Protokoll der Landratssitzung vom 5. Mai 2011
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2010-310 vom 9. September 2010 Interpellation vom Marie-Theres Beeler, Grüne: Massnahmen des Kantons BL für die Integration von Menschen mit einer Behinderung bei Ausbildung und Erwerbsarbeit - Schriftliche Antwort des Regierungsrats vom 19. April 2011 - Beschluss des Landrats vom 5. Mai 2011: < erledigt > |
Marie-Theres Beeler (Grüne) beantragt Diskussion
://: Der Diskussion wird stillschweigend stattgegeben.
Marie-Theres Beeler (Grüne) dankt dem Regierungsrat für die Antworten auf ihre Fragen. Diese zeigen, dass es sich um eine komplexe Problemsituation handelt und es nachvollziehbar ist, dass es keine einfachen Lösungsansätze gibt. Der Regierungsrat zeigt die bestehenden Integrationsbemühungen im Hinblick auf Ausbildungsmöglichkeiten von Jugendlichen mit einer Behinderung auf. Aber es wird deutlich, dass eine Lücke klafft: Jugendliche, die die Schule verlassen, wenn sie noch nicht 18 Jahre alt sind, um IV-gestützte Massnahmen der beruflichen Integration in Anspruch nehmen zu können, hängen in der Luft. Niemand ist für sie zuständig und ihre Familien werden hängen gelassen, wenn sie nicht durch eine Institution und durch Glück eine Ausbildungsmöglichkeit erhalten. Dies darf doch nicht sein. Es entsteht der Eindruck, dass die berufliche Integration junger Menschen mit einer Behinderung sehr lange auf sich warten lässt.
Im Jahr 2007 forderte Regula Meschberger die Schaffung eines Integrationsbeauftragten [ 2007-160 ], um auch Menschen mit einer Behinderung Integrationsmöglichkeiten zu eröffnen, im Jahr 2009 lag dem Landrat die entsprechende Vorlage vor, in der Modellversuche in Aussicht gestellt wurden, dass auch innerhalb der Verwaltung Stellen für Menschen mit einer Behinderung geschaffen werden sollen. Erst ein Jahr später wurde dem Personalamt der Auftrag erteilt, die Modellversuche aufzugleisen und heute wird eine Auslegeordnung in Aussicht gestellt. Das sind zwei Jahre nach Ankündigung der Modellversuche, die es immer noch nicht gibt! Es wäre wünschbar, dieser Thematik eine höhere Dringlichkeit zu gewähren, denn für die Betroffenen besteht das Problem schon seit Jahren.
Gerade bei jungen Personen muss die berufliche Integration das Ziel sein. Im Hinblick auf die bevorstehende 6. IV-Revision soll so viel Bildung wie möglich als nachhaltige Massnahme ermöglicht werden, damit eine IV-Abhängigkeit möglichst vermieden werden kann.
://: Damit ist die Interpellation 2010/310 erledigt.
Für das Protokoll:
Miriam Schaub, Landeskanzlei
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