Protokoll der Landratssitzung vom 29. November 2012

Nr. 879

Regierungspräsidentin Sabine Pegoraro (FDP) widerspricht dem Eindruck, dass beim Gymnasium Münchenstein nichts passiere. Das Hochbauamt ist zusammen mit den Schulleitungen daran, durch Übergangsmassnahmen die Raumsituation zu verbessern: Im Sommer 2012 wurde die Sanierung der Villa Ehinger abgeschlossen, in der die Fachschaft Musik untergebracht ist. Ausserdem wurden die Garderoben im Turnhallentrakt saniert sowie Instandsetzungen und Erneuerungen in den Schulräumen durchgeführt. Im Herbst 2012 wurde im Gymnasium die Heizungssteuerung erneuert um die Innentemperatur anzuheben. In der Aula wurden zusätzliche Heizelemente installiert.


Für das Schuljahr 2014/2015 ist als Auswirkung von Harmos die freie Schulwahl vorgesehen. Auf diesen Zeitpunkt hin sind Raumprovisorien im Gymnasium Münchenstein geplant, damit die Fünftagewoche eingeführt werden kann. Die Landratsvorlage für die Erstellung der Provisorien ist in Vorbereitung.


Bei den langfristigen Sanierungen geht es einerseits um die Aussenhülle, andererseits um den Neu- und den Erweiterungsbau mit den Innensanierungen. Der Regierungsrat musste diese beiden Grossprojekte zusammen mit den ebenfalls sanierungsbedürftigen Gymnasien Liestal und Muttenz priorisieren beziehungsweise posteriorisieren. Der grösste Sanierungsbedarf besteht beim Gymnasium Liestal, vor allem wegen der Asbestproblematik. Das Gymnasium Muttenz wurde priorisiert, weil es ein Teil des Sekundarschulclusters Polyfeld ist. Aus diesen Gründen wurde das Gymnasium Münchenstein posteriorisiert und die beschriebenen Übergangsmassnahmen ergriffen. Der Landrat hat den Baukredit für die Sanierung der Aussenhülle in Höhe von 22 Millionen Franken bereits bewilligt . Für den Erweiterungsbau hat der Landrat gleichzeitig einem Projektierungskredit von 1,86 Millionen Franken zugestimmt. Die Bausumme wird bei diesem Projekt rund 32 Millionen Franken betragen. Die Realisierung der beiden Projekte wird voraussichtlich bis zum Jahr 2022 erfolgen.


Das Hochbauamt hat bereits vor ein paar Wochen den Auftrag erhalten, Abklärungen zu treffen, wie die Projekte beim Gymnasium Münchenstein vorgezogen werden können. Eine Priorisierung wird jedoch Konsequenzen für andere Projekte haben, die dann weniger schnell realisiert werden können.


Marie-Therese Müller (BDP) bedankt sich für die Beantwortung der Interpellation. Sie zeigt, dass beim Gymnasium Münchenstein etwas geschehe. Jedoch ist der Zeithorizont etwas lang. Die Probleme beim Gymnasium Münchenstein sind nicht neu, zudem kosten auch Übergangslösungen Geld.


://: Damit ist die Interpellation 2012/352 beantwortet.


Für das Protokoll:
Patrick Moser, Landeskanzlei



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