97/40; Amtsbericht 1996; Teil 15
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| Landeskanzlei (allg. Stabsstelle Landrat / Regierungsrat) | |||
| Regierungsrat / Verwaltung |
| 4 Personalwesen 4.1 Allgemeines Das Jahr war geprägt durch die Arbeiten an der Totalrevision des Beamtengesetzes und den Beginn des Projektes zur Hauptstudie Besoldungsrevision. Im Hinblick auf das ab 01.01.1997 in Kraft stehende revidierte Finanzhaushaltsgesetz und aus arbeitsorganisatorischen Überlegungen sind verschiedene administrative Tätigkeiten im Rahmen der operationellen Personalarbeit vom zentralen Personalamt weg zu den Direktionen verlagert worden. Die Neuorganisation soll im Jahre 1997 abgeschlossen werden. 4.2 Stellenbewirtschaftung Kündigungen/Rücktritte/Todesfälle Im Vergleich zum Vorjahr hat sich die Zahl der Kündigungen um 11 reduziert. Die Zahl der Rücktritte vom Staatsdienst ist genau gleich wie 1995 (67). Im Jahr 1996 sind leider 7 Mitarbeiter/innen gestorben.
Die 67 Rücktritte teilen sich wie folgt auf: 12 Vorpensionen aus gesundheitlichen Gründen (Vollinvalidisierungen), 22 altersbedingte Rücktritte und 33 Vorpensionen (Rücktritte vor Erreichen der Altersgrenze aus eigenem Begehren). Stellenausschreibungen Die Anzahl der Stellenausschreibungen ist im Vergleich zum Jahr 1995 um 62 gesunken. Im eigentlichen Verwaltungsbereich hat das Personalamt 175 Stellen ausgeschrieben, davon 55 nur im Amtsblatt. Für diese Ausschreibungen gingen beim Personalamt total 3040 Bewerbungen ein, was einer Zunahme von rund 100 Bewerbungen gegenüber 1995 entspricht. Zählt man nur die in der Presse inserierten Stellen von 120, ergibt sich ein durchschnittlicher Bewerbungseingang von 25,3 Bewerbungen pro Stelle.
eingegangene Bewerbungen:
4.3 Sozialstellenplan Ende 1996 waren über den Sozialstellenplan der Kantonalen Verwaltung 55 Personen beschäftigt. Über den internen Sozialstellenplan beschäftigt das Personalamt 36 Personen. Hier handelt es sich um Mitarbeiter/innen der Kantonalen Verwaltung, welche aufgrund von gesundheitlichen Problemen nicht mehr an ihrem angestammten Arbeitsplatz beschäftigt werden können oder gesundheitsbedingt ihr Arbeitspensum reduzieren mussten. Über den externen Sozialstellenplan beschäftigt das Personalamt im Moment 19 Personen. Hier handelt es sich um Menschen, welche durch die Sozialwerke (IV, SUVA, ALV) an die Kantonale Verwaltung vermittelt wurden und die bei verschiedenen Dienststellen einer sinnvollen Tätigkeit nachgehen können. Über den externen Sozialstellenplan werden auch die im Rahmen der 180 Massnahmeplätzen vom Kanton angebotenen Beschäftigungsprogramme für Arbeitslose sowie die Praktikas für stellenlose jugendliche Lehr- und Schulabgänger/innen abgewickelt. Ende 1996 hat das Personalamt 86 Arbeitslose und 18 Praktikanten beschäftigt. Bis Mitte 1997 sollte das Ziel von 180 in diesem Rahmen angestellten Personen erreicht werden. 4.4 Fort- und Weiterbildung Aufgrund der Erfahrungen des Jahres 1995 ist das Angebot der Fort- und Weiterbildung in den Bereichen Arbeitstechnik, Kommunikation und Führungsschulung erweitert worden. Neu war auch die Etablierung von Basis- und Aufbaukursen im Bereich Kommunikation als Versuch. Damit wurde einem häufig geäusserten Wunsch aus dem Kreise der Teilnehmerinnen und Teilnehmer entsprochen, die so die Möglichkeit haben, Veranstaltungen dem persönlichen Wissensstand entsprechend auszuwählen. Der Versuch darf als geglückt betrachtet werden, ist doch das Bedürfnis nach Auffrischung der Kenntnisse nach einiger Zeit der Praxis gross. 