Sharka
Die Sharkakrankheit ist die wichtigste Viruskrankheit beim Steinobst. Sie wird durch das Plum Pox-Virus hervorgerufen. Dank den Ausrottungskampagnen in den 70er Jahren galt die Schweiz als Sharka-frei. Seit 2004 wurden wieder Befallsherde festgestellt, die auf Importe von Pflanzgut zurückzuführen sind.
Seit dem 01.01.2020 ist Sharka gemäss der neuen Pflanzengesundheitsverordnung als geregelter Nicht-Quarantäneorganismus eingeteilt. Somit ist die Sharkakrankheit nicht mehr melde- und bekämpfungspflichtig.
Erkennungsmerkmale
An den Blättern anfälliger Sorten sind hellgrüne verschwommene Ringe, Flecken oder Bänder ersichtlich, die nach innen scharf abgegrenzt sind und nach aussen hin allmählich ins normale Blattgrün übergehen. Bei den Früchten sind helle, oft eingesunkene Ringe zu erkennen. An den Fruchtsteinen sind helle Ringe, Linien und Flecken ersichtlich, die sich deutlich von der dunklen Farbe des gesunden Teils abheben. Ihre Ausgeprägtheit hängt von Art, Sorte, Saison und Virusstamm ab.
Massnahmen
Wie bei allen Viruskrankheiten ist eine direkte Bekämpfung nicht möglich. Ist ein Baum befallen, bleibt er zeitlebens infiziert. Es kann lediglich die Ausbreitung verhindert werden. Dies kann durch die Verwendung von gesundem Pflanzgut, toleranten oder resistenten Sorten und Unterlagen, durch die Vektorbekämpfung (Blattläuse) und durch konsequente Rodung infizierter Bäume geschehen.
