Protokoll der Landratssitzung vom 17. November 2011
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2011-138 vom 5. Mai 2011 Interpellation von Jürg Wiedemann, Grüne Fraktion: Verpackung aus Bioplastik belastet die Umwelt ebenso wie herkömmliche Kunststoffverpackungen - Schriftliche Antwort des Regierungsrats vom 28. Juni 2011 - Beschluss des Landrats vom 17. November 2011: < erledigt > |
Jürg Wiedemann (Grüne) verlangt die Diskussion.
://: Der Diskussion wird stillschweigend stattgegeben.
Jürg Wiedemann (Grüne) erklärt, er werde heute zwei Geschenke verteilen: Eine Rose und eine rote Karte. Die rote Karte geht an die Firma Danone, weil sie Joghurts in Bioplastik verkauft und der Kunde suggeriert, es handle sich dabei um eine umweltfreundliche Lösung. Der intensive Anbau mit Dünger und Pestiziden und die aufwändige Verarbeitung führen dazu, dass in sechs von neun Kategorien die Umweltbelastung massiv höher ist. Aus diesem Grund hat die Firma Danone in Deutschland auch eine Klage wegen Verbrauchertäuschung am Hals.
Die Rose geht an Regierungsrätin Sabine Pegoraro. Der Interpellant freut sich über eine ausgezeichnete, fundierte Interpellationsbeantwortung, die den Kern trifft. Er stellt fest, dass der Regierungsrat mit ihm einig geht, dass die Verwendung von Nahrungsmitteln als Erdölersatz insgesamt kritisch ist und dass er erkannt hat, dass die Ökobilanz von Bioplastik beim Anbau teilweise sogar schlechter ausfällt als beim herkömmlichen Plastik. Es ist erfreulich, dass der Regierungsrat die Erzeugung von Nahrungsmitteln als wichtigste Aufgabe des Kantons ansieht und Kunststoffe höchstens aus Abfällen landwirtschaftlicher Produktionen erstellen würde.
Leider haben die positiven Erkenntnisse des Regierungsrats den Kreis der Fachexperten noch nicht verlassen. Es ist zu hoffen, dass die Regierungsrätin das durch die Interpellationsbeantwortung erlange Wissen weitergeben wird an die Gemeinden und Umweltbehörden, damit man hier einen Schritt weiterkommt.
[Jürg Wiedemann überreicht Regierungsrätin Sabine Pegoraro eine weisse Rose - Heiterkeit]
://: Damit ist die Interpellation 2011/138 erledigt.
Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei
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