97/40; Amtsbericht 1996; Teil 54
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| Landeskanzlei (allg. Stabsstelle Landrat / Regierungsrat) | |||
| Regierungsrat / Verwaltung |
| 5.10 Verkehrsabteilung 5.10.1 Dienst Verkehrsaufsicht Im Jahre 1996 wurden von Einsatzgruppen der Verkehrsabteilung 394 (431) Requisitionen und Aufträge bearbeitet. Bei 122 (210) Verkehrsunfällen wurden wir zur Hilfeleistung oder Unterstützung der Sicherheitsabteilungen aufgeboten, dabei erstellten wir 39 (71) fotografische Aufnahmen. Es wurden Kostenrechnungen im Gesamtbetrag von Fr. 1'052.20 (5’551.20) erstellt. Von den 3'993 (3'904) bewilligten Schwertransporten und Fahrten mit Ausnahmebewilligungen mussten 488 (640) polizeilich begleitet werden. Es wurden total Fr. 618'608.10 (643’805.20) an Gebühren in Rechnung gestellt. Für Ärzte, Gehbehinderte und Gemeindeschwestern wurden 611 Sonderbewilligungen für Parkierungserleichterungen ausgestellt. Ferner wurden 2 (1) Bewilligungen für motorsportliche Veranstaltungen (Roggenburg), sowie 53 (62) für radsportliche Veranstaltungen und 97 (93) Bewilligungen für verschiedene Anlässe ausgestellt. Bei verschiedenen Veranstaltungen, vor allem bei Radrennen, waren verkehrspolizeiliche Anordnungen und Einsätze notwendig. 20 (19) Fussballspiele in Muttenz, St. Jakob, sowie 2 (3) Open-Air Konzerte und 1 Veranstaltung in der St. Jakobhalle erforderten grössere Verkehrsdiensteinsätze. Anlässlich 44 (39) fachspezifischen Kontrollen und Schwerpunktaktionen im ganzen Kantonsgebiet wurden gesamthaft 797 (1’470) Fahrzeuge und deren Lenker überprüft, dabei mussten 46 (75) Verzeigungen und 87 (184) Ordnungsbussen erstellt werden. Der Rückgang der kontrollierten Fahrzeuge ist darauf zurückzuführen, dass die Kontrollequipen mit weniger Mitarbeiter dotiert waren. Zusätzlich wurden bei den aufgeführten Kontrollen 130 (168) technische Mängel an Fahrzeugen beanstandet. Bei 370 (378) Geschwindigkeitskontrollen wurden 72'711 (70’965) Fahrzeuge gemessen. Davon mussten 6'831 (7’538) Fahrzeuglenker wegen Überschreitung der gesetzlichen oder signalisierten Höchstgeschwindigkeit verzeigt werden. Dabei wurden Fr. 404'600.- (356’990.--) an Bussen erhoben. Davon entfielen Fr. 295'080.-- (231’800.--) auf Ordnungsbussen. Seit dem 1.9.96 musste gegen 2 Lenker ein Verfahren eröffnet werden (Bussenerhöhung und Verfahrensänderung). Das ProViDa-Fahrzeug war während 88 Tagen (603.75 Stunden) im Einsatz, dabei wurden 270 FahrzeuglenkerInnen gebüsst. Daraus resultierten 74 Führerausweisentzüge, wovon 23 Ausweise an Ort und Stelle abgenommen wurden. Die auf der VerkA registrierten Geschwindigkeitsübertretungen ergaben einen Bussenbetrag von Fr. 70'800.-- (75'200.--). Seit dem 1.9.96 mussten zusätzlich 5 Verfahren eröffnet werden. Die Untersuchungsbehörden von 13 (12) verschiedenen Kantonen stellten 69 (54) Rechstshilfegesuche bezüglich SVG spez. Verordnung über die Arbeits- und Ruhezeit der berufsmässigen Motorfahrzeugführer, VO über die technische Anforderung an Strassenfahrzeuge und der Vorschriften über den Transport gefährlicher Güter auf der Strasse (ARV/VTS/SDR/ADR). Zur Erledigung dieser Gesuche mussten die verschiedenen Geschäfte besucht und kontrolliert werden. 