97/40; Amtsbericht 1996; Teil 69
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| 8 Weiterführende Schulen 8.1 Gymnasium Liestal Der Lehrkörper setzte sich im Schuljahr 1995/96 aus Rektor, 2 Konrektorinnen, 1 Konrektor, 61 (53) Hauptlehrerinnen und -lehrern und 56 (61) angestellten Lehrpersonen zusammen. An den Diplomprüfungen im Juni 1996 haben 62 Kandidatinnen und Kandidaten bestanden, 3 Kandidatinnen haben nicht bestanden (27/0). An den Maturitätsprüfungen im Dezember 1996 haben 126 Kandidatinnen und Kandidaten bestanden, ein Kandidat hat nicht bestanden (137/1): 3 Typus A, 32 Typus B, 15 Typus C, 22 Typus D, 40 Typus E, 14 Typus M). Die Aufsichtskommission trat zu 8 (9) Sitzungen, einer gemeinsamen Sitzung mit dem Konventsvorstand sowie zu einer Gesamtsitzung aller Aufsichtskommissionen im Seminar Liestal zusammen und nahm am Eröffnungskonvent des Schuljahres, der Schulhauseinweihung sowie an der Matur- und der Diplomprüfungskonferenz teil. Einzelne Mitglieder der Aufsichtskommission nahmen an der Erarbeitung des Leitbilds in Colmar teil Die Aufsichtskommission behandelte nebst den ordentlichen Geschäften Weiterbildungsurlaube, Themenkurse, Freifächerlisten, Bildungsreisen, Arbeitswochen, das Projekt der Erwachsenenbildung am Gymnasium Liestal, Rekurse und Personelles. Sie hat sich zur Verkürzung der Gymnasialdauer vernehmen lassen und arbeitete in den Arbeitsgruppen Selektion und Übertritt, Teilautonomie und Sponsoring mit. Adrian Ballmer gab Ende April das Präsidium ab. Als Nachfolgerin wurde Beatrice Geier-Bischoff gewählt. Die Aufsichtskommission wählte 9 provisorisch gewählte Hauptlehrerinnen und -lehrer definitiv, 9 neue Hauptlehrerinnen und -lehrer provisorisch. Die Mitglieder der Aufsichtskommission besuchten Schulstunden, Probelektionen, Lehrerkonvente, die mündlichen Maturitäts- und Diplomprüfungen und weitere schulische Veranstaltungen. 8.2 Gymnasium Münchenstein Der Lehrkörper setzte sich im Schuljahr 1996/97 wie folgt zusammen: Rektor, 3 Konrektoren, 67 (61) beamtete Hauptlehrerinnen und -lehrer, davon 48 (38) mit Teilpensum, und 70 (75) angestellte Lehrkräfte (inkl. Instrumentallehrkräfte). An den Diplomprüfungen im Juni 1996 erlangten alle 48 (36) Kandidatinnen und Kandidaten das Diplomzeugnis. An den Maturprüfungen im Dezember 1996 erlangten 145 von 149 Schülerinnen und Schülern (132) das Maturitätszeugnis (1 Typus A, 57 Typus B, 22 Typus C, 21 Typus D, 38 Typus E, 7 Typus M). Die Aufsichtskommisssion trat zu 8 (8) ordentlichen Sitzungen zusammen und nahm an der Maturprüfungskonferenz teil. In einer Arbeitsgruppe, bestehend aus Lehrkräften und 2 Mitgliedern der Aufsichtskommission, wurde der Bereich "Wahlverfahren" bearbeitet um festzustellen, inwieweit sich Wünsche und Anregungen der Lehrerschaft mit Möglichkeiten und Bereitschaft der Aufsichtskommission, darauf einzugehen, decken. Das Mündigkeitsalter 18 brachte erwartungsgemäss keine erhöhte Anzahl von Beschwerden an die Aufsichtskommission. Die von Schülerinnen und Schülern selbst verfassten Stellungnahmen waren jedoch bezüglich Gedankengänge und Beweisführungen oft interessanter und überraschender als die der Eltern. 