97/40; Amtsbericht 1996; Teil 67
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| Regierungsrat / Verwaltung |
| 6 Schulinspektorat 6.1 Personelles Auch in diesem Jahr wurde im Rahmen der Partnerschaft mit dem Kanton Genf einer Jungkauffrau aus Genf ein halbjähriges Praktikum ermöglicht. Aus Anlass des Pestalozzijahres führte das Schulinspektorat drei interne Veranstaltungen durch, welche zur Teamförderung beitrugen. 6.2 Statistik
(* Mittels eines neuen EDV-Moduls wurden Doppelnennungen etc. eliminiert. Deshalb ist ein Vergleich mit dem Vorjahr nicht möglich). Auf der Volksschulstufe wurden 8 (8) Klassen mit "Erweitertem Musikunterricht" geführt. 6.3 Hauptarbeitsgebiete Neben den direkten Schulkontakten (Unterrichtsbesuche, Besprechungen, Zusammenarbeit mit Schulleitungen und Behörden) ging es vor allem darum, Vorhaben direktionsintern zu Ende zu führen, die von Inspektorinnen und Inspektoren geleitet wurden oder an denen sie massgebend beteiligt waren. So wurden an den 27 (22) ganz- oder halbtägigen Inspektoratskonferenzen so wie an weiteren Klausurtagungen mit Schwergewicht folgende Bereiche behandelt: Wöchentliche Klassenstunde, Anforderungen für die Grundausbildung, definitive Regelung Blockzeiten, ein neues Modell für den Realienunterricht an der Sekundarschule Frenkendorf, Biblische Geschichte auf der Primarschulstufe, Expertwesen "Deutsch für Fremdsprachige", Notengebung und Bemerkungen im Zeugnis, Übertrittsverfahren Primar-/Sekundarstufe I, Ambulatorium Laufental, Handbuch Kindergarten, Vorgehen beim Beschaffen eines neuen Lehrmittels, Hochbegabte/Begabtenförderung, behinderte Kinder in Regelklassen, Unterrichtsstörungen, Aufsicht Privatschulen, Junglehrkräftebetreuung, Rechtschreibereform, 45-Minutenlektion an der Primarschule, Konzept Handreichungen, Architektur der neuen Lehrpläne. Breiten Raum nahm die Mitarbeit an der neuen Bildungsgesetzgebung ein. Die an fünf Abenden durchgeführte Fortbildungsveranstaltung für Schulpflegerinnen und Schulpfleger fand bei den ca. 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmern ein gutes Echo. Es ging neben der Vorstellung der verschiedenen Aufgabengebiete vor allem um den Unterrichtsbesuch und das anschliessende Feedback der Behördenmitglieder. Mit einer Delegation der Rektorate der Basler Orientierungsschule wurde die Mehrjahrgangsklasse in Lauwil besucht. Das Schulinspektorat liess sich bei der International School in Bottmingen über diese Privatschule informieren und nahmen Einblick in deren Unterricht. Der Besuch der Integrationsklasse in Basel-Stadt vermittelte einen Einblick, wie in Basel-Stadt mit der Migrationsproblematik umgegangen wird. Schliesslich informierte die Verkehrsabteilung der Polizei über die Verkehrserziehung. Im Januar 1996 führte die Dienststelle, unterstützt durch den Verein "Jugend und Wirtschaft", eine Tagung zum Thema "Arbeitslosigkeit" mit den Schulleitungen, den BWK-Lehrkräften sowie mit den Lehrkräften für Wirtschaftskunde an den Sekundarschulen durch. Es wurde für die austretenden Seminaristinnen und Seminaristen im Rahmen der Aktion "Stufenhorizont" Einblick in andere Schulstufen organisiert. Die Expertinnen- und Expertentagung im Juni auf Castelen diente der Vertiefung der Beurteilungskriterien bei der Arbeit mit Erweiterten Lernformen. Im November wurde für die Primarlehrkräfte eine weitere Impulstagung für das Fach "Biblische Geschichte" mit 120 Teilnehmerinnen und Teilnehmern durchgeführt. Die interne Fortbildung, die der persönlichen und fachlichen Entwicklung der Schulinspektorinnen und -inspektoren dient, umfasste regelmässige Intervisionssitzungen, Institutionenbesuche, erwähnt sei ein Tagesausflug ins Pestalozzianum nach Zürich, Arbeitsplanungen und Problemlösungen im Zusammenhang mit den sich verändernden Anforderungen an die Dienststelle. Die Teilnahme an ausserkantonalen Anlässen ermöglichte vielen Mitgliedern des Inspektoratsteams eine "Horizonterweiterung". 