Protokoll der Landratssitzung vom 12. Dezember 2013

Nr. 1678

- Verabschiedungen


Landratspräsidentin Marianne Hollinger (FDP) erklärt, es gelte zwei besondere, aber ganz verschiedene Landratsmitglieder zu verabschieden, die dennoch über eine gewichtige Gemeinsamkeit verfügen: Beide sind so etwas wie die Silberrücken des Parlaments. [Heiterkeit]


Sie haben zwölf Jahre Landratserfahrung und gehören damit zu den Ältesten - im Sinne von «den Weisesten» -, gibt es doch nur wenige Kolleg(inn)en, die schon so lange oder gar etwas länger im Landrat sind.


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Gerhard Hasler


Gerhard Hasler ist im September 2001 als Mitglied der SVP-Fraktion in den Landrat nachgerückt. Er ist somit seit über zwölf Jahren im Parlament und hat genauso lange der Bau- und Planungskommission angehört. Zudem war er während insgesamt sechseinhalb Jahren Mitglied der Geschäftsprüfungskommission; dies in zwei Tranchen.


Geri war kein umtriebiger Aktivist; er arbeitete lieber im Hintergrund, und dies mit grossem Sachwissen. Er war ein stiller, fleissiger Schaffer und ein sehr wertvolles Kommissionsmitglied, das seine Geschäfte immer aus dem Effeff kannte. Der Unternehmer Gerhard Hasler brachte sein Wissen und seine grosse Erfahrung aus der Privatwirtschaft zielsicher und gewinnbringend in seine politische Arbeit ein. Er ist es als Unternehmer gewohnt, Entscheide zu treffen, und er tat dies stets mit Entschlossenheit, aber nie stur und immer bereit zum Kompromiss.


Der Unternehmer Gerhard Hasler wird dem Landrat fehlen. Er sagte nicht viel, aber wenn er es tat, hatte er etwas zu sagen. Seine Voten hatten Vorbildcharakter: sie waren überlegt, kurz und treffend.


Lieber Gerhard, ich hoffe, Du bleibst dem Parlament verbunden und lässt Dich auch wieder einmal auf der Tribüne blicken! Im Namen Deiner Landratskolleginnen und -kollegen danke ich Dir für Dein starkes, sympathisches Engagement für unser Baselbiet. Ich wünsche Dir alles Gute und viel Glück! [Applaus]


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Daniel Münger


Daniel Münger ist im Juni 2001 als Mitglied der SP-Fraktion in den Landrat nachgerückt. Zuerst war er von 2001 bis 2005 Mitglied der Personalkommission, und von Sommer 2003 bis zuletzt gehörte er der Volkswirtschafts- und Gesundheitskommission an - nein: er verkörperte geradezu «seine» VGK. Die Themen dieser Kommission sind wie auf ihn zugeschnitten. Alle Fragen rund um Wirtschaft und Gesundheit lassen sein Herz höher schlagen; manchmal hat es sich beinahe überschlagen vor lauter Leidenschaft. Für ihn als Gewerkschafter standen Wirtschaftsfragen im Vordergrund. Dabei stand er überzeugt für seine Ideale ein, nie stur und immer wieder mit einer erstaunlichen Offenheit anderen, gerade auch bürgerlichen Anliegen gegenüber. Daniel Münger war ein grosser Kämpfer, aber eher mit Argumenten als mit Ellbogen. Dabei setzte sich der Gewerkschafter natürlich sehr ein fürs Personal, für Arbeiter und Angestellte, was er auch mit verschiedenen Vorstössen unterstützte.