8.3 Gymnasium Muttenz Der Lehrkörper setzte sich im Schuljahr 1996/97 aus Rektor, 4 Konrektoren, 68 (65) Hauptlehrerinnen und -lehrern und 77 (75) Lehrbeauftragten und angestellten Lehrerinnen und Lehrern zusammen. An den Maturitätsprüfungen im Dezember erlangten 155 (143) Kandidatinnen und Kandidaten das Maturitätszeugnis: 2 (0) Typus A, 33 (29) Typus B, 31 (40) Typus C, 22 (28) Typus D, 59 (42) Typus E, 8 (4) Typus M; drei Kandidatinnen und Kandidaten bestanden die Prüfung nicht. Alle 50 (33) Kandidatinnen und Kandidaten bestanden die Diplomprüfung im Juni. Die Klassen dieser 205 (176) erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen (Tabelle Ziff. 4) umfassten zu Beginn ihrer Gymnasialzeit im Sommer 1993 (1992) 234 (218) Schülerinnen und Schüler (Ziff. 1). Ausfälle ergaben sich durch Remotionen, freiwillige Austritte, Wegzüge usw. Sie betragen gesamthaft 70 (75) Schülerinnen und Schüler oder 30 % (34 %) des Anfangsbestandes (Ziff. 2 und 3). Es durchliefen also durchschnittlich 70 % (66 %) das Gymnasium erfolgreich in der Normalzeit von 3 1/2 Jahren. Die Klassenbestände der erfolgreichen Absolventinnen und Absolventen (Ziff. 4) sind höher als die Anfangsbestände abzüglich der Ausfälle (Ziff. 1 minus Ziff. 2). Durch Repetitionen, spätere Eintritte, Typuswechsel ergibt sich ein Zuwachs von 41 (33) Schülerinnen und Schülern oder 18 % (15 %) des Anfangsbestandes der Abschlussklassen (Ziff. 5 und 6). Viele der unter Ausfälle vermerkten Schülerinnen und Schüler erscheinen im gleichen Jahr wegen Typenwechsels oder ein Jahr später wegen Repetition wieder unter der Rubrik Zuwachs. Die Zahlen variieren nach Typen. In der Diplomabteilung (DMS 3) handelt es sich bei den Austritten in der Regel um freiwillige Austritte (Lehre usw.). Nach Typen gegliedert ergeben sich folgende Zahlen: 1. Bestand zu Beginn der 1. Klasse 2. Ausfälle während der Schulzeit und an der Matura 3. Ausfälle in Prozent 4. Bestände der erfolgreichen Absolventen 5. Zuwachs während der Schulzeit 6. Zuwachs in Prozent
8.4 Gymnasium Oberwil Der Lehrkörper setzte sich im Schuljahr 1996/97 aus dem Rektor, drei Konrektoren, 57 (51) beamteten und 55 (71) angestellten Lehrerinnen und Lehrern zusammen. 81 (83) dieser insgesamt 112 (122) beamteten und angestellten Lehrerinnen und Lehrer unterrichteten im Teilpensum. Ebenfalls für ein Teilpensum angestellt sind 20 (23) Instrumentallehrerinnen und -lehrer. Insgesamt (Sekretariat, Bibliothek und Laboratorien eingeschlossen) beträgt das Arbeitsvolumen 84,5 (83) Vollzeitstellen. Davon entfielen 28 % (24) auf 51 (51) Frauen und 72 % (77) auf 93 (97) Männer. Die Schülerzahl betrug im ersten Halbjahr 633 (592) und im zweiten Halbjahr - unter Einschluss der neuen ersten Klassen - deren 818 (808) Schülerinnen und Schüler. Die Maturitätsprüfungen bestanden alle 170 (129 von 130) Kandidatinnen und Kandidaten, 1 Schülerin (0) im Typus A, 38 (33) im Typus B, 40 (26) im Typus C, 23 (16) im Typus D, 56 (42) im Typus E und 12 (10) im Typus M. Die Diplomprüfungen der DMS 3 wurden dieses Jahr erstmals getrennt von den Maturitätsprüfungen nach drei Jahren Schuldauer im Juni abgenommen. Alle 39 (18) Kandidatinnen und Kandidaten haben sie bestanden. Die Tatsache, dass der erste Jahrgang die DMS 3 abschloss, wurde zum Anlass für eine breite Evaluation bei Lehrkräften und Schülerinnen/Schülern genommen. Sowohl die Schulleitung als auch die DMS 3-Kommission der Rektorenkonferenz beschäftigte sich damit, die Vorteile dieser tiefgreifenden Reform hervorzuheben. Als positiver Punkt erwies sich bei der Ausbildung vor allem die vielseitigeren Schlüsselqualifikationen, welche die Schülerinnen und Schüler erworben haben Die Lehrkräfte äussern sich im allgemeinen positiv zum Unterricht in der DMS 3. Eine Auswertung der beiden erste Wahlkurszyklen bei den Schülerinnen und Schülern in den dritten und vierten Klassen ergab eine weitgehende Zufriedenheit mit dieser Einrichtung. Schulleitung, Lehrer- und Schülerschaft starteten nach einem schulinternen Fortbildungskurs über die Kommunikation ein Projekt von gegenseitigem Feedback, das im nächsten Jahr ausgewertet werden wird, einen bereits recht gut funktionierenden Mittagstisch und eine gemeinsam getragene Schulzeitung. Die Auswertung der