Protokoll der Landratssitzung vom 25. November 2010

Nr. 2282

Landratspräsidentin Beatrice Fuchs (SP) erklärt, die Regierung sei zur Entgegennahme des Postulats bereit.


Christine Gorrengourt (CVP) gibt bekannt, sie wolle den Text des Postulats ändern. Sie macht darin darauf aufmerksam, dass man einerseits die Ausbildungsabschlüsse anschauen und andererseits eine Gleichheit unter den Musikschulen festlegen solle. Es geht ihr dabei aber längst nicht nur ums Lohnniveau, sondern darum, dass es nicht stufengerecht ist, wenn für den Musikunterricht für Kindergärtler/innen und Primarschüler/innen unbedingt Hochschulabschlüsse erforderlich sind. In der Forderung werden die Passagen «und auch mit Lehrpersonen mit tieferem Lohnniveau» sowie «(Lohnstufe 13/15)» gestrichen.


Regina Vogt (FDP) teilt mit, die freisinnige Fraktion lehne das Postulat ab. Die Musikschulen fallen in den Kompetenzbereich der Gemeinden. Ausserdem ist es eine Herausforderung für die Musikschulen selber, wie sie den Musikunterricht kostengünstiger anbieten wollen. Es gibt dafür verschiedene Modelle, wie z.B. Unterricht in grösseren Gruppen. Diese Modelle müssen geprüft werden. Eine Zweiklassen-Lehrerschaft kann es jedenfalls nicht sein.


Man muss vorsichtig sein bei der Ausdehnung der Aufgaben für die Lehrpersonen.


Regula Meschberger (SP) erklärt, die SP-Fraktion wäre gegen die Überweisung des Postulats in seiner ursprünglichen Form gewesen. Mit der vorgenommenen Textänderung wird sie der Überweisung aber zustimmen.


Das Argument der Gemeindeautonomie trifft nur teilweise zu; denn die Frage der Ausbildung ist durchaus eine kantonale Angelegenheit.


Lotti Stokar (Grüne) spricht sich namens ihrer Fraktion für Überweisung des Postulats aus. Es ist wichtig, dass die Musikschule, die schliesslich im Bildungsgesetz verankert ist, in den Gemeinden zu den gleichen Bedingungen für die Schüler/innen angeboten wird. Heute ist das nicht der Fall, und deshalb ist eine Überprüfung sinnvoll.


://: Das Postulat 2009/232 wird mit 58:19 Stimmen überwiesen. [ Namenliste ]


Für das Protokoll:
Alex Klee-Bölckow, Landeskanzlei



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