20 (18) Rechtshilfeersuchen sind an auswärtige Amtsstellen gestellt worden. Zu erwähnen ist auch die Mitarbeit im Expertenausschuss (Gefahrengut im Grenzüberschreitenden Verkehr) "Gefahrenguttransporte" (EA GGT Regierungspräsidium Freiburg). Über die Gesetzesänderungen BAV/VTS, ARV1, ARV2 und ADR konnte unser Fachwissen an verschiedenen polizeiinternen Tagungen und an Unternehmern, Disponenten und Chauffeuren weitergegeben werden. Ende Jahr wurden bei uns 33 (30) Taxihalterbetriebe registriert. 5.10.2 Ordnungsbussenzentrale Am 1. September 1996 hat die neu geschaffene Ordnugsbussenzentrale ihren Betrieb aufgenommen. Das gesamte Ordnungsbussenwesen der Polizei Basel-Landschaft, inklusive Gemeindepolizeien, wird hier bearbeitet. Während den letzten 4 Monaten wurden 8'046 Ordnungsbussenbedenkfristzettel bearbeitet und ein Betrag von Fr. 485'000.-- eingenommen. 5.10.3 Kleinschiffahrt Der Bootsbestand betrug Ende Jahr 471 (476) Einheiten. 51 (49) Boote sind neu und 107 (116) nachgeprüft worden. Die Prüfung für den Schiffsführerausweis haben 149 (177) Personen absolviert. 221 (243) Personen legten die theoretische Schiffsführerprüfung ab. Es wurden 297 (319) neue Schiffsführerausweise ausgestellt oder umgeschrieben. An Gebühren sind total Fr. 78'145.-- (89’296.--) in Rechnung gestellt worden. Mit dem Polizeiboot wurden 52 (46) Kontroll- und Übungsfahrten ausgeführt. 5.10.4 Dienst Verkehrstechnik Die Betreuung und Aufsicht über die Baustellen war 1996 ein wesentlicher Bestandteil der anfallenden Arbeiten im Dienst Verkehrstechnik. Bei zahlreichen Brücken- und Strassensanierungen mussten die Projekte inbezug auf die Markierung und Signalisation geprüft und während der Bauzeit überwacht werden. An verschiedenen Sitzungen der Arbeitsgruppe "Markierung und Signalisation auf Kantonsstrassen" sowie bei Projekten der Kantonalen Radrouten wurde mitgearbeitet. Im weiteren wurden verschiedene Eingaben von Gemeinden, Privaten, politischen Behörden etc. geprüft und bearbeitet. Augenscheine wurden 657 (602) vorgenommen. Richterliche Verbote und Aufträge wurden 63 (75) bzw. 394 (422) bearbeitet. Baugesuche wurden 82 (81) überprüft und behandelt. Für die Jahres-Unfallstatistik wurden bis am 28. Dezember 1996 1925 Verkehrsunfallrapporte bearbeitet und EDV-mässig erfasst. Die genauen Unfallzahlen für das Jahr 1996 können später aus der Jahres-Unfallstatistik entnommen werden. Im gleichen Zeitraum wurden 27 Auswertungen über das Unfallgeschehen für externe und interne Stellen ausgeführt. Um die verschiedenen Aufgaben im Bereich des Umweltschutzes und der Verkehrsberuhigungsmassnahmen (u.a. Zonensignalisationen) zu bewältigen, benötigt der Dienst Verkehrstechnik einen enormen Zeitaufwand. Insbesondere die Prüfung und die Stellungnahmen zu den Umweltverträglichkeits- und Verkehrsgutachten, sowie den verkehrstechnischen Gutachten i.S. Tempo 30 Projekten ist sehr zeitaufwendig. Neben den andern Aufgaben musste sich der Dienst im Laufe des vergangenen Jahres mit sechs Umweltverträglichkeitsprüfungen und vier Tempo 30-Projekten in Form von Sitzungen, Besprechungen und Berichten etc. befassen. 