Protokoll der Landratssitzung vom 28. Januar 2010
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2009-115 vom 23. April 2009 Postulat von Elisabeth Augstburger, CVP/EVP-Fraktion: FemmesTische, ein Engagement für Familien im Kanton Basel-Landschaft - Beschluss des Landrats vom 28. Januar 2010: < überwiesen > |
Wie Landratspräsident Hanspeter Frey (FDP) bekannt gibt, ist die Regierung bereit, das Postulat entgegenzunehmen. Er fragt an, ob jemand anderer Meinung sei.
Regina Vogt (FDP) erklärt, ihre Fraktion sei gegen die Überweisung des Postulates. Das Engagement der Postulantin für «FemmesTische» ist durchaus löblich, aber die Fraktion findet, es handle sich um eine Angelegenheit auf Gemeindeebene.
Gemäss Myrta Stohler (SVP) lehnt auch ihre Fraktion das Postulat ab, weil diese den Eindruck hat, dass vieles - wie bereits im Postulat beschrieben - schon sehr gut läuft. Gesamtschweizerisch wird das Projekt vom Schweizerischen Bund für Elternbildung unterstützt. Im Weiteren ist die Funktionsweise im Postulat beschrieben - es zeigt sich, dass sich die «FemmesTische» von selbst verbreiten.
Gerade in Liestal und Umgebung sind die «FemmesTische» erfolgreich und werden immer wieder durchgeführt. Das Ganze funktioniert wie ein Schneeballsystem: Wenn es gut funktioniert, macht jemand anders es nach.
Die SVP-Fraktion ist deshalb der Meinung, dass es nicht nötig ist zu prüfen, wie die «FemmesTische» im Kanton Baselland flächendeckend und nachhaltig durchgeführt werden können.
Für Marie- Theres Beeler (Grüne) handelt es sich nicht um einen Vorstoss, bei dem es darum geht, dass der Kanton etwas realisieren oder umsetzen muss. Es geht vielmehr darum, dass der Kanton seine Netzwerke und Möglichkeiten nutzt, um dem Projekt zum Durchbruch zu verhelfen und den von Myrta Stohler erwähnten Schneeballeffekt zu unterstützen.
Es ist ein niederschwelliges Projekt zur Gesundheitsförderung und zur Vernetzung von Erziehungspersonen, das absolut förderungswürdig ist. Regierung und Verwaltung werden bestimmt Anregungen machen können, wie das Anliegen der Postulantin ohne grossen Aufwand umgesetzt werden kann.
Nelly Dambach (SP) teilt mit, die SP-Fraktion unterstütze das Postulat einstimmig. Das Postulat verlangt eine Prüfung, wie die «FemmesTische» in allen Regionen Basellands eingeführt werden können. Es handelt sich um eine gescheite Sache, geht es doch darum zu prüfen, wie bereits bestehende Infrastrukturen und Vernetzungen dafür eingesetzt werden können.
«FemmesTische» sind Hilfe zur Selbsthilfe. Sie bieten Hilfestellungen an, und zwar ganz nahe bei den Menschen und ihren alltäglichen Problemen.
«FemmesTische» sind absolut unterstützungswürdig, weshalb der Landrat wirklich gebeten ist, den Vorstoss zu überweisen.
Elisabeth Augstburger (EVP) dankt der Regierung, die bereit ist, das Postulat entgegenzunehmen. Wie bereits gehört, handelt es sich bei «FemmesTische» um ein niederschwelliges Bildungs- und Präventionsprogramm, das Erziehende in ihrer komplexen Arbeit unterstützt.
«FemmesTische» setzt sich dort ein, wo es noch kostengünstig ist, um spätere reparative Kosten zu sparen. «FemmesTische» sind nachhaltig, und zwar aus sozialer wie ökonomischer Sicht.
«FemmeTische» ist ein Projekt, das in verschiedenen Kantonen von kantonalen Stellen initiiert und durchgeführt wird. Warum also nicht auch im Kanton Baselland? Alle, die sich die Unterstützung von Familien auf die politische Fahne geschrieben haben, sind gebeten, Farbe zu bekennen, und das Postulat zu unterstützen.
Hans-Jürgen Ringgenberg (SVP) wundert sich etwas: Er weiss nicht, wie oft im Landrat bereits über die Gleichbehandlung der Geschlechter diskutiert worden ist. Unter «FemmesTisch» versteht er logischerweise einen Frauen-Tisch. Wo bleibt denn da der Männer-Tisch? Sind Männer bei «FemmesTische» auch zugelassen?
Ständig sind in den Dokumenten die männliche und die weibliche Form anzuwenden, und hier getraut man sich ohne Weiteres, dem Landrat einen «FemmeTisch» als gute Sache zu verkaufen. [Heiterkeit]
Gemäss Elisabeth Augstburger (EVP) sind «FemmesTische» selbstverständlich auch für Männer offen. [Heiterkeit]
Noch ein Wort an die Adresse der SVP: Die Partei ist doch immer dafür, dass die Frauen zu Hause bleiben und sich um die Kinder kümmern. Gerade in der Zeit, da die Kinder ausser Haus sind, können die Frauen sich tagsüber in Fragen der Erziehung, der Gesundheit etc. weiterbilden. Das passt doch genau zu den Parteizielen der SVP. [Beifälliges Klopfen]
Keine weiteren Wortbegehren.
://: Der Landrat überweist das Postulat 2009/115 mit 41:36 Stimmen und ohne Enthaltungen. [ Namenliste ]
Für das Protokoll:
Barbara Imwinkelried, Landeskanzlei
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