Umfrage unter den Ehemaligen ist in ihrem allgemeinen Teil abgeschlossen, im nächsten Jahr wird eine Auswertung nach Fachschaften vorgenommen werden. eine Projektgruppe beschäftigte sich mit der Vorbereitung von Jubiläumsveranstaltungen 1997, welche nicht auf Zeremonien, sondern auf die Belebung der Schulkultur und Entwicklung der Unterrichtsqualität hinzielen. Die Aufsichtskommission trat zu 11 (8) Plenumssitzungen unter der Leitung ihres Präsidenten oder Vizepräsidenten zusammen. Sie konnte 5 (5) beamtete Stellen von 50% oder 25% (Aufstockung eines Pensums) neu besetzen. Drei schwierige Personalentscheide wurden getroffen, von denen zwei juristische Auseinandersetzungen auf übergeordneter Ebene nach sich zogen. Ferner überwachte sie die Schulanlässe und konnte mehrere gut vorbereitete Projekte und Schulanlässe bewilligen. 8.5 Gymnasium Laufen Der neue Staatsvertrag der beiden Trägerkantone Baselland und Solothurn wurde am 15. Juni anlässlich der Maturfeier durch die beiden Erziehungsdirektoren öffentlich unterzeichnet. Er trat am 1. August in Kraft. Gemäss Vertrag ist der Kanton Baselland für die personalrechtlichen und die pädagogischen Fragen zuständig. Das Gymnasium Laufen ist in den Baselbieter Gymnasialverbund aufgenommen worden. Der Kanton Solothurn trägt die Verantwortung für die finanziellen Aspekte der Schule und für das Schulhaus in Laufen. Auf Wunsch des Kantons Solothurn bleibt die Aufnahmeprüfung in die Unterstufe erhalten und wird auf die Führung einer DMS 3 in Laufen verzichtet. Damit eine exakte Aufteilung der Kosten nach Schülerzahl auf die beiden Trägerkantone möglich ist, wird für das Gymnasium Laufen durch den Kanton Solothurn eine Vollkostenrechnung geführt. Der schrittweise Wechsel der Schule vom Kanton Bern zum Kanton Baselland konnte programmgemäss weitergeführt werden. Die wichtigsten Schritte des Jahres waren die Regelung der Mischpensen Ober- und Unterstufe, die Einfüh-rung der neuen Promotionsordnung und die Einführung von Semesterarbeiten im zweitletzten Schuljahr vor der Matur. Zudem wurde die neue Stundentafel für die Unterstufe durch die politischen Gremien beider Kantone akzeptiert, so dass ab 1997 das Untergymnasium Laufen aufsteigend wie die Baselbieter Progymnasien strukturiert sein wird. Dieser Strukturwechsel hat im Bezirk Thierstein des Kantons Solothurn teilweise heftigen Widerstand ausgelöst. Nach den Maturitätsprüfungen im Juni konnten 32 (29) Maturitätszeugnisse der Typen B, C und E ausgestellt werden. Maturitätsprüfungen des Typus E fanden dabei erstmals in Laufen statt. Dies führte zur Überprüfung der Schule durch die Eidg. Maturitätskommission und zur rückwirkenden Anerkennung des Typus E in Laufen durch das EDI. Im Schreiben der Maturitätskommission wird das Fehlen von unterstützendem Personal (Laborant, Mechaniker) für naturwissenschaftliche Fächer bemängelt. Das Regionale Gymnasium Laufental-Thierstein zählt 353 (341) Schülerinnen und Schüler, die praktisch zu gleichen Teilen aus beiden Kantonen stammen. 186 werden in der Unterstufe (6. - 9. Schuljahr), 167 in der Oberstufe (10. - 13. Schuljahr) unterrichtet. Für den Unterricht der 19 (19) Klassen waren 49 (47) Lehrpersonen im Einsatz: 23 (22) beamtete Lehrkräfte mit Vollpensum (inkl. Rektor und Konrektor), 8 (9) beamtete Lehrkräfte mit Teilpensum, 3 (2) Lehrbeauftragte und 15 (14) angestellte Lehrkräfte. Ihnen zur Seite stehen 1 (1) Sekretärin, 2 (2) Hauswarte und 1 (1) Bibliothekarin (halbes Pensum). Die Aufsichtskommission trat zu 9 (11) Sitzungen zusammen. Sie beschäftigte sich neben den ordentlichen Geschäften vor allem mit der Vorlage zur Verkürzung der Oberstufe und der Umsetzung des MAR. 8.6 Diplommittelschule (DMS 2) der