5.10.5 Dienst Verkehrserziehung Auch dieses Jahr wurden Lektionen von 1 Verkehrsinstruktorin und 6 Verkehrsinstruktoren der Polizei Basel-Landschaft durchgeführt. Unterstützung erfolgte durch einen Beamten der Gemeindepolizei Pratteln. Insgesamt wurden 303 (298) Kindergärten, 435 (517) Primar-, sowie 220 (176) Real-, Sekundar-, Werkjahrklassen und Heime mit total 17'287 (17’770) Schülerinnen und Schüler erfasst. 2'711 (2’781) Kinder wurden bei der praktischen Verkehrsschulung (mit Velos im Ort) instruiert. An schulfreien Tagen und während den Schulferien wurden 16 (12) Ferienpass-Veranstaltungen und Verkehrsschulungen durchgeführt. In drei Gemeinden konnten wie im letzten Jahr 35 (35) Kinder und in einer Gemeinde 40 (40) Erwachsene als Schulpatrouilleure ausgebildet werden. Zusätzlich erfolgten 22 (29) Instruktionen und Vorträge für Erwachsene. 5.10.6 Dienst Administrativmassnahmen Dieses Jahr sind 3’996 (4’129) Personen wegen Administrativmassnahmen nach dem Strassenverkehrsgesetz erfasst worden. Davon mussten 1’244 (1’307) Fahrzeuglenkern der Führerausweis und 48 (29) Personen der Lernfahrausweis entzogen werden. Sicherungsentzüge auf unbestimmte Zeit wurden 149 (145) angeordnet. 222 (254) Entzüge erfolgten wegen Fahren in angetrunkenem Zustand ohne Unfall, 128 (137) wegen Verursachen eines Verkehrsunfalles in angetrunkenem Zustand, 45 (66) wegen Alkohol- oder Drogensucht und 401 (413) wegen Geschwindigkeitsübertretungen. 1’350 (1’464) Automobilisten wurden verwarnt, 919 (1’019) davon wegen Geschwindkeitsüberschreitungen. Dazu kamen 53 (79) Fahrverbote für Motorfahrräder und Fahrräder sowie 459 (429) Aberkennungen von ausländischen Führerausweisen. In 42 (44) Fällen wurde die Abgabe des Lernfahrausweises verweigert. 34 (34) Gesuche um Wiederzulassung als Verkehrsteilnehmer wurden abgewiesen und 33 (46) Bewerber erhielten die Fahrbewilligung nur auf Zusehen hin. Ferner sind 20 (15) Führernachprüfungen, 51 (41) verkehrspsychologische Eignungsuntersuchungen und 136 (160) ärztliche Untersuchungen sowie 134 (154) medizinische Auflagen angeordnet worden. An ausserkantonale Amtsstellen ergingen 2’113 (2’366) Anträge auf Einleitung von Administrativmassnahmen. 44 (38) AutolenkerInnen, welchen wegen Fahrens in angetrunkenem Zustand der Führerausweis auf längere Zeit entzogen wurde, meldeten sich zum freiwilligen Alkoholblastest. Diesen haben 23 (31) bis Ende Jahr erfolgreich bestanden und konnten von einer vorzeitigen Wiedererteilung des Führerausweises profitieren. In diesem Zusammenhang bieten wir seit September in Zusammenarbeit mit der Beratungsstelle für Alkoholprobleme, 3 Verkehrsunterrichtskurse "Trinken und Fahren" für alkoholauffällige Motorfahrzeuglenker an. Wird einer der Kurse erfolgreich beendet, kann die Entzugsdauer entsprechend reduziert werden. Von diesen Kursen wird fast zu 100 Prozent Gebrauch gemacht. Im weiteren wurden 295 (269) Personen schriftlich informiert, dass die gegen sie eingegangenen Verzeigungen/Verurteilungen im Hinblick auf eine spätere Verweigerung des Lernfahr- und Führerausweises auf die Dauer von zwei Jahren aufbewahrt werden. 