Protokoll der Landratssitzung vom 22. März 2012

Karl Willimann (SVP), Präsident der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission, fasst die wichtigsten Punkte des Kommissionsberichts zusammen.

Dominik Straumann (SVP) erklärt, die SVP-Fraktion schliesse sich klar der Meinung der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission (BKSK) an. Es ist nicht der Trend der Zukunft, noch mehr Zeit am Arbeitsplatz zu verbringen, sondern man soll dynamischer arbeiten können. So führt der Kanton auch Telearbeitsplätze ein. Deshalb ist die Petition abzulehnen.


Ayse Dedeoglu (SP) meint, das Schulsystem sei historisch gewachsen, der Berufauftrag für Lehrer/innen ebenso. Der Trend geht in Richtung Ganztagesschulen, was auch Auswirkungen auf die Präsenzzeit der Lehrpersonen hat. Eine kurzfristige Umstellung ist keine realistische Option. Für eine Neuregelung fehlt die Infrastruktur an den Schulen: Es kann nicht allen Lehrpersonen ein Büro zur Verfügung gestellt werden. Die Umsetzung der Petition hätte eine Kostensteigerung zur Folge. Natürlich ist es wichtig, den Berufsauftrag von Zeit zu Zeit zu überprüfen und wenn nötig an die Bedürfnisse anzupassen. Zurzeit wäre die Umstellung nicht realisierbar. Die SP-Fraktion empfiehlt die Ablehnung der Petition.


Michael Herrmann (FDP) meint, auch die FDP-Fraktion lehne die Petition ab, obwohl sie einige interessante Ideen beinhalte. Sie hätte jedoch eine so massive Umwälzung des Bildungssystems zur Folge, deren Umsetzung Jahrzehnte in Anspruch nehmen würde.


Christine Gorrengourt (CVP) erklärt, dass sich auch die CVP/EVP-Fraktion dem Antrag der BKSK anschliesse. Die Petition würde bedeuten, dass die Gemeinden und der Kanton neben den Schulbauten noch Verwaltungsgebäude bauen müssten. Heute verrichten die Lehrpersonen aber bereits vermehrt ihre Arbeit an den Schulen, weil sie im Team arbeiten. Man muss heute schon vermehrt Büros und Sitzungszimmer zur Verfügung stellen. Die Lehrpersonen arbeiten während der Unterrichtswochen mehr als 100 Prozent und kompensieren diese in der unterrichtsfreien Zeit wieder. Dies ist sinnvoll, günstiger und stellt eine Win-Win-Situation dar.


Regina Werthmüller (Grüne) berichtet, auch die grüne Fraktion werde die Petition einstimmig ablehnen.


://: Der Landrat lehnt die Petition mit 72:0 Stimmen ab. [ Namenliste ]


Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei



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