Dani ist ein authentischer Politiker; man glaubt ihm, was er sagt, auch wenn man seine Meinung nicht immer teilt. Seine kraftvollen Auftritte im Parlament machten Eindruck, und kaum jemand war dann noch am Zeitunglesen: in allen Fraktionen wurde ihm aufmerksam zugehört. Dani Münger ist ein Linker mit dem Herz auf dem rechten Fleck. [Heiterkeit]


Sein Engagement war speziell auch der Spitalpolitik und Altersfragen gewidmet. Dabei leistete er mit seinem Fachwissen und vernetzten Denken und immer mit einer Portion gesunden Menschenverstandes einen wertvollen Beitrag im schwierigen Dossier «Gesundheitspolitik».


Zu Daniel Müngers Leidenschaften gehört der Fussball. Er war aktiver Stammspieler des FC Landrat; er konnte im Mittelfeld oder als Stürmer eingesetzt werden.


Mit seinen 34 Vorstössen gehörte er zu den aktiven Ratsmitglieder. Immer wieder gelang es ihm, aktuelle Themen mit Erfolg aufzunehmen. Sein zweitletzter Vorstoss gehörte zu der seltenen Gattung der Parlamentarischen Initiative; dieser Vorstoss wurde heute mit einem einstimmigen Abstimmungsresultat umgesetzt, was Dani Münger mit dem Mitinitianten Christoph Buser zusammen feiern durfte. Damit hat er zum Abschluss seiner Landratskarriere nochmals eindrücklich sein Gespür für ein erfolgreiches Zusammenarbeiten über die Parteigrenzen hinweg bewiesen. Daniel Münger ist somit ein Schmied von mehrheitsfähigen Lösungen; übrigens hat er als Erstausbildung tatsächlich Schmied gelernt.


Lieber Dani, im Namen Deiner Landratskolleginnen und -kollegen sage ich Dir «Dankeschön» für dein grosses Engagement fürs Baselbiet und wünsche Dir viel Glück und alles Gute! [Applaus]


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- Jahresabschluss


Landratspräsidentin Marianne Hollinger (FDP) leitet zum traditionellen besinnlichen Abschluss des Landratsjahres über. Sie kündigt eine Gesangsdarbietung der Sängerin Lala Ackermann alias Gabriela Fritschi an, der nachgesagt wird, dass sie auch Nichtopernliebhaber für den klassischen Gesang begeistern könne.


Die Landratspräsidentin dankt der Landeskanzlei ganz herzlich für die sehr professionelle und kollegiale Zusammenarbeit, dem Regierungsrat für das grosse Engagement sowie die sehr geschätzte und ebenfalls gute Zusammenarbeit. Ebenfalls gebührt den Mitarbeitenden der Verwaltung ein herzlicher Dank; sie tragen viel mehr dazu bei, dass der Landrat so manches Geschäft gut abschliessen kann, als man denkt. Ein Dankeschön geht auch an die Medien für ihr Interesse und ihr gelegentliches Ausharren während langer Landratssitzungen. Und zu guter Letzt: Herzlichen Dank allen Ratskolleginnen und -kollegen für das gemeinsame Arbeiten während des ganzen Jahres und für die tolle Kollegialität. Auch wenn man es sich manchmal etwas zügiger wünschen würde: Unter dem Strich stimmt die Arbeit, die im Landrat abgeliefert wird - im besten Parlament der Schweiz! [Heiterkeit]


Alles Gute, eine schöne Weihnachtszeit und einen gelungen Jahreswechsel!


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Lala Ackermann singt im lichterbeschienenen Landratssaal «There's A Place For Us» (Andrew Lloyd Webber), «Leise rieselt der Schnee» (Eduard Ebel), «Hallelujah» (Leonard Cohen), «Ave Maria» (Franz Schubert), «Stille Nacht, heilige Nacht» (Franz Xaver Gruber/Joseph Mohr) und «You Raise Me Up» (Rolf Løvland/Brendan Graham).


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Die Sitzung endet um 17:10 Uhr.


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Anschliessend versammelt sich der Landrat im Foyer zu einem von den Baselbieter Bäuerinnen vorbereiteten Jahresabschluss-Apéro.


Für das Protokoll:
Alex Klee-Bölckow, Landeskanzlei



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