1996 besuchten 737 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kanton und Gemeinden die vom Personalamt angebotenen allgemeinen Weiterbildungsveranstaltungen (44 Kurse insgesamt). In der Führungsschulung wurden in 4 Seminarien insgesamt 58 Vorgesetzte der allgemeinen Verwaltung und in einem verkürzten Seminar weitere 13 Vorgesetzte der technisch-handwerklichen Funktionsgruppe geschult. Mit Vertreterinnen und Vertretern der Führungsschulung 1995 wurde ein Auswertungstreffen abgehalten, in dem die Erfahrungen und Eindrücke reflektiert wurden. 4.5 Betriebliches Vorschlagswesen 1996 wurden sieben Verbesserungsvorschläge eingereicht. Ein Vorschlag wurde gutgeheissen und prämiert. Die anderen sechs Vorschläge mussten aus verschiedenen Gründen abgelehnt werden. 4.6 Personalbestand (umgerechnet auf Vollstellen)
- Die Lehrer des Ebenrain sind unter der Verwaltung berücksichtigt (vorher Berufsschulen) und werden daher nicht mehr separat aufgeführt. - Der Bestand der Männer „Sekundarschuen / Progymnasien" wurde korrigiert, da der per Ende 1995 angegebene Wert falsch war 4.7 Rechtsdienst 4.7.1 Abgeschlossene Verfahren 1996 wurden 17 Beschwerdeverfahren behandelt. 6 Fälle beinhalteten die Vertretung vor Verwaltungsgericht. 10 Verfahren konnten auf Regierungsratsebene abgeschlossen werden, 1 Fall auf Direktionsebene. Die durchschnittliche Verfahrensdauer betrug 08 Monate. 4.7.2. Hängige Verfahren Per 31.12.1996 waren 8 Beschwerden rechtshängig. Einer dieser Fälle stammt aus dem Jahre 1995. 4.7.3. Genehmigung von kommunalen Besoldungsreglementen In Zusammenarbeit mit dem Rechtsdienst der Volks- und Sanitätsdirektion wurden 1996 die Besoldungsreglemente von 17 Gemeinden überprüft. In 16 Fällen konnte eine Genehmigung ausgesprochen werden.
1996 war aus Sicht IPK kein Jahr spektakulärer Neuerungen, eher ein Jahr des Konsolidierens und Säens. Mit der Vorstudie Bürokommunikation (BK) im Frühjahr 96 wurden wichtige Leitplanken gesetzt. Einerseits wurde der Entscheid der Fachgruppe Informatik (IPK und Direktionsinformatiker), sich verwaltungsweit auf ein einziges E-Mail-Produkt (Microsoft/MS Mail) zu beschränken, weiter gestützt. Andererseits wurde klar, dass die Koexistenz der beiden Netzwerkbetriebssysteme - Novell’s Netware und Microsoft’s Windows NT - vorderhand unumgänglich war. Die Vorstudie BK zeigte ausserdem auf, dass die verwaltungsweite Ausbreitung der elektronischen Post nur möglich würde, wenn man das Netzwerk der Verwaltung so strukturieren könnte, dass trotz durchgängiger elektronischer Post sichergestellt wäre, dass niemand ausserhalb einer bestimmten Direktion auch nur die Verzeichnis-Strukturen dieses Direktions-Netzes sehen könnte (besonders strenge Anforderungen stellen sich beispielsweise in bezug auf den Datenschutz in der Arbeit der Polizeidienste). MS Mail erfüllt diese hohen Sicherheitsanforderungen nicht. Das neuentwickelte Nachfolgeprodukt MS Exchange gab jedoch Anlass zu Hoffnungen, weshalb als Fortsetzung der Phase Vorstudie die Projektphase BK Konzept mit einem entsprechenden Exchange-Pilot in Angriff genommen wurde. Die Ziele wurden insofern erreicht, als die Verbindung zwischen AFI/FKD und der JPMD technisch geschaffen werden konnte, womit der Austausch von elektronischen Dokumenten mit der JPMD (inkl. Fax) in Kürze möglich wird, und zwar unter Erfüllung der datenschutzmässigen Auflagen (virtuelles, nach aussen quasi „unsichtbares" Subnetz der JPMD). Mit dem Aufbau und Ausbau der Netze EKD und BUD an der Rheinstrasse 31 konnten weitere Stellen mit E-Mail erschlossen werden. Alte IPK-Ziele bezüglich Informatik-Planung wurden noch nicht erreicht. Die bisherigen Standardisierungen (nur eine Textverarbeitung, eine Tabellenkalkulation, ein Zeichnungsprogramm für die Verwaltung, nur ein E-Mail-Produkt, nur wenige PC-/Server-Anbieter, nur eine Methodik für Projektmanagement) haben sich erfolgreich durchgesetzt. Weitere Bereiche (z.B. Netzwerkbetriebssysteme, Kommunikationsprotokolle, Datenbanksysteme, Archivierungssysteme/ Dokumentenmanagement /Volltextsuche, Geschäftskontrolle) sind in Arbeit. Die Komplexität und der entsprechende Abklärungsaufwand sind gross. Die Informatikverantwortlichen in den Direktionen konnten ihren Verantwortungsbereich seit der Dezentralisierung 1994 weiter ausbauen. Der Nutzen wird in den Direktionen direkt wahrgenommen. Die direktionsübergreifenden Belange können auch zur Einschränkung von Freiheitsgraden einer Direktion führen. Daraus folgt, dass zuerst dort gehandelt wird, wo der Koordinationsbedarf unmittelbar einleuchtet und einen unmittelbaren Nutzen auch für die einzelne Direktion verspricht. Weitere Aktivitäten der IPK waren: Durchführung eines FGI-internen Workshops zur (strategischen) Informatik-Planung Interkantonaler Vergleich der GIS Geographische Informations-Systeme BL/SO/ZH Erstmalige Ausgabe des Informatik-Kursprogramms 1997 zusammen mit dem kantonalen Personalamt Initialisierung eines Workshops zum Qualitätsmangement in der Informatik Organisation eines Telematik-Seminars für die Informatikverantwortlichen BL, zusammen mit der Informatik-Ausbildungsstelle JPMD Initialisierung des Internet-Projekts zusammen mit AFI Amt für Informatik und Landeskanzlei, um den ersten Internet-Auftritt der Kantonalen Verwaltung BL zu ermöglichen 6.1 Allgemeines Als reiner Dienstleistungsbetrieb ist das Amt für Informatik von der Entwicklung im Bereich NPM sehr direkt betroffen. Zwar wurde die im Projekt Leistungsauftrag und Dienstordnung AFI erarbeitete Struktur eingeführt und die Pflichtenhefte aller Mitarbeiter angepasst oder neu erstellt, hingegen wurde die stark prozessorientierte Ausgestaltung der Leistungsaufträge nicht weiterverfolgt, sondern es wurden Produkte gemäss der generellen Richtlinien für Leistungsaufträge in der FKD definiert. Diese Produkte bildeten auch die Grundlage für die Butgetierung 1997. 6.2 Systementwicklung Die neugestaltete Abteilung Systementwicklung (Zusammenlegung der bisherigen Abteilungen Systemtechnik und Anwendungsentwicklung) umfasst nebst der eigentlichen Systementwicklung die Systemtechnik und die Lehrlingsgruppe sowie den Mail-Support. Bei der eigentlichen Systementwicklung wurden die ersten Weichen für eine strategische Neuausrichtung in den verwendeten Technologien in Richtung 4. Generationensprache und Client-Server gestellt. Die Schwerpunkte des Supports lagen beim Unterhalt und der Weiterentwicklung der bestehenden Applikationen für die Staats-, Bundes- und Gemeindesteuern Laufental. Daneben floss ein nicht unbeträchtlicher Aufwand in die Systeme der Motorfahrzeugkontrolle und die Unterstützung der Prämienverbilligung der Krankenversicherung. Die Verbreitung der elektronischen Mail nimmt wie erwartet rasant zu. Für einen reibungslosen Austausch von Nachrichten bedarf es umfangreicher Absprachen und Standards. Die Abteilung Systementwicklung hat als zentrale Drehscheibe zwischen den Direktionen die Gesamtverantwortung übernommen (siehe dazu auch die Ausführungen in Abschnitt 5). Die wachsende Bedeutung und die neuen Möglichkeiten der Bürgernähe, welche das Internet mit sich bringt, wurden erkannt. Zusammen mit der Landeskanzlei und mit einem externen Partner (Novartis-Informatik) wurde deshalb eine Pilotapplikation des Kantons auf dem Internet entwickelt. Der Sicherheit wird dabei die nötige, grosse Beachtung geschenkt. Die Systemtechnik hat einen Releasewechsel des Host-Betriebssystemes, wie er etwa alle zwei Jahre erforderlich ist, erfolgreich durchgeführt. Damit ist das Betriebssystem wieder auf dem aktuellen Stand. Weiter wurden im Berichtsjahr alle Hauptbestandteile des neuen Rechnungswesens in die bestehende Host-Plattform integriert. 