Bericht Nr. 2003-180 an den Landrat


Stellungnahme von Arcoplan Generalplaner AG als Architektin
15. August 2003

Sehr geehrte Damen und Herren


Die GPK-PUK hat die Arcoplan eingeladen, zum Schlussbericht eine Stellungnahme abzugeben.


Die Arcoplan hat den Schlussbericht der GPK-PUK vom 18. Juni 2003 mit Respekt zur Kenntnis genommen und möchte den Mitgliedern der GPK-PUK für ihre grosse Arbeit danken.


Der von der GPK-PUK einstimmig verabschiedete Bericht zeigt im Detail das Handeln der Staatsverwaltung im Zusammenhang mit den Um- und Erweiterungsbauten des Kantonsspitals Liestal (KSL) auf. Er wirft insbesondere ein klärendes Licht auf das Verhalten der Bau- und Umweltschutzdirektion (BUD) und des Hochbauamtes (HBA), welche für das Projektmanagement und die Kostenentwicklung verantwortlich zeichneten.


In der Tat hat die mit uneingeschränktem Akteneinsichtsrecht ausgestattete GPK-PUK als neutrale Instanz die Verantwortlichkeiten rund um die Vorkommnisse beim Projekt KSL ins rechte Licht gerückt. Das Resultat zeigt, dass die Arcoplan zu Unrecht zum Sündenbock für die eingetretenen Kostenüberschreitungen gemacht worden ist, welche auf das unzulängliche Projektmanagement und die unklaren Verantwortlichkeiten innerhalb der BUD und des HBA zurückzuführen sind.


Die Parlamentsmitglieder werden sich nach dem Studium des Schlussberichts der GPK-PUK selbst ein Bild machen. Die Arcoplan vertraut auf das Urteilsvermögen und auf den Sinn für Gerechtigkeit des Parlaments: Wir rechnen zuversichtlich mit einer politisch abgestützten, öffentlichen Rehabilitation sowie mit einer entsprechenden finanziellen Wiedergutmachung.


Aus Sicht der Arcoplan sind die folgenden zentralen Erkenntnisse aus dem Bericht der GPK-PUK wesentlich (alle in Klammern zitierten Seitenzahlen verweisen auf den Bericht GPK-PUK):


Wir möchten an dieser Stelle noch einmal darauf hinweisen, wie wichtig die von der GPK-PUK erreichte Darstellung der tatsächlichen Verhältnisse - neben den Erkenntnissen für die zukünftige Abwicklung von Grossprojekten - für uns ist, nachdem es der Bau- und Umweltschutzdirektion in der Vergangenheit mehrfach gelungen ist, andere Gremien, Institutionen, staatliche Stellen und Auftraggeber über die Rolle der Arcoplan zu täuschen und deren Reputation aufs schwerste zu schädigen.


Obwohl gerade die Nutzer und Patienten des KSL mit den Um- und Erweiterungsbauten sehr zufrieden sind und einhellig von einer guten Leistungserbringung sprechen, wurden die dafür massgeblichen Leistungen der Arcoplan bisher nicht honoriert: Zu Unrecht, wie der Schlussbericht der GPK-PUK aufzeigt.


In das gleiche Kapitel fällt die uns aus gut unterrichteten Kreisen mitgeteilte Tatsache, dass von Seiten der Regierung des Kantons Basel-Landschaft eine interne Boykott-Weisung ergangen ist, keine Aufträge mehr an die Arcoplan zu vergeben.


Es ist zu hoffen, dass der Landrat rasch und effizient für eine angemessene Wiedergutmachung sorgt: von der politisch abgestützten, öffentlichen Rehabilitation über eine angemessene Entschädigung für gehabte Verteidigungskosten von 0.8 Mio. Franken bis hin zur Begleichung der ausstehenden Honorarforderung für geleistete Arbeiten in der Höhe von 1,27 Mio. Franken.



Mit freundlichen Grüssen


Arcoplan Generalplaner AG
Ulrich Raeber



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