Protokoll der Landratssitzung vom 5. Mai 2011
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2011-044 vom 15. Februar 2011 [Abschreibungsvorlage] Vorlage: Bericht zum Postulat 2009/010 von Klaus Kirchmayr, Grüne Fraktion: „Uni Basel und FHNW - Quelle neuer Unternehmen?" - Bericht der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission vom 14. April 2011 - Beschluss des Landrats vom 5. Mai 2011: < beschlossen > |
Kommissionspräsident Karl Willimann (SVP) fasst die wichtigsten Punkte des Kommissionsberichts zusammen.
Marc Joset (SP) berichtet, dass die SP-Fraktion dem Kommissionsantrag zustimme. Ergänzend zum Kommissionsbericht und zur Vorlage meint er, die Erreichung des Ziels sei nicht ganz einfach zu messen. Ein Kriterium sind die effektiven Firmengründungen; der Regierungsrat verweist darauf, dass im Rahmen der jährlichen Berichterstattung zum Leistungsauftrag der Universität Basel die Firmengründungen aufgezählt werden. Die Mitglieder der IGPK Universität Basel haben inzwischen einen Vorabdruck des Leistungsauftrags 2010 erhalten. Schwieriger ist es, die Vernetzung der Universität zur Wirtschaft zu messen. Ein Indikator sind bestimmt die Nationalfondsprojekte, welche meist in Zusammenarbeit mit Firmen erstellt werden. Ein Höchststand an Nationalfondsmitteln wurde im Jahr 2011 erreicht. Daneben haben auch die Bundesgelder sowie Drittmittel in grossem Masse zugenommen.
Paul Wenger (SVP) meint, dass auch die SVP-Fraktion einstimmig dem Kommissionsantrag folgen werde. Er bekundet aber seinen persönlichen Vorbehalt gegen die Aussage im Kommissionsbericht, dass offensichtlich genügend Risikokapital für Neugründungen von innovativen Firmen zur Verfügung stehe. So sind nicht alle Investoren so risikofreudig und auch Banken sind an gewisse Richtlinien gebunden.
Michael Herrmann (FDP) berichtet, dass auch die FDP-Fraktion dem Kommissionsantrag zustimmen werde. Man bekundet grosse Sympathien für das Anliegen. Auch ist sehr gut über das Anliegen berichtet worden.
Christian Steiner (CVP) erklärt, auch die CVP/EVP-Fraktion werde der Abschreibung zustimmen. Wie erwähnt ist es nicht einfach, das Quellverhalten der Universität und der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) auf den Punkt zu bringen. Die Indikatoren verweisen aber darauf, dass gute Arbeit geleistet wird.
Klaus Kirchmayr (Grüne) meint, dieses Anliegen liege ihm persönlich sehr am Herzen. Er hält dem Bildungsdirektor zugute, das Anliegen sehr ernst genommen zu haben, wofür er sich bedankt. Infolge dieses Vorstosses erhielt der Postulant Telefonate dreier Teilhochschulleitungen, mit denen das Problem detailliert betrachtet werden konnte. Es ist spürbar, dass die Sensibilität in dieser Frage klar gestiegen ist und man sich der Erwartungshaltung bewusst ist.
Grundsätzlich zeigt sich der Postulant mit dem Bericht sehr einverstanden. Ein Schwachpunkt stellt Punkt 3 (Einführung eines Anreizsystems für Professorinnen oder Professoren, welches Firmengründungen fördert) dar. Risikobereitschaft und unternehmerisches Denken an den Universitäten ist sehr stark von den Professoren abhängig, die dieses Vorleben und eigene Erfahrungen mitbringen. Dies gilt nicht nur für die technischen und naturwissenschaftlichen Disziplinen, denn auch in den Geisteswissenschaften liegen einige Geschäftsideen brach.
Die Grünen werden der Abschreibung zustimmen und das Thema weiter beobachten.
Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) meint, in diesem Bereich könne man wohl nur mit hartnäckiger Geduld vorankommen. Hervorzuheben sind sicherlich auch die positiven Zeichen wie die Geburtstagsfeier zum einjährigen Bestehen des Inkubators Basel.
Zu erwähnen ist die Tatsache, dass viel von der anwendungsorientierten Forschung der Fachhochschulen in bestehenden Unternehmen stattfindet. Teilweise liegen die Verwertungsrechte dann bei diesen Firmen. Diese können also nicht mitgenommen werden, um Konkurrenzunternehmen aufzubauen. Mit dem verstärkten Einbringen von unternehmerischem Denken in die Universitäten verspricht sich der Bildungsdirektor am Meisten durch die Erfahrungen im Rahmen von Kooperationsprojekten.
://: Der Landrat schreibt das Postulat 2011/044 einstimmig mit 70:0 Stimmen ab. [ Namenliste ]
Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei
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