Handelsschule des Kaufmännischen Vereins (KV) Baselland Aufsichts- und Berufsbildungskommission (ABK) Die ABK der Handelsschule KV Baselland ist zu 3 (3) Sitzungen zusammengekommen. Die 3 Subkommissionen der ABK, die Schulortskommissionen der Standorte Liestal, Muttenz und Münchenstein/Reinach, führten je zwischen 3 - 5 Sitzungen durch. Die ABK hat sich - nebst den ordentlichen Traktanden zur Behandlung des Jahresabschlusses, des Revisionsberichts, des Budgets und der Klassenbildung - mit folgenden Themen beschäftigt: – Organisationsstruktur der Schulleitung Liestal – Wahl von 2 neuen Mitgliedern der Schulleitung Liestal – Sparvorhaben/Budgetkürzungen 1997 – Teilbezug des Sandoz-Ausbildungszentrums Muttenz (SAZM) durch die DMS 2. Handelsmittelschule (HMS) Nach 3jähriger Ausbildung und bestandener Diplomprüfung wurde in Liestal 74 (87), in Münchenstein/Reinach 110 (85) jungen Damen und Herren das eidg. Handelsdiplom ausgehändigt. Neueintritte wurden verzeichnet: in Liestal (72) 80 in 4 (4) Klassen, in Münchenstein/Reinach 167 (135) in 8 (6) Klassen. Kaufmännische Vorbereitungsschule (KVS) In Liestal traten 66 (50) Schülerinnen und Schüler in 4 (3) Klassen ein, in Münchenstein/Reinach 67 (72) Schülerinnen und Schüler in 4 (4) Klassen. Diplommittelschule 2 (DMS 2) Im Juni konnten 89 (82) Schülerinnen und Schüler das kantonal anerkannte Diplom und 15 (16) das interkantonal anerkannte Diplom entgegennehmen, während Mitte August 202 (209) Schülerinnen und Schüler in 9 (9) neue Klassen eintraten. Lehrkräfte Der Lehrkörper setzte sich an den einzelnen Schulorten wie folgt zusammen:
8.7 Lehrerseminar Liestal Das Lehrerseminar zählte 28 (28) beamtete Lehrkräfte (inkl Rektor), 18 (17) Lehrbeauftragte, 23 (27) angestellte Lehrkräfte, 172 (196) Praxislehrkräfte. Auch von den beamteten Lehrkräften unterrichten einige im Teilpensum. 171 (183) Seminaristen und Seminaristinnen befanden sich in Ausbildung, davon 113 (114) in den Ausbildungsgängen für Primarlehrkräfte und 58 (69) Kindergartenlehrkräfte. Im August begannen die Reform-Studiengänge für die Ausbildung von Lehrkräften für die Primarschule 31 mit 64 (65) Teilnehmerinnen und Teilnehmern mit Diplom- oder Maturitätsabschluss oder Berufsabschluss (14) und für Kindergarten/Unterstufe mit 37 (15 im früheren Kindergartenkurs) Teilnehmern und Teilnehmerinnen. Im Schuljahr 96/97 begann der Vorkurs 6 für Berufsleute mit 8 (5) Teilnehmerinnen und Teilnehmern. Reallehrerausbildung 12 (12) Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben den einsemestrigen Vollzeitkurs und den berufsbegleitenden Teil im 2. Semester 1996 besucht. Unterrichtet haben 17 (18) Dozenten und Dozentinnen und 19 (15) Praxislehrkräfte. Diplomprüfungen Im Juni wurden 37 (42) Seminaristinnen und 7 (15) Seminaristen des Primarlehrerkurses 29 (2 Nachdiplome) und 16 (27) Seminaristinnen des Kindergärtnerinnenkurses 23 diplomiert. Lehrerschaft und Schulleitung setzen die ausbildungsbezogenen Reformbeschlüsse im Schuljahr 1996/97 um. Der grösste Teil aller erforderlichen Studiengrundlagen wird bis Mitte 1997 vorliegen. Teile der Seminarreform sind auf die 2. Etappe verwiesen worden. Mit dazu gehört die Abklärung und Entscheidfindung zu einer gemeinsamen Lehrkräfteausbildung beider Basel. Die paritätisch zusammengesetzte Arbeitsgruppe hat ihre Arbeit aufgenommen und wird den entsprechenden Bericht in der ersten Hälfte 1997 abgeben. Die Aufsichtskommission behandelte in 10 (9) ordentlichen und 2 (2) ausserordentlichen Sitzungen die Sach- und Wahlgeschäfte. |
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| Fortsetzung | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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