2008-44

Im Bericht der interdepartementalen Arbeitsgruppe Menschenhandel zuhanden des Eidgenössischen Justiz- und Polizeidepartementes (2001) wird davon ausgegangen, dass jährlich rund 3000 Opfer von Menschenhändlern allein aus Mittel- und Osteuropa in die Schweiz gelangen. Die meisten Opfer werden jedoch nicht entdeckt, nur eine kleine Zahl von Betroffenen erhält Schutz und Unterstützung: Die einzige auf Frauenhandel spezialisierte Beratungsstelle in der Schweiz, FIZ Makasi, hat im Jahr 2006 133 betroffene Frauen unterstützt. Wie viele es bei den Opferhilfestellen und anderen Beratungsstellen sind, ist nicht bekannt. Auch werden nur wenige Täter und Täterinnen wegen Menschenhandels verurteilt: Im Jahr 2005 gab es nur gerade 12 Verurteilungen in der Schweiz.

Wir wissen, dass sich im Kanton Basel-Landschaft Behörden und Fachstellen an einem Runden Tisch gegen Menschenhandel treffen und Verbesserungen erarbeiten. Im Rahmen der Kampagne Euro 08 gegen Frauenhandel soll die Bevölkerung zur Problematik Frauenhandel informiert und sensibilisiert werden. In diesem Zusammenhang soll auch aufgezeigt werden, was die Wirkungen eines solchen Kooperationsmechanismus sein können.

Deshalb bitte ich den Regierungsrat um folgende Auskünfte und Stellungnahmen:

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