Protokoll der Landratssitzung vom 27. Juni 2013

Nr. 1361

Fraktionspräsident Rolf Richterich (FDP) freut sich, Marianne Hollinger als Präsidentin des Landrates vorschlagen zu dürfen. Er dankt Landratspräsident Jürg Degen für das vergangene Jahr und hofft, dass Marianne Hollinger den von ihm eingeschlagenen Weg weitergehen kann, natürlich in einer anderen Art, da sie eine andere Persönlichkeit sei. Marianne Hollinger kennt den Ratsbetrieb «aus dem Effeff» und hat schon einige Landratsjahre auf dem Buckel. Er hofft, dass der Rat Marianne Hollinger die Möglichkeit gibt, ihre Ideen umzusetzen, und schlägt sie als Landratspräsidentin vor.


[Die Stimmenzettel werden verteilt und anschliessend vom Wahlbüro ausgezählt.]


Landratspräsident Jürg Degen (SP) gibt das Wahlresultat bekannt:


://: Gewählt ist mit 73 Stimmen Marianne Hollinger (FDP)


Landratspräsident Jürg Degen (SP) erteilt Bruno Theiler, Vizepräsident der Gemeinde Aesch, das Wort.


Bruno Theiler gratuliert im Namen des Gemeinderates und der Gemeinde Aesch Marianne Hollinger herzlich zum glanzvollen Wahlresultat. Die Gemeinde ist stolz, nach 33 Jahren wieder eine höchste Baselbieterin zu stellen. Der Alltag im Amtsjahr als Landrastpräsidentin wird sicher noch anstrengender sein als bisher, aber er ist überzeugt, dass sie das mit Bravour meistern werde. Er wünscht ihr alles Gute, gute Gesundheit und viel Freude im neuen Amt. Im Namen des Gemeinderates und des Organisationskomitees des Landratspräsidentin-Festes ist es ihm eine Ehre, alle Anwesenden heute Abend nach Aesch einzuladen. Als kleiner Vorgeschmack auf das gemeinsame Fest spielt anschliessend das Ensemble «Con Fuego» der Musikschule Aesch-Pfeffingen unter der Leitung von Simone Schmidlin zu Ehren Marianne Hollingers.


[Musikalischer Beitrag des Ensembles «Con Fuego», Musikschule Aesch-Pfeffingen.]


Marianne Hollinger (FDP) dankt den Musikerinnen und Musikern sehr herzlich. Wenn es dem Landrat gelingt, ein wenig dieses Schwunges mitzunehmen, wird es vorwärts gehen an den Sitzungen!


Sie wendet sich mit den folgenden Worten an die Anwesenden:


«Liebe Kolleginnen und Kollegen Landrätinnen und Landräte, liebe Regierungsrätin und liebe Regierungsräte, liebe Gäste und Freunde auf der Tribüne


Ich danke ganz herzlich für die Wahl zur Landratspräsidentin und für das Vertrauen, das mir so für dieses Jahr ausgesprochen wurde. Ich werde alles daran setzen, dieses Vertrauen auch zu rechtfertigen.


Ich bin die 187. Landratspräsidentin - somit bleibt man auch in diesem hohen Amt eine von vielen. Eine allerdings mit der grossen Ehre, den Kanton Basel-Landschaft während eines Jahres repräsentieren zu dürfen, und ich freue mich sehr auf diese noble Aufgabe.


Ich danke dem Vizepräsidenten des Gemeinderats Aesch, Bruno Theiler, herzlich für seine Worte. Die Grüsse und Glückwünsche aus der Gemeinde Aesch haben mich sehr gefreut.


Das Motto, das ich für diesen Tag und für dieses Jahr ausgewählt habe, heisst «Zämmehebe» - weil niemand es schafft, im Alleingang die grossen Herausforderungen zu meistern.


Ich erlaube mir, mich in diesem Zusammenhang an die Gemeinden zu wenden und sie dazu aufzurufen, sich in wichtigen Fragen zu einigen - auf dass es keinen Graben zwischen dem Ober- und dem Unterbaselbiet, zwischen finanzstarken und finanzschwachen Gemeinden gebe, denn geeinte Gemeinden sind DIE starken Partner, die der Kanton für einen selbstbewussten und erfolgreichen Auftritt braucht.


So gesehen erübrigt sich auch die Frage, ob die Gemeindevertreterin eher den Gemeinde- oder eher den Kantonshut trägt. Es gibt nur EINEN Hut: Den Baselbieter Hut. [Die Landratspräsidentin setzt sich den Baselbieter Hut - in weiss, mit roter Beschriftung - auf, was von den Anwesenden mit Applaus quittiert wird.]


Für unser Baselbiet müssen wir alles daran setzen, dass die Politik mit den schnellen Veränderungen in unserer Gesellschaft Schritt halten kann. Fangen wir heute schon an, unsere Prozesse zu vereinfachen und damit zu beschleunigen. Wir haben nicht viel Zeit, und es gibt bekanntlich keine Möglichkeit zu einem Rückkommen auf verlorene Zeit. Darum nutzen wir jede Minute - kosten wir alle doch mit Freude die Zeit aus, die uns für die politische Tätigkeit zur Verfügung steht, und lassen wir immer einen Funken Begeisterung aus unserer politischen Arbeit auf die Bevölkerung überspringen! Dafür werde ich mich in diesem Amtsjahr einsetzen.


Zweien unserer Kollegen war leider keine Zeit mehr gegönnt, um ihre politische Arbeit, die sie mit Leidenschaft gemacht haben, weiterzuführen: Peter Holinger und Peter Zwick, die im zu Ende gehenden Amtsjahr verstorben sind. Ich bin sicher, dass wir alle sie in lieber und ehrender Erinnerung behalten werden.


Zum Schluss geht noch mein besonderer Dank an den amtierenden Landratspräsidenten, Jürg Degen, für die ausgezeichnete Zusammenarbeit und die gute Einführung in mein Amt.


Ich schenke Dir, lieber Jürg, diesen kleinen Schutzengel aus Aesch, der Dich in der vielen freien Zeit, die Dir nun wieder zur Verfügung steht, begleiten wird.


Es bleibt mir, mich bei Ihnen allen, auch bei meinen Freunden, Parteifreunden und bei meiner Fraktion, herzlich zu bedanken. Ich freue mich, heute Abend mit Ihnen in Aesch bigott anzustossen!»


Für das Protokoll:
Thomas Löliger, Landeskanzlei



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