6.4 Lehrpläne, Lehrmittel Das Lehrmittel "Fadenflip I + II" wurde für die Lehrkräfte Textilarbeit/Werken eingeführt. Die neuen Arbeitsblätter für den Geometrieunterricht auf der Primarschulstufe konnten abgegeben werden. Für die Realschule fand die Evaluation des kantonseigenen Mathematiklehrmittels und für die Sonderklassen das neue Lehrmittel "Mathematik erleben" statt. An 5 Sekundarklassen wurde das Berner Geographielehrmittel erprobt. An 6 Sekundarschulen wurde ein neues Englischlehrmittel evaluiert. Der Erziehungsrat nahm Kenntnis vom Evaluationsbericht des Primarschullehrplans und beauftragte das Schulinspektorat die Ergebnisse bei der Lehrplanüberarbeitung einzubinden. Der Rahmenlehrplan zum Hauswirtschaftsunterricht wurde basierend auf den Grundlagenbericht "Hauswirtschaft 2000", fertiggestellt. Der kantonale Rahmenplan für den Kindergarten und der Lehrplan für den fächerübergreifenden Bildungsauftrag "Informatikunterricht Sekundarstufe I" wurden zuhanden des Erziehungsrates erarbeitet. Die Einführung des Informatikunterrichtes auf der Sekundarstufe I wurde mit der Genehmigung des Lehrplans und des Berichts an den Landrat abgeschlossen. 6.5 Umfragen – Einsatzmöglichkeiten des Lehrmittels "Peperoni" bei den Hauswirtschaftslehrkräften – Mathematiklehrmittel "Realschule" – Befragung "Frühlesen/-rechnen" – Weitere Tätigkeit der Schulabgängerinnen und Schulabgänger aus den Berufswahlklassen und den 4. Klassen der Sekundarschulen – Jugendliche ohne Arbeitsplatz beim Schulaustritt Schuljahr 1995/96 – Stellenlose Lehrkräfte zu Beginn des Schuljahres 1996/97 – Ausbildungsbedarf "Wirtschaftskunde" für Sekundarschullehrkräfte 6.6 Publikationen – "Geschlechterbewusste Pädagogik" Schulnachrichten 5/96 – Tätigkeit der Jugendlichen nach der Volksschulzeit – Eckdaten zur Organisation des neuen Schuljahres – Artikel in Schulnachrichten 3/96: "Sonderabfälle aus den Volksschulen" 6.7 Kindergarten Die Schulinspektorinnen konnten die Kontakte zu den Schulbehörden vertiefen, boten einerseits Kurse an und unterstützten andererseits durch ihre Beratung. Vor allem beim Bau von neuen Kindergärten wurde ihre Sicht eingebracht. Die Einführung von zwei Expertinnen "Deutsch für Fremdsprachige" hat sich bewährt. Mit dem Kursangebot "Erweiterte Lernformen" wurde einem Wunsch vieler Lehrkräfte entsprochen. 6.8 Ausserschulische Musikerziehung Die Erarbeitung der wesentlichsten Eckwerte für die Jugendmusikschule im neuen Bildungsgesetz konnte zuhanden des Landrats abgeschlossen werden. Die Integration des Jugendmusikschulwesens in das gesamte Schul- und Bildungswesen des Kantons ist somit vorgezeichnet. Der Kanton stellte den Gemeinden für die insgesamt 15 JMS Subventionen von Fr. 6'512'201 (Fr. 6'382'492) zur Verfügung. Damit wurde der Unterricht von 14'413 (13'183) Schülerinnen und Schülern im Kanton finanziell unterstützt. An der Musikakademie Basel studierten 58 (60) Personen aus dem Kanton Basel-Landschaft. Die Subventionshöhe