Protokoll der Landratssitzung vom 5. Mai 2011

Nr. 2644

Kommissionspräsident Karl Willimann (SVP) erklärt, «aprentas» sei der Ausbildungsverbund der chemisch-pharmazeutischen Industrie. In Zusammenarbeit mit diesem Verbund rief man das Programm «check-in-aprentas» ins Leben, das sich als wirksame Massnahme zur Verminderung der Jugendarbeitslosigkeit erwies. Er fasst die wichtigsten Punkte aus dem Kommissionsbericht zusammen.


Eva Chappuis (SP) berichtet, dass die SP-Fraktion dem Kredit einstimmig zustimmen werde. Natürlich sind CHF 40'000 pro Kopf und Jahr viel Geld, aber dieses ist wirklich gut investiert. Jeder Fall, der mit diesem Programm aufgefangen werden kann, spart mindestens den Totalbetrag von fünf Jahren an zukünftigen Transferleistungen ein. Der Einsatz, diese jungen Leute in einen Arbeitsprozess zu integrieren, lohnt sich. Die chemische Industrie nimmt, solange sie das Projekt noch unterstützt, ihre Verantwortung wahr.


Paul Wenger (SVP) meint, auch die SVP-Fraktion werde dem Anliegen einstimmig zustimmen, die Gründe wurden von Kommissionspräsident Karl Willimann bereits gründlich dargelegt. Den sozialen Aspekt sieht man sehr stark gewichtet.


Michael Herrmann (FDP) schliesst sich den vorherigen Ausführungen an. In der Gesellschaft gibt es Personen, die schulisch Mühe haben. Es ist wichtig, dass diese in den Arbeitsmarkt integriert werden können. Aus liberaler Sicht muss jenen geholfen werden, die sich nicht selbst helfen können. Aprentas hat sehr gute Arbeit geleistet, das Pilotprojekt hat sich bewährt. Man wird auch der «leichten» Erhöhung des Verpflichtungskredits zustimmen, da es sich um gut investiertes Geld handelt.


Christian Steiner (CVP) erklärt, dass ebenfalls die CVP/EVP-Fraktion diesen Antrag unterstützen werde. Auch wenn es sich pro Person um einen relativ grossen Betrag handelt, kann sich der Staat ein Zurückstellen nicht leisten, denn jede andere Option würde am Schluss mehr kosten.


Jürg Wiedemann (Grüne) meint, die grüne Fraktion möchte die seltene und schöne Harmonie zwischen der SP- und der SVP-Fraktion nicht stören und werde deshalb dem Vorhaben zustimmen.


Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) meint, die Harmonie setze sich fort mit der Harmonie zwischen Parlament und Regierung. Er ist erstens froh um den klaren Rückhalt der Vorlage, insbesondere da es um eine Erhöhung des Betrags geht. Zweitens begrüsst er, dass die private Stiftung sich ausserordentlicherweise bereit erklärt hat, eine nächste Leistungsauftragsperiode mit einem substantiellen Beitrag zu ermöglichen. Dass über die Weiterführung diskutiert werden muss, ist bedauerlich, aber eine gesellschaftliche Realität. Wichtig ist, dass die Anstrengungen über die ganze Kette der Entwicklung junger Leute fortgesetzt werden; in diesem Zusammenhang ist das direktionsübergreifende Projekt «BerufsWegeBereitung» zu erwähnen.


* * * * *


- Detailberatung


Keine Wortbegehren.


- Rückkommen


Es wird kein Rückkommen verlangt.


* * * * *


- Schlussabstimmung


Der Landrat stimmt dem Landratsbeschluss einstimmig mit 76:0 Stimmen zu.[ Namenliste ]


Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei



Back to Top