluss oder den Hochwasserschutz sicher zu stellen, dies soll jedoch wenn immer möglich im Rahmen von Stellenverlagerungen erfolgen. Zudem werden die Abgrenzungen Eigen-/Drittleistungen periodisch überprüft, was zuletzt im Rahmen der Aktualisierung der Strategie des Tiefbauamtes im Jahre 2007 erfolgte.
Antrag
Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, das Postulat 2003/221 als erfüllt abzuschreiben.
Liestal, 29. Januar 2008
Im Namen des Regierungsrates
die Präsidentin: Pegoraro
der Landschreiber: Mundschin
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