Protokoll der Landratssitzung vom 11. März 2010

Nr. 1722

Präsident Rolf Richterich (FDP) vermerkt, dass der Inhalt der Sanierung in der Kommission unbestritten gewesen sei. Die Innensanierung kommt erst jetzt - allerdings mit einer gewissen Dringlichkeit - vor den Landrat, weil sich seit Beschluss zur Aussenhüllensanierung gewisse Vorschriften verändert und zu einer schnelleren Sanierung Anlass gegeben haben. Wird die Innensanierung jetzt vorgenommen, können Synergien, u.a. bei den dafür nötigen und jetzt schon vorhandenen Schulraumprovisorien, genutzt werden.


Kathrin Schweizer (SP) erinnert daran, dass 2009 die Hüllensanierung des Gymnasiums gestartet worden sei und 2011 beendet werden solle. Mit den nun geplanten Massnahmen zur Innensanierung, mit denen man den verschärften Vorschriften bzgl. asbestbelasteten Bauten gerecht werden will, sollen Synergien mit der Aussensanierung genutzt werden, um so Kosten zu verringern und die Störungen für den Schulbetrieb zu verkleinern.


Die Verwendung von Tropenholz (Mahagoni-Sipo) für die Innenausstattung hält sie allerdings - auch wenn es sich laut HBA nur um einen Teilersatz der Möblierung handle und das Holz aus FSC-zertifizierten Beständen stamme - für erstaunlich und nicht für akzeptabel und unterstützenswürdig, da diese Hölzer trotzdem aus Urwäldern stammen können. Die SP fordert die Regierung auf, den Einsatz von einheimischen Hölzern nochmals zu prüfen, spricht sich aber dennoch für die Vorlage aus.


Peter Holinger (SVP) meint, das Gymnasium Liestal habe - u.a. wegen der hohen Schülerzahl - schon viele bauliche Anpassungen erlebt: die Fernwärme-Heizung, der Einbau der Mensa etc. Vor kurzem ist beschlossen worden, den Turnhallenbereich zu erweitern und die Aussenhülle zu sanieren, und nun ist im Zusammenhang mit diesen Arbeiten der Innentrakt an der Reihe: Schadstoffsanierung, Erhöhung der Erdbebensicherheit und die Sanierung der Fachunterrichtsräume. Die SVP spricht sich ebenfalls einstimmig für die Vorlage aus.


Petra Schmidt (FDP) stimmt namens der FDP der Vorlage ebenfalls zu. Neben der Schadstoffsanierung ist es auch gut, dass das Gebäude erdbebenertüchtigt werden soll: Dies trägt einiges zur Sicherheit im Schulhaus bei. Die Kombination mit den Arbeiten an der Aussenhülle bringt wesentliche Vorteile für die Arbeitsabläufe insgesamt.


Felix Keller (CVP) vermerkt einleitend, dass sich seine Fraktion einstimmig für den Baukredit ausspreche. Das Asbest ist als Altlast aus den 1970er-Jahren teuer zu entfernen, und das Haus ist nach neuesten Massstäben gegen Erdbeben zu rüsten: Es geht also darum, öffentliche Bauten zu renovieren. Deshalb soll - im Zusammenhang mit der Aussenhüllensanierung - der Bau auch inwändig instandgesetzt und sollen vor Ort Synergien genutzt werden.


Isaac Reber (Grüne) begrüsst seitens der Grünen die vorgezogene Schadstoffsanierung und die im Rahmen des Möglichen geplante Erdbebenertüchtigung - gleicher Standard wie bei einem Neubau werde ja nicht möglich sein. Diese Arbeiten sollen lieber jetzt als später gemacht werden.


Regierungsrat Jörg Krähenbühl (SVP) dankt dem Landrat für die gute Aufnahme der Vorlage und verweist zuhanden von Kathrin Schweizer auf ökologische und ökonomische Abwägungen. In diesem Fall ist die finanzielle Frage nun wichtiger gewesen, weil es sich nur um eine Teilsanierung handelt. Bei einer Gesamtsanierung, z.B. der Fenster, werden natürlich einheimische Hölzer verwendet werden. Er bittet um das nötige Verständnis für dieses Vorgehen: «Deswegen wird kein Urwald umgespatet.»


://: Der Landrat stimmt dem Antrag der Bau- und Planungskommission mit 72:0 Stimmen bei 2 Enthaltungen zu. [ Namenliste ]


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Landratsbeschluss
betreffend Baukredit Gymnasium Liestal, Innensanierung Haupttrakt


vom 11. März 2010


Der Landrat des Kantons Basel-Landschaft beschliesst:


Für das Protokoll:
Michael Engesser, Landeskanzlei



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