6.3 Telematik Im Kantonsnetz wurde ein weiterer Knoten in Waldenburg in Betrieb genommen. Damit kann das Waldenburgertal kostengünstiger erschlossen werden. In rasantem Tempo wurde das Kantonsnetz im vergangenen Jahr ausgebaut um für die Einführung der Client/Server-Lösung Steuerveranlagung (Projekt Covela) und die Weiterverbreitung des Neuen Rechnungswesens bereit zu sein. Dabei kam es hie und da zu Durchsatzengpässen. Um solchen Problemen in Zukunft besser entgegenzutreten, wurde mit hoher Priorität eine Erweiterung des Netzwerkmanagements in Angriff genommen. 1996 wurden auch programmgemäss alle 6 regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) am Netz angeschlossen und in Betrieb genommen. Das Kantonsnetz besteht nun aus 7 Cascade-Switches und 107 Cisco Routers, wovon 37 auf das logisch getrennte Netz der Polizei entfallen. Neu verfügt das AFI auch über ISDN-Anschlüsse an das interne Netz. Damit werden wenig benutzte Mietleitungen abgelöst. Aus Sicherheitsgründen wird der Anruf aus dem öffentlichen Netz nur für die Dauer der Identifikation entgegengenommen. Nach der Identifikation wird die Datenverbindung vom AFI aus auf die vorher definierte und von aussen nicht veränderbare Nummer des Teilnehmers erstellt (call-back Verfahren). Ebenso wurde die Voraussetzung für einen sicheren Internetzugang geschaffen. Dabei wird das interne Netz nicht direkt mit dem Internet verbunden, sondern der Benutzer kann über eine Fernsteuerungssoftware Bildschirm und Tastatur von eigentlichen Internet-PC’s übernehmen. Diese Variante wurde gewählt weil sie heute das grösstmögliche Mass an Sicherheit gegen Eindringen bietet. Unser Rechner IBM 9672/R21 mit CMOS-Technologie (in Betrieb seit Dezember 95) hat sich sehr gut bewährt. Die Diskkapazität wurde durch weitere RAMAC-Einschübe auf 93,5 Gigabyte erhöht. Den 6 1/2 Jahre alten Laserdrucker Comparex 6890 haben wir durch einen modernen LED-Drucker von OCE ersetzt. Dieser Drucker hat die gleiche Technologie wie das vorhandene Siemens-Nixdorf Gerät. Wir können somit die gleichen Overlays und Masken verwenden. Beide Drucker ermöglichen uns auch den Barcode-Druck (Neue Steuerformulare), und das Bedrucken von 2 A4 Seiten nebeneinander. Dies ist wiederum eine Voraussetzung für eine rationelle Verpackung mehrerer Dokumente in das gleiche Couvert, das wir uns zum Ziel für 1997 gesetzt haben. Das Druckvolumen steigerte sich von 2’440’000 Seiten im Jahr 1995 auf 2’675’000 Seiten. Die Zunahme entspricht ungefähr der Anzahl Steuererklärungen, die für das Haupttaxationsjahr 1997 ausgedruckt wurden Unser Qualitätsziel, eine Systemverfügbarkeit von mindestens 98 % im Monatsmittel in der definierten Betriebszeit, haben wir bis auf eine Ausnahme erreicht, meistens sogar deutlich übertroffen.
Jahresmittel Systemverfügbarkeit Der grösste Teil des Druck-Outputs wird von uns direkt verpackt und postfertig gemacht. Dank gezielten Anstrengungen, die Porto- und Couvertkosten im Griffe zu halten, konnte die Zahl der Postsendungen trotz neuen Aufgaben konstant gehalten werden. Insgesamt verliessen wiederum fast 1'6 Millionen Postsendungen unseren Betrieb. Die wichtigsten Kunden waren:
Neu in dieser Aufstellung erscheint die VSD mit den Antragsformularen für Krankenkassenverbilligung. Seit April hat der AFI-Betrieb eine Helpdeskfunktion übernommen, die allen am Host angeschlossenen Benutzern zur Verfügung steht. Der Firstlevel-Support wird jedoch weiterhin durch die jeweilige Direktionsinformatik abgedeckt. Insgesamt wurden im 1. Berichtszeitraum 536 Störmeldungen registriert. Davon konnten 394 oder 74 % direkt erledigt werden. Die restlichen wurden den Zuständigen Mitarbeitern zur Erledigung weitergeleitet. |
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