Kartoffelzystennematoden

Kartoffelzystennematoden (Globodera rostochiensis und Globodera pallida) können grosse Schäden in der Kartoffelproduktion verursachen. Sie stammen aus Südamerika. In der Schweiz werden jährlich alle Pflanzkartoffelfelder und 0.5% der übrigen Kartoffelanbauflächen auf den Schädling überprüft.

Erkennungsmerkmale

Kartoffelzystennematoden sind mikroskopisch kleine Fadenwürmer. Die Kartoffel ist die wichtigste Nutzpflanze, die von den Nematoden befallen werden. Es können aber auch andere Nachtschattengewächse betroffen sein. Die Kartoffelzystennematoden dringen in die Pflanzenwurzeln ein und saugen am Leitgewebe Nahrung auf.

Nach der Begattung verbleiben die bis zu 300 befruchteten Eier im Körper des Weibchens. Dieses stirbt ab und seine Haut verwandelt sich in eine braune, dickwandige Aussenhaut (Zyste), welche die Eier vor Umwelteinflüssen schützt. Die Zyste löst sich von der Wurzel ab und kann die Larven bis zu 20 Jahre lang schützen, bevor bestimmte Pflanzenstoffe, die von den Wurzeln der Wirtspflanzen ausgeschieden werden, den Schlupf der juvenilen Nematoden anregen. Dies schwächt die Pflanzen, Saatkartoffeln laufen schlecht auf und es kommt allgemein zu Wuchsdepressionen.

Massnahmen

Da die Zysten sehr lange überdauern können, besteht die Gefahr, dass die Schädlinge von befallenen Felder mit Erde, die an Maschinen oder Werkzeugen anhaftet oder mit Pflanzkartoffeln verschleppt werden. Da die Kartoffelzystennematoden typische Fruchtfolgeschädlinge sind, können sie am besten durch eine weite Fruchtfolge von 4-5 Jahren zwischen Kartoffelanbau und anderen Nachtschattengewächsen bekämpft werden.

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