Walnussfruchtfliege
Die Walnussfruchtfliege (Rhagoletis completa) befällt verschiedene Walnussarten und stammt ursprünglich aus der USA. In Europa wurde sie erstmals 1986 in der Schweiz im Tessin beobachtet, hat sich aber mittlerweile praktisch in der ganzen Schweiz, in Italien, Deutschland angesiedelt. Schäden verursachen vor allem die Larven, die sich vom Fruchtfleisch der Walnuss ernähren.
Erkennungsmerkmale
Die Walnussfruchtfliege gleicht der Kirschfruchtfliege, beide Arten haben einen gelben Punkt auf dem Rücken des Thorax. Die Walnussfliege ist etwas grösser mit 4-8mm. Die Hauptflugzeit ist von Ende Juli bis Anfang August. Charakteristisch für die Walnussfliege sind die drei schwarzen Balken auf den Flügeln. Die Larven sind Maden und haben entsprechend keine Beine. Die Puppen befinden sich in der Erde, sind tönnchenförmig, gelbbräunlich und etwa 3-4mm lang. Die Maden ernähren sich vom Fruchtfleisch, das sich durch den Frass schwarz verfärbt sowie weich und schleimig wird. Das zerfallene Fruchtfleisch verschmutzt die Schale der Nüsse, dadurch können diese schlechter vermarktet werden.
Massnahmen
Als Bekämpfungsmassnahme sollen befallene Früchte sofort entfernt werden. Weiter kann der Boden unter den Nussbäumen abgedeckt werden, damit sich die geschlüpften adulten Fliegen nicht ausbreiten und die Larven sich nicht im Boden eingraben können. Bei der Prävention spielt die richtige Sortenwahl eine wichtige Rolle.