betrug Fr. 2'073'175 (Fr. 1'964'474). Im Rahmen der Schulabkommen wurden an folgende Musikschulen Gelder von 324'199 Franken (222'136) für 54 (39) Studierende aus dem Kanton Basel-Landschaft gesprochen: Jazzschulen Basel und Luzern, Konservatorien: Luzern, Freiburg, Lausanne, Bern, Biel, Zürich. Winterthur und Schaffhausen Aufgrund der gesetzlichen Verpflichtungen zur Förderung kultureller Bestrebungen im Bereich der Musikerziehung leistete der Kanton Beiträge von 83’146 Franken (86’512) an die Knabenkantorei Basel, das Jugendsinfonieorchester der Regio, das Dreiländerensemble, den Musikverband Baselland, die Vereinigung der Musikschulen Baselland, die Jeunesse Musicale de Suisse, sowie an ausserordentliche musikalische Projekte und an Fortbildungskurse für Lehrkräfte und Schulleitungen. 6.9 Laufental Die schrittweise Integration ins Baselbieter Schulwesen verläuft weiterhin planmässig. Es wurden weitere Informationsveranstaltungen durchgeführt. Ab Sommer 1996 werden die ersten drei Primarklassen nach dem Baselbieter Primarschullehrplan unterrichtet. Das heilpädagogische Ambulatorium in Laufen wird bis im Jahr 2003 weitergeführt. Die Rahmenrichtlinien wurden von der Erziehungsdirektion genehmigt. 6.10 Jugend- und Gesellschaft Die Koordination der Aktivitäten im Bereich der Jugend- und Gesellschaftsfragen befindet sich zur Zeit in einer Konsolidierungsphase. Die Schulen der Sekundarstufe I sind insgesamt mit knapp Fr. 200‘000.– bedacht worden, die sie für ihre Präventionsaktivitäten haben einsetzen können. Eine Übersicht macht allen Schulen transparent, was an den einzelnen Schulen geplant und umgesetzt wird. Die Tagung "Phantasie wagen" ist in Zusammenarbeit mit Delegiertengruppen organisiert worden. Sie hatte zum Ziel, die Arbeit der Delegierten in der Schule, den Gemeinden, und darüber hinaus zu koordinieren und zu vernetzten. Die nächste Tagung "Mit Lehrkräften und Eltern am gleichen Strick ziehen" ist auf den 19. März 1997 geplant. Das Konzept sieht ein engeres Zusammengehen von Schule und Elternhaus und vor allem auch die Zusammenarbeit mit Basel-Stadt vor. Es wurde anlässlich eines Medien-Apéros im Herbst in Liestal vorgestellt. Anlässlich der beiden ordentlichen Delegiertentreffen wurden die Delegierten mit dem Thema Früherfassung konfrontiert, in die Vorbereitung der Tagung "Phantasie wagen" einbezogen und zur Arbeit ihrer Schulen in der AlDS-Prävention befragt. Die Befragung der Schulen (Schülerinnen und Schüler des 8. und des 10. Schuljahrs) und der Delegierten zum Aidskonzept wurde abgeschlossen. Die Auswertung der Daten erfolgt in diesen Wochen. Im März 1997 ist ein abschliessender Bericht zu erwarten. Eine Diplomarbeit zum Thema "Jugend und Gesellschaftsfragen" hat Aufschluss gegeben über die Bedeutung der neun Thesen für die Präventionsarbeit an den Schulen. Die Evaluation des "Jugend- und Gesellschaftswesens" ist in Auftrag gegeben und wird im Laufe des kommenden Jahres Resultate zeitigen. Die Stabsgruppe "Prävention" hat im erweiterten Kreis erkannt, dass Alkoholprävention Not tut. Die Konzepterarbeitung für eine Kampagne ist in Auftrag gegeben worden. Der Präventionsbeauftragte hat sich ideell und/oder materiell an folgenden Projekten mitengagiert: – Nichtrauchen und Sport (Informationsstelle Nichtrauchen beider Basel) – "Weil ich ein Mädchen bin" (Forumtheater) – Lärmschutz (Schutz vor Schall und Laser, Lärmschutzbeauftragter BL) – Theater "Rasenspiele" (Gymnasium