Protokoll der Landratssitzung vom 27. November 2008
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2008-175 vom 19. Juni 2008
Interpellation von Christoph Frommherz, Grüne: Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung und Umweltbildung im Lehrplan der Sekundarstufe 1
- Beschluss des Landrats am 27. November 2008: < beantwortet >
Nr. 883
Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) beantwortet die Fragen wie folgt:
Zu Frage 1: In der Antwort auf die Interpellation 2006/295 wies der Regierungsrat darauf hin, dass die Bildung für eine Nachhaltige Entwicklung zum Ziel habe, darauf hinzuwirken, dass sich die Schülerinnen und Schüler aktiv an der Gestaltung einer ökologisch verträglichen, wirtschaftlich leistungsfähigen und erfolgreichen sowie sozial gerechten Welt beteiligen. Dies bedeutet mehr als Umweltbildung und Umweltschutz.
Entgegen den Annahmen des Interpellanten entspricht der Stufenlehrplan der Sekundarstufe I des Kantons Basel-Landschaft nicht nur dort diesem Anliegen, wo dies im Lehrplan explizit genannt wird. Überlegungen zur nachhaltigen Entwicklung fliessen in verschiedener Art und Weise in den Stundenplan ein, beispielsweise im Bereich Hauswirtschaft, Werken, Gesundheitsförderung und Prävention, Genderfragen, interkulturelle Pädagogik, Geografie, Biologie, etc.
Zu Frage 2: Hier erübrigt sich nach den Ausführungen zu Frage 1 die Antwort ein Stück weit. Ergänzend hält Urs Wüthrich fest, dass bei der Erarbeitung des Deutschschweizer Lehrplans (Einführung 2012 oder 2013) ein Vorschlag zur Integration von fachübergreifenden Themen gemacht wurde. Eines dieser fachübergreifenden Themen lautet: Nachhaltige Entwicklung. Abgeleitet von dieser Zielsetzung sollen entsprechende Inhalte und Kompetenzen definiert werden, welche im Lehrplan in mehreren Fachbereichen integriert werden.
Zu Frage 3: Im Rahmen der Fachstelle Erwachsenenbildung wurden erste Aktivitäten aufgegleist. Nach dem Weggang des Leiters der Fachstelle müsse nun sichergestellt werden, dass das Thema auf den verschiedenen Bildungsstufen verankert bleibe. Im Rahmen von Veranstaltungen (beispielsweise Lernfestival) sollen Aspekte der Nachhaltigkeit Eingang finden, welche über die bisherigen Aktivitäten hinaus gehen. So wird zur Zeit geprüft, ob eine Spezialausgabe der Basellandschaftlichen Schulnachrichten das Thema ausführlicher zur Diskussion stellen könnte, selbstverständlich versehen mit Handlungsanleitungen.
Zu Frage 4: Über den Inhalt und die Gestaltung von Aktionstagen an den Sekundarschulen des Kantons ist die Direktion nicht informiert, denn dies liege in der Zuständigkeit der einzelnen Schulen.
Christoph Frommherz (Grüne) dankt für die ausführlichen Antworten zu seiner Interpellation und erklärt, es sei erstaunlich, dass sich der Regierungsrat der in Frage 1 angesprochenen Diskrepanz nicht bewusst sei. Er möchte gerne mit dem Bildungsdirektor bilateral besprechen, wo zusätzliche Hinweise auf die Bildung für Nachhaltige Entwicklung im Lehrplan enthalten seien, welche er selbst noch nicht gefunden habe.
Betreffend Frage 2 zeigt sich Christoph Frommherz erfreut, dass im Rahmen der Konsultationen zum Deutschschweizer Lehrplan darauf hingewiesen wird, dass die Bildung für Nachhaltige Entwicklung wichtig sei. Besonders erfreulich sei es, dass der Kanton künftig mehr tun wolle als bisher.
://: Die Interpellation ist damit beantwortet.
Für das Protokoll:
Andrea Maurer, Landeskanzlei
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