Protokoll der Landratssitzung vom 10. September 2009

Nr. 1305

Geschätzte Kolleginnen und Kollegen Landrätinnen und Landräte, Herr Regierungspräsident Urs Wüthrich, Frau Regierungsrätin Sabine Pegoraro, Herren Regierungsräte, geschätzte Mitarbeitende der Landeskanzlei, werte Medienvertreter, geschätzte Gäste


Als erstes möchte ich Ihnen, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, nochmals recht herzlich danken für die Wahl zum Landratspräsidenten am 25. Juni 2009. Wie ich in meiner Dankesrede sagte, möchte ich einerseits ein Bindeglied sein zwischen Alt und Jung und andererseits eine Verbindung zur Bevölkerung schaffen und damit Brücken schlagen. Brücken überwinden Gräben, Flüsse, Bäche und noch vieles mehr. Über Brücken kann man gehen, aufeinander zugehen, Brücken verbinden.


Was wir alle wollen, ist ein starkes, selbstbewusstes und gedeihendes Baselbiet zum Wohle von uns allen. Ein Baselland mit einer führenden Rolle in unserer Region. Baselland hat sich in den 176 Jahren seit seiner Gründung von einem Bauernland zu einem hochstehenden Wirtschaftskanton mit internationaler Ausstrahlung entwickelt. Dies alles wurde mit Weitsicht, mit Innovation sowie mit Arbeit und Offenheit erreicht und erschafft.


Wir haben es fertig gebracht, dass Menschen in Frieden zusammenleben können. Menschen mit unterschiedlichster Herkunft, mit unterschiedlichen Sprachen, mit unterschiedlicher Religion und mit all ihren Eigenheiten, Wir leben in einem freien, gemeinsamen Staat, im Baselbiet.


In der heutigen Zeit und angesichts der Wirtschaftslage scheint es mir wichtig, dass wir Sorge tragen zum Erreichten in der Gesellschaft, in der Wirtschaft und im Gewerbe. Damit meine ich aber nicht, sich auszuruhen und stehen zu bleiben, sondern mit Weitblick sich auch über die Grenzen hinaus weiter zu entwickeln und dadurch Neues dazu zu gewinnen. Damit sichern wir unseren erreichten Wohlstand und unseren Sozialausgleich.


Ich wünsche mir, dass wir mit klaren sachlichen Meinungen lösungsorientiert und nicht machtorientiert debattieren, dass unsere Entscheidungen nachhaltig und weitsichtig sind, denn kurzfristige, allenfalls sogar populistische Entscheidungen, tragen nichts zum Gedeihen unseres Kantons bei. So kann das Erreichte erhalten und weiter ausgebaut werden.


In unseren Debatten darf der nötige Anstand und der gegenseitige Respekt nie verloren gehen, sie sind hochzuhalten. Aber vergessen Sie dabei nicht: Trotz allem soll und darf eine Prise Ironie und Witz dabei nicht fehlen.


Schliesslich habe ich noch einen Wunsch zum Ratsbetrieb:


Ich meine, wir sollten uns selbst die Leitplanken setzen in Bezug auf die Anwesenheit im Saal, einander zuhören und uns mit klaren, kurzen Voten äussern. Der Ratsbetrieb kann damit gestrafft werden und das Ziel, die anstehenden Geschäfte sowie die Traktandenliste abzuarbeiten, erreicht werden. Denken Sie daran: Wir stehen alle im Schaufenster.


Damit möchte ich einen Brückenschlag zum Anfang meiner Rede vornehmen: Die Gemeinsamkeiten, das Gleiche und nicht das Trennende ist zu betonen. Gemeinsamkeiten verbinden, wobei für diese Verbindungen Brücken notwendig sind. Gehen wir aufeinander zu und nicht auseinander und halten wir es mit der Lebensweisheit: "Springe nicht über den Graben, wenn der Steg daneben steht."


In diesem Sinne wünsche ich uns allen ein mit guten Entscheiden gefülltes, erfolgreiches und befriedigendes Amtsjahr 2009/2010.


Für das Protokoll:
Andrea Maurer, Landeskanzlei



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