2007-264 (1)
Bericht Nr. 2007-264 an den Landrat |
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Bericht der:
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Bildungs-, Kultur- und Sportkommission
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vom:
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19. Dezember 2007
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zur Vorlage Nr.:
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Titel des Berichts:
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Zur Vorlage betreffend Postulat Robert Ziegler, SP: berufliche Integration ( 2006/288
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Bemerkungen:
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1. Ausgangslage
Am 16. November 2006 reichte Landrat Robert Ziegler das Postulat betreffend berufliche Integration ein. Er ersucht darin den Regierungsrat, zu prüfen und zu berichten,
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ob und mit welchen Massnahmen schulschwache Jugendliche während ihrer Attestausbildung stützend begleitet werden können
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ob und wie die Anforderungen der Attestausbildung so modifiziert werden können, dass ihnen auch Kleinklassenabgängerinnen und -abgänger gewachsen sind
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ob und wie allenfalls ein drittes Niveau der beruflichen Integration geschaffen werden kann
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1.
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Um eine gute schulische Förderung zu ermöglichen, werden bei den Attestlehren kleine Klassen gebildet.
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2.
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Die Lehrpersonen erfüllen zusätzliche Anforderungen.
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3.
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Die fachkundige individuelle Begleitung der Lernen den wird sichergestellt.
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4.
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Die verantwortlichen Lehrpersonen stehen allen Part nern als Ansprechpersonen zur Verfügung.
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5.
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Für die BerufsbildnerInnen der Lehrbetriebe und der überbetrieblichen Kurse werden Weiterbildungen angeboten.
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2. Kommissionsberatung
2.1. Organisation der Beratung
Die Vorlage wurde von der Bildungs-, Kultur- und Sportkommission an der Sitzung vom 6. Dezember 2007 beraten. An der Sitzung waren Regierungsrat Urs Wüthrich, Martin Leuenberger, Generalsekretär BKSD, und Ruedi Meier, Amt für Berufsbildung und Berufsberatung, für die Erläuterungen des Sachverhaltes sowie zur Beantwortung von Fragen anwesend.
2.2. Beratung im Einzelnen
Einleitend weist Regierungsrat Urs Wüthrich darauf hin, dass man bei dem Projekt Attestausbildung eine Art Spagat ausführen musste, indem einerseits den schulisch schwachen Jugendlichen Mut gemacht werden sollte und gleichzeitig die Firmen davon überzeugt werden mussten, dass es sich um junge Leute handelt, die durchaus etwas mitbringen. Da die Attestausbildungen zu Beginn eher schlecht geredet wurden, stand ihnen die Privatwirtschaft sehr zurückhaltend gegenüber. Der Kanton übernahm darauf hin eine Art Vorbildfunktion, indem er selbst solche Lehrstellen schuf. Im Anschluss wurde der Kanton erfreulicherweise gar von den Gemeinden übertrumpft. Im Weiteren war aber auch eine intensive Überzeugungsarbeit notwendig. Mittlerweile schafft auch Novartis Plätze für Attestausbildungen, was sehr wichtig für die Akzeptanz in der Wirtschaft ist. Zum Projekt BerufsWegVorbereitung und Begleitung ergänzt er, die Vorlage sei auf dem Tisch.
In der Kommissionsberatung teilt die SP mit, der Postulant anerkenne, dass der Regierungsrat die Situation betreffend Attestausbildungen geprüft und aufgezeigt hat, mit welchen Massnahmen man versucht, den Absolventen der Attestausbildungen Unterstützung zu bieten. Er stellt noch eine Reihe von statistischen Fragen. Die SP schlägt vor, diese zuhanden der Kommission noch zu beantworten und als Anhang dem Kommissionsbericht beizulegen. Die Fraktionen sind mit der Vorlage des Regierungsrates grundsätzlich einverstanden. Es werden Anregungen sowohl zum vorliegenden Problem wie aber auch generell zur Volksschule zuhanden der Bildungsdirektion formuliert. Die SVP stellt die Frage, ob bei einer gesetzlichen Verankerung der fachkundigen individuellen Begleitung auch die entsprechende Anzahl qualifizierter Personen für die Umsetzung vorhanden ist. Zur Zeit absolvieren im Kanton Baselland etwa 25 Leute die Ausbildung, welche sie im Laufe des nächsten oder übernächsten Jahres gestaffelt abschliessen werden. Ob dies ausreicht und ob die entsprechenden finanziellen Mittel dann bereit stehen, werde sich weisen.
Die FDP hat sachlich an der Vorlage nichts auszusetzen. Sie bemängelt, man biete hier im älteren Ausbildungssegment kleine Klassen an, schliesse aber gleichzeitig in der Unterstufe Kleinklassen für die Schwachen, die als absolutes Erfolgsmodell zu bezeichnen seien. Was für die Attestlehren gilt, wäre genauso richtig für die Volksschule. Auch die CVP unterstützt die Vorlage. Sie weist darauf hin, dass die Attestlehren in der Wirtschaft noch nicht die gewünschte Akzeptanz geniessen, wie sie etwa die Anlehre hatte. Es brauche daher viel Überzeugungsarbeit. Auch die Grünen äussern sich positiv zur Vorlage. Sie fragen, welches Segment mit den "80 - 100 Misserfolgen" (Vorlage, Seite 5 oben) gemeint ist und welche Massnahmen man in Betracht zieht, um diese Zahl zu senken. Regierungsrat Urs Wüthrich ergänzt und zeigt die Relationen auf: Es geht um die kleine Gruppe von 80 bis 100 Schülerinnen - von insgesamt ca. 2'500 Schülerinnen und Schüler, die jährlich die obligatorische Schulzeit abschliessen -, die irgendwo 'versickern' und allenfalls ein paar Jahre später etwa via Sozialhilfebehörde beim «Wie weiter?» wieder auftauchen. Diese Jugendlichen möchte man, gerade mit dem Projekt BerufsWegbereitung im Sinne von "früh erfassen und nicht aus den Augen verlieren" bereits auf Sekundarstufe I erfassen, um ein Abgleiten gar nicht erst zu ermöglichen.
Beschlüsse
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Die BKSK erklärt sich damit einverstanden, dass die Antworten der BKSD zu den von Röbi Ziegler gestellten Fragen betreffend Statistik dem Kommissionsbericht angehängt werden.
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Die BKSK erklärt sich einstimmig mit der Abschreibung des Postulats Ziegler einverstanden.
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3. Antrag
Die BKSK beantragt dem Landrat Zustimmung zur Vorlage 2007/264 und damit zur Abschreibung des Postulates 2006/288 .
Füllinsdorf, 19. Dezember 2007
Im Namen der Bildungs-, Kulturkommission und Sportkommission
Der Präsident: Karl Willimann
Beilagen:
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Beantwortungspapier BKSD
[PDF]
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Stellungnahme zur Vorlage 2007-264
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