5.11 Autobahnpolizei / Sicherheitsabteilung 4 Für die Verkehrsüberwachung auf den Teilstücken der N2 Basel - Bölchen, N3 Augst - Frick, J18 Basel - Aesch sowie J2 Frenkendorf - Sissach wurden täglich 1 bis 3 Doppelpatrouillen in einem 24stündigen Schichtbetrieb eingesetzt. Zur Unterstützung des Aussendienstes wurden sicherheits- und kriminalpolizeiliche Aufgaben übernommen. Die Autobahnpolizei wirkte bei 95 (66) Spezialkontrollen mit und 46 (29) Ausnahmetransporte mussten polizeilich begleitet werden. Ferner wurde die Autobahnpolizei zu 1’319 (1’440) Pannenfahrzeugen und anderen Begebenheiten gerufen. Bei diesen Überwachungs-, Requisitions- und Einsatzfahrten wurden 350’787 (249’840) Km zurückgelegt. Bei 355 (433) Verkehrsunfällen auf der Autobahn N2 / J18 / J2 und N3 wurden die Rapporte erstellt und die technischen und fotografischen Tatbestandsaufnahmen vorgenommen. Auf Kantons- und Gemeindestrassen wurden bei 20 (13) Unfällen die Unfallfotos zuhanden der Unfallakten erstellt. Die Unfallgruppe wurde zu 20 (16) Verkehrsunfällen für die technischen und fotogrammetrischen Tatbestandsaufnahmen angefordert. In 9 (7) Fällen musste die Tatbestandsaufnahme ausgewertet werden und in 10 (9) Fällen wurden Fotomappen erstellt. Nebst den genannten Verkehrsunfällen mussten durch die Autobahnpolizei noch 2’916 (2’461) Polizei-Rapporte und 287 (225) Anzeigen erstellt werden. Bei 165 (158) Geschwindigkeitskontrollen wurden 114’038 (100’711) Fahrzeuge gemessen. Davon mussten 8’686 (9’155) Fahrzeuglenker wegen Überschreitung der gesetzlichen oder signalisierten Höchstgeschwindigkeit verzeigt werden. Dabei wurden Fr. 1’087’030.-- (Fr. 979’130.--) an Bussen erhoben. Davon entfallen Fr. 437’520.-- (Fr. 321’700.--) auf Ordnungsbussen. Die ProViDa-Fahrzeuge waren während 175 (134) Tagen im Einsatz. Dabei wurden 483 (433) FahrzeuglenkerInnen gebüsst. Dies ergab einen Bussenbetrag von Fr. 215’820.-- (Fr. 168’800.--) Daraus resultierten 160 (119) Führerausweisentzüge, wovon 22 (28) an Ort und Stelle. Mit den Patrouillenwagen, welche mit Geschwindigkeits-Aufzeichnungsgeräten (Prosumus) ausgerüstet sind, mussten 238 (92) Geschwindigkeitsübertretungen geahndet werden. Den Fehlbaren wurden Bussenbeträge von insgesamt Fr. 114’750.-- (Fr. 36’030.--) abgenommen. Die Autobahnpolizei verkaufte 909 (698) Autobahn-Vignetten. 358 (372) Fahrzeughalter mussten wegen fehlender Vignette gebüsst werden, was einen Bussenbetrag von Fr. 35’800.-- (Fr. 37’200.--) ergibt. Die Waage im Werkhof Sissach wurde für 6’700 (6’500) Fahrzeuge benützt, wobei 240 (183) Wägungen ein Übergewicht von total 947 (974) Tonnen ergaben. Dabei wurde ein Bussenbetrag von Fr. 127’120.-- (Fr. 118’650.--) kassiert. Aufgrund der Mängelkarten wurden 2’007 (1’975) Motorfahrzeuge zur Behebung von Kleinmängeln kontrolliert. An 43 (42) Halter musste eine gebührenpflichtige 2. Aufforderung zur Vorführung des Fahrzeuges verschickt und 65 (86) Fahrzeughalter mussten wegen der nichtdurchgeführten Abgaskontrolle verzeigt werden. 24 (22) Vereinen und Organisationen wurden die Anlagen und Einrichtungen der Autobahnpolizei gezeigt, wobei die 392 (380) Teilnehmer auch über das Fahren und Verhalten auf der Autobahn aufgeklärt wurden. Den Radiostudios wurden für Verkehrssendungen die gewünschten Informationen zur Verfügung gestellt. 5.12 Kriminaltechnik Gesamthaft wurden in 1’444 (1’245) Fällen kriminaltechnische Untersuchungen vorgenommen und z.T. fotografische Aufnahmen erstellt. Der Hauptteil der Spurensicherungen bei Einