Asiatischer Moschusbockkäfer
Der asiatische Moschusbockkäfer (Aromia bungii) stammt ursprünglich aus Nordostasien und wurde nach Europa eingeschleppt. Die Larven schädigen Steinobstbäume massiv; bei starkem Befall sterben die Bäume sogar ab.
Erkennungsmerkmale
Der Käfer ist glänzend schwarz mit einem roten Prothorax. Der Körper ist 23-37mm lang mit lange Antennen. Die Antennen der Weibchen sind etwa gleich lang wie ihr Körper, diejenigen der Männchen jedoch um einiges länger. Wegen ihrer Grösse sind sie sehr auffällig. Die Flugzeit der ausgewachsenen Käfer dauert von Juni bis August. Die Weibchen legen ihre Eier in die Rinde von Stämmen. Die geschlüpften Larven bohren sich unter die Rinde und fressen sich bis ins Kernholz. Dabei stossen sie Sägemehl durch die Löcher in der Rinde, welches sich auf dem Boden um den Stamm ansammelt und ein klares Zeichen für einen Befall ist.
Massnahmen
Es ist sehr schwierig, den Asiatischen Moschusbockkäfer zu bekämpfen, da sich die Larven geschützt im Holz befinden. Wenn sich die Art etabliert hat, kann sie kaum mehr ausgerottet werden. Um einer Etablierung vorzubeugen, unterliegen Steinobstholz und –bäume aus befallenen Gebieten daher strengen Importauflagen. Kommt es zu einem Befall, müssen der Befallsherd und eine Pufferzone (im Umkreis von 100m um den Befallsherd) entfernt und vernichtet werden. Zudem dürfen im abgegrenzten Gebiet während mindestens vier Jahren (oder bis kein Befall mehr festgestellt werden kann) keine neuen Steinobstgehölze angepflanzt werden. Um einen Befall frühzeitig zu erkennen, können adulte Käfer mittels Lockstofffallen, die Essig, Wein oder Bier enthalten, gefangen werden.
