97/40; Amtsbericht 1996; Teil 30
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| Regierungsrat / Verwaltung |
| 11 Kantonsspital Liestal 11.1 Organisation KSL 95: Mit Planung in die Zukunft! Unter diesem Motto stand auch die Projektanpassung an medizinische Bedürfnisse im Rahmen der Sanierung, Um- und Erweiterungsbauten (KSL 95). Die sich in den vergangenen Jahren für die künftige Entwicklung des Spitalwesens in der Schweiz abzeichnenden Tendenzen, machten Anpassungen des Projektes KSL 95 an die geänderten Bedürfnisse notwendig. Bis heute wurden vom Gesamtkredit von Fr. 136,2 Mio. für insgesamt Fr. 63,2 Mio. Arbeiten vergeben und per Ende Dezember Fr. 17,6 Mio. abgerechnet bzw. bezahlt. Alle günstigeren Vergebungen werden für die Projektanpassungen im Bereich Dialyse, Ambulatorium auf dem Geschoss A und dem ambulanten Bereich der Ophthalmologie auf dem Geschoss C verwendet. Ein weiteres wichtiges Ereignis war im August die Eröffnung der Wochenstation (Tagesklinik). Zwei 6er-Säle auf Geschoss K konnten mit bescheidenem Aufwand umgewandelt werden in eine patientenfreundliche, lichtdurchflutete Tagesstation für ambulante Patienten. Knapp 100 Patienten monatlich (38 % mit handchirurgischen Problemen) wurden hier betreut. Im Gegensatz zur früheren Unterbringung auf der Notfallstation, kann die Pflege individueller in einer räumlich angenehmen und ruhigen Atmosphäre erfolgen. Das Echo ist allseits positiv, wie die Patientenfragebogen belegen. Das Jahr 1996 beinhaltete einen Meilenstein in der Partnerschaft zwischen Basel-Stadt und Basel-Landschaft. Erstmals wurde vom Universitätsrat am 3. April ein Ordinariat auf die Landschaft vergeben; die Urologischen Universitätskliniken beider Basel sollen in Dienstleistung, Lehre und Forschung partnerschaftlich geführt werden. Am 21. August wurde dieses Ereignis in Anwesenheit von Frau Regierungsrätin Schaller, Herrn Regierungsrat Belser und den Spitalbehörden eindrücklich gefeiert. 11.2 Personelles Der Arbeitsmarkt entspannte sich im Laufe des Jahres auch in den Pflegeberufen und sorgte für eine minimale Personalfluktuation. Die vakanten Stellen konnten jeweils, mit Ausnahme besonderer Kaderstellen, fristgemäss neu besetzt werden. Erstmals wieder seit langer Zeit mussten Stellensuchenden, insbesondere frisch diplomiertem Pflegepersonal, Absagen erteilt werden, da keine Stellen offen waren. Am 01. März 1996 trat H. Schneider die Nachfolge von H. Bider als Spitalverwalter an. Die frei gewordene Stelle Leiter Kaufm. Dienste konnte nach einer Interimszeit von 10 Monaten wieder besetzt werden. Infolge Pensionierung von Dr. med. Edmond Jubin musste die Stelle per 01.01.1997 neu besetzt werden. Der Regierungsrat wählte mit Beschluss vom 18.06.1996 Dr. med. Damien Toia zum neuen Chefarzt des Institutes für diagnostische Radiologie. Die Zielsetzung, die fachliche und soziale Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sicherzustellen und weiterzuentwickeln, wurde im Rahmen der finanziellen Möglichkeiten, konsequent weiterverfolgt. Gesamthaft wurde für die internen und externen Fort- und Weiterbildungsangebote 1652 Tage zur Verfügung gestellt, was bezogen auf den durchschnittlichen Personalbestand 2,2 Tage pro Mitarbeiter/in beträgt. 11.3 Leistungsausweis
Bemerkungen zur Betriebs- und Investitionsrechnung (Nach VESKA-Kontorahmen) Das Betriebsergebnis schliesst insgesamt gegenüber dem Budget und dem Vorjahr besser ab. Die Budgetverbesserung wurde infolge Mehrleistungen und durch Ertragssteigerung (Erhöhung der Tagestaxe) erzielt.
Der Vergleich zum Budget Beim Personalaufwand inkl. Sozialleistungen ist ein Minderaufwand von Fr. 2 460 559.65 zu registrieren, vor allem aus Gründen der weniger intensiven Teuerung. Beim Sachaufwand sind Mehrausgaben von Fr. 187 343.47 zu verzeichnen. Minderaufwand
Das Defizit ist um Fr. 604 395.03 weniger hoch als budgetiert. Die Pflegetagkosten haben sich von Fr. 780.80 auf Fr. 805.56 erhöht. Die wichtigsten Abweichungen zum Vorjahr (1995) Die Kosten haben sich gegenüber dem Vorjahr wie folgt verändert: Gesamtbetriebsaufwand: 1995 Fr. 94’321’825.05 1996 Fr. 97’590’783.82 = + 3,47 % Gesamtbetriebsertrag: 1995 Fr. 57’903’505.50 1996 Fr. 62’550’661.85 = + 8,03 % Defizit zu Lasten des Staates: 1995 Fr. 36’418’319.55 1996 Fr. 35’040’121.97 = - 3,78 %
11.4 Besonderes Seit 20 Jahren wurde erstmals wieder die Grenze von 700 Geburten pro Jahr überschritten. 1976 waren es 731 und in diesem Jahr 724. (730 Neugeborene). Erstmals in der Geschichte des Kantonsspitals Liestal wurde in der Notfallstation die Grenze von 10 000 Aufnahmen überschritten. Institut für Radiologie: Ersatz der Gammakamera mit entsprechenden Raumanpassungen. |
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| Fortsetzung | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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