Protokoll der Landratssitzung vom 12. März 2009
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2008-069 vom 13. März 2008 Interpellation von Pia Fankhauser Zenhäusern, SP Fraktion: Verkehrssicherheit im Kreisel für den Langsamverkehr - Schriftliche Antwort des Regierungsrates vom 29. April 2008 - Beschluss des Landrats am 12. März 2009: < beantwortet > |
Der Landratspräsident weist darauf hin, dass eine schriftliche Antwort des Regierungsrates vorliegt. Er fragt die Interpellantin an, ob sie mit der Antwort zufrieden sei, ob sie eine kurze Erklärung abgeben wolle oder ob sie die Diskussion verlange.
Pia Fankhauser (SP) erklärt, sie verlange die Diskussion.
://: Dagegen erhebt sich aus dem Ratsplenum kein Widerstand. Damit ist die Diskussion stillschweigend genehmigt.
Am Datum der Interpellation, so Pia Fankhauser (SP) lasse sich erkennen, dass der Vorstoss schon eine Weile zurückliege; damals habe sich der Kreisel noch im Bau befunden.
Leider ist die Interpellation zu Recht erfolgt, weil sich am 19. Januar bereits ein erster Unfall auf dem Fussgängerstreifen bei diesem Kreisel ereignete.
Die Sicherheit sollte das oberste Gebot sein. Warum funktioniert das im vorliegenden Fall nicht?
Der Kreisel ist sehr gross; er hat einen Durchmesser von 32 Metern. Sogar der TCS erachtet einen Kreisel dieser Grösse als gefährlich und innerorts als nicht geeignet. Warum dieser Kreisel mitten im Dorf gebaut werden musste, bleibt ein Rätsel. Zudem liegt der Kreisel auf dem Schul- und Veloweg zum Gymnasium. Die einzig mögliche Erklärung dafür ist, dass die Beschleunigung des motorisierten Verkehrs offenbar als vorrangig betrachtet wird.
Zusätzlich ist die Form des Kreises dergestalt, dass es für den motorisierten Verkehr noch einfacher ist zu beschleunigen. Die erteilte Antwort, wonach der Fussgängerstreifen die Ausfahrten aus dem Kreisel abbremsen soll, verkehrt sich genau ins Gegenteil: Aus lauter Freude, den Kreisel hinter sich zu haben, wird erst recht Gas gegeben, wodurch die Fussgänger überhaupt keine Chance mehr haben, die Strasse zu überqueren.
Der Verweis auf die Mittelinsel ist schon fast ein bisschen frech, denn die Einfahrten sind zweispurig und die Ausfahrt ist einspurig. Es fragt sich daher, wie sonst es einem Fussgänger gelingen sollte, die Strasse zu überqueren.
Wie gesagt, die Sicherheit sollte oberstes Gebot sein. Landrätin Fankhauser bittet daher, beim Postkreisel in Oberwil und bei allen künftigen Kreiseln dafür zu sorgen, dass die baulichen Massnahmen genügen und die Polizei dort Kontrollen durchführt. Ferner ist ihr auch die Baustellensicherheit ein Anliegen. Die Situation beim Kreisel war dermassen katastrophal, dass sich fast niemand mehr getraut hat, dort durchzugehen. Es wurden abenteuerliche Konstruktionen errichtet, so dass gehbehinderte oder in ihrer Mobilität eingeschränkte Personen Gefahr liefen, zu stürzen.
Frau Fankhauser bedankt sich für die schriftliche Antwort, welche zwar sehr aussagekräftig, aber nicht unbedingt befriedigend ist.
Simon Trinkler (Grüne) bemerkt vorab, er könne den Ausführungen Pia Fankhausers nicht mehr viel anfügen.
Er betont, dass ihm persönlich die Verkehrssicherheit innerorts sehr am Herzen liege - gerade auch im vorliegenden Fall, da der Kreisel sich auf dem Schulweg zum Gymnasium befindet.
Bei diesem Kreisel und bei der Planung anderer Kreisel ist zu überlegen, ob eine Lichtsignalanlage nicht zweckmässiger wäre und ob tatsächlich so massive Kapazitätsreserven einberechnet werden müssen.
Keine weiteren Wortbegehren.
://: Damit ist die Interpellation 2008/069 erledigt.
Für das Protokoll:
Barbara Imwinkelried, Landeskanzlei
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