97/40; Amtsbericht 1996; Teil 66
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| 5 Amt für Berufsberatung 5.1 Allgemeines Mitte 1996 konnte mit der Schaffung des neuen Amts für Berufsbildung und Berufsberatung und der darin enthaltenen neuen Organisationsstruktur für die Berufs- und Studienberatung die für alle Beteiligten intensive Planungsphase termingerecht zum Abschluss gebracht werden. Die grosse Herausforderung für die Berufsberatung in der weiterhin angespannten Wirtschaftslage ist der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit. Im Rahmen der Revision des Bundesgesetzes über die obligatorische Arbeitslosenversicherung (AVIG) wird die Zusammenarbeit zwischen dem Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit - KIGA und der Berufsberatung gefordert. Für die Berufs- und Laufbahnberatung von Arbeitslosen sind psychologische Beratung und vertiefte berufskundliche Kenntnisse unverzichtbare Voraussetzung für eine gute Vermittlung. Diese Arbeit muss deshalb von ausgebildeten Berufsberaterinnen und -berater übernommen werden. Das KIGA und das Amt für Berufsberatung haben für die Zusammenarbeit eine Vereinbarung ausgehandelt, welche für andere Kantone Signalwirkung hat. In den 6 regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) arbeiten die Arbeitsvermittlerinnen und Arbeitsvermittler Hand in Hand mit der Berufs- und Studienberatung mit dem Ziel: eine möglichst rasche Vermittlung der Stellensuchenden. Die dringliche Art der Problemstellung bei der Beratung von Arbeitslosen ist neu für die Berufsberatung, welche bis heute prozessorientiert und in längeren Zeiträumen die Beratungsarbeit leistet. Sie fordert von den in dieser Arbeit eingesetzten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern hohe Flexibilität. Die Beratungsnachfrage hat auch dieses Jahr wieder zugenommen (2852 (2732) Beratungsfälle, davon 357 (269) Studienberatungen). 5.2 Berufs- und Laufbahnberatung Zusammen mit weiteren an der Berufsbildung interessierten Kreisen konnte die Berufsberatung die CD-Rom '!WORK' zur Förderung der Berufslehre produzieren, welche in der Oeffentlichkeit auf grosses Echo gestossen ist. '!WORK' ist für Jugendliche im Alter von 14 bis 18 Jahren gemacht. Die CD-Rom will sie dazu motivieren, sich bewusst mit den Themen Berufswahl und Lehre auseinander zu setzen. '!WORK' arbeitet mit Video, Fotografie, Illustration, Text und Musik. Mit dieser Produktion ist es gelungen, erstmalig in der Schweiz ein Berufswahl-Hilfsmittel zu lancieren, welches alle Stilmittel der neuen Technik einsetzt. Dank Geldern aus der Wirtschaftsförderung und Sponsorenbeiträgen aus Gewerbe, Industrie und Dienstleistung konnten 7000 CD-Rom im Kanton Basel-Landschaft gratis abgegeben werden. Die Berufs- und Laufbahnberatung hat an vielen Informationsveranstaltungen an den Schulen mitgewirkt: 152 (130) Lektionen Klassenbesprechungen und 56 (42) Abendveranstaltungen für Schülerschaft und Eltern. 5.3 Studienberatung Die Beratungen haben im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugenommen: 357 Klientinnen und Klienten haben sich im BIGA-Statistikjahr 1995/96 beraten lassen (1994/95:269). Am meisten ist die Beratungsnachfrage bei den Gymnasiastinnen und Gymnasiasten im 1. und 2. Gymnasialjahr gestiegen, sowie bei Erwachsenen, welche über 25 Jahre alt sind. Die regulären Öffnungszeiten der studien- und berufskundlichen Dokumentation haben zu einer erhöhten Besucherbenutzung geführt. Erstmals wurde eine Erhebung zur Studien- und Berufswahl der Maturandinnen und Maturanden im Kanton Basel-Landschaft durchgeführt. Die Studien- und Berufswünsche des Maturabschluss-Jahrganges 1993 zum Zeitpunkt der Matur wurden verglichen mit dem tatsächlichen Wahlverhalten zwei Jahre nach der Matur. Die wichtigsten Ergebnisse: 82 % der Befragten studieren zwei Jahre nach der Matur an der Universität. Geschlecht und Maturtypus geben den grössten Ausschlag für die Wahl einer ausseruniversitären Ausbildung. Ein Drittel der Maturandinnen und Maturanden treffen ihre Studien- oder Berufswahl erst im Zwischenjahr nach der Matur. |
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