Protokoll der Landratssitzung vom 5. Mai 2011
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2010-390 vom 11. November 2010 Interpellation von Thomas de Courten, SVP: Betriebskostenbeiträge im Rahmen der Jugendsportförderung - Schriftliche Antwort des Regierungsrats vom 19. April 2011 - Beschluss des Landrats vom 5. Mai 2011: < erledigt > |
://: Der von Thomas de Courten beantragten Diskussion wird stattgegeben.
Thomas de Courten (SVP) betont, die vorliegende Interpellation sei nicht nur ein Vorstoss von seiner Seite, sondern ein Vorstoss der gesamten parlamentarischen Gruppe Sport. Entsprechend sei das Anliegen in den Fraktionen abgestützt. Bei einer Interpellation handle es sich um ein Instrument, mit welchem auf ein Thema aufmerksam gemacht und mit welchem sondiert werden könne, wie sich der Regierungsrat zu einer Problematik stellt.
Thomas de Courten dankt dem Regierungsrat für die Beantwortung der Interpellation, welche mehr oder weniger den Erwartungen entsprach. Er zeigt sich sehr froh darüber, dass die Regierung in ihrer Antwort auch das Ehrenamt und die Freiwilligenarbeit, welche in der Jugendsportförderung und in der Jugendarbeit geleistet wird, würdigt. Zudem dankt er für die bisherige Unterstützung von Vereinen, welche sich der Jugendsportförderung annehmen. Es besteht das Problem, dass Betriebskostenbeiträge, welche ein in der Jugendsportförderung tätiger Verein zu entrichten hat, derart hoch sein können, dass die jahrelange Aufbauarbeit existentiell gefährdet wird. Am Beispiel des EHC Zunzgen-Sissach führt Thomas de Courten aus, dass dieser Verein versucht habe, sich selbst aus dem Sumpf zu ziehen, jedoch reichen diese Anstrengungen nicht aus.
Auch nach der Beantwortung der aktuellen Interpellation fühlt sich Thomas de Courten so weise wie zuvor, er weiss immer noch nicht, wie die angesprochenen Probleme gelöst werden sollen. Er nimmt die Idee des Regierungsrates gerne auf, der EHC Zunzgen-Sissach solle sich als Sporttrainingsstützpunkt bei seinem nationalen Sportverband bewerben, da dies zusätzliche Mittel auslösen könnte. Insbesondere diejenigen Ratsmitglieder, welche in Gemeinden tätig sind, welche die Betriebskostenbeiträge an die Kunsteisbahn Sissach festlegen, sollen darauf hinwirken, dass eine Lösung für das Problem gefunden wird. Den Regierungsrat ruft Thomas de Courten dazu auf, im Rahmen seiner Möglichkeiten weiterhin dazu beizutragen, Lösungen zu finden. In einer allfälligen KASAK III-Vorlage müsse man auf die Problematik der Betriebskostenbeiträge eingehen.
Regierungsrat Urs Wüthrich (SP) erklärt, bei Sportarten, welche sowohl für die Vereine als auch die Eltern sehr hohe Kosten auslösen, müsse versucht werden, eine grössere Dezentralisierung der Stützpunkte zu erreichen. Idealerweise soll Leistungsförderung in der gewohnten Umgebung ermöglicht werden. Im Rahmen einer allfälligen Beratung des KASAK III würde das Thema auf jeden Fall erneut angesprochen.
://: Die Interpellation 2010/390 ist damit erledigt.
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John Stämpfli (SD) stellt einen Ordnungsantrag, denn mit Erschrecken hat er festgestellt, dass heute am Regierungsgebäude eine Europafahne aufgehängt wurde. Welche Zeichen werden mit einer derartigen Fahne gesetzt? Wir sind nicht Europa! Im Landrat wurde über eine Baselbieterfahne diskutiert, welche im Ratssaal nicht hätte aufgestellt werden sollen, gleichzeitig jedoch wird am Gebäude eine Europafahne angebracht.
Landratspräsidentin Beatrice Fuchs (SP) stellt fest, dies sei nicht der richtige Moment, um auf das Thema einzugehen, denn zur Zeit werde die Jugendsportförderung diskutiert. Sie wird später zu John Stämpflis Anliegen Stellung nehmen.
Für das Protokoll:
Andrea Maurer, Landeskanzlei
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