Münchenstein) – Ideen- und Projektwettbewerb Laufental (Judro/wake up) – Migrationsprojekt Internetz (AKOD Basel) In "Mehr vom Leben": – Unsere Schulen: rauch- und alkoholfreie Zonen – Eltern-Lehrkräfte: eine zwingende Partnerschaft – Delegierte für Jugend- und Gesellschaftsfragen: Auf der Suche nach einer klaren Rolle 6.11 Turnen und Sport Die Qualität im Turn- und Sportunterricht stand im Zentrum der Diskussion. Sie soll mit folgenden Mitteln erhalten und verbessert werden: Das zweite Jahr nach Einführung des neuen Expertinnen- und Expertenwesens zeigte die Grenzen des neuen Systems auf. Nicht alle Fachpersonen sind imstand, die an sie gestellten Anforderungen quantitativ zu erfüllen. Das volle Pensum einerseits und der gute Wille, möglichst keine eigenen Stunden ausfallen zu lassen, reduzieren die Einsatzmöglichkeiten als Experte oder Expertin. Die Beteiligung zahlreicher Mannschaften an den regionalen und kantonalen Sportanlässen (Kantonaler Geländelauf, Baselbieter Orientierungslauf, Kantonales Mini-Volleyballturnier mit Qualifikationsturnieren, Basler Basketballturnier) sowie am Schweizerischen Schulsporttag (inkl. den zahlreichen Qualifikationswettkämpfen) zeigte einen deutlichen Aufwärtstrend. Ganz offensichtlich wirkte die Animation der Turn- und Sportlehrkräfte und deren Bereitschaft, ausserhalb des Regelschulbetriebes als Betreuerperson zu wirken. Noch ist das angekündigte neue Lehrmittel nicht auf dem Markt. Der Grundlagenband ist zur Zeit im Druck, die Stufenbände werden Ende 1998 erscheinen. Das Schulinspektorat erarbeitete eine konzeptionelle Vorgehensweise für die allfällige Einführung des Lehrmittels ab 1999. Anlässlich einiger Tagungen war die Qualität im Schulsport ein Thema. Dabei spielte die Bedrohung des in der Bundesgesetzgebung festgelegten 3-Stunden-Obligatoriums eine wesentliche Rolle. In diesem Zusammenhang nahm das Schulinspektorat den Auftrag entgegen, die Qualität des Fachs Turnen und Sport an der Volksschule zu evaluieren. 6.12 Hauswirtschaft und Textilarbeit/Werken Die Einführung des Expertinnenteams zur Unterstützung der Inspektorin in den Bereichen Hauswirtschaft und Textilarbeit/Werken hat sich zur Qualitätssicherung des Unterrichtes und für die Beratung bewährt. Es konnte der Prozess zur Bewusstmachung der Gleichwertigkeit der Arbeitsbereiche/Lebensbereiche: Erwerbsarbeit/Erwerbsleben und private Alltagsarbeit/privates Alltagsleben in Gang gebracht werden. Bei den Vorbereitungsarbeiten zum "Internationalen Tag der Hauswirtschaft" vom 21. März 1997 in Basel konnte tatkräftig mitgearbeitet werden. 6.13 Interkulturelle Pädagogik Die Arbeiten zum Manual "Interkulturelle Pädagogik" konnten abgeschlossen werden. Die Vorbereitungsarbeiten für die Einführung für Expertinnen im Bereich "Deutsch für Fremdsprachige" wurden getätigt. Gemeinsam mit dem Nachbarkanton Basel-Stadt und dem Bundesamt für Gesundheitswesen (BAG) beteiligt sich unser Kanton am Projekt "Internetz: Interkulturelle Sucht- und Gewaltprävention". Die Gruppierungen und Beratungsstellen in der Region, die sich für präventive Massnahmen einsetzen oder Präventionsangebote beanspruchen möchten, sollen systematisch vernetzt werden. Insbesondere soll ein Netz von Mediatorinnen und Mediatoren aus der Migrationsbevölkerung aufgebaut werden. |
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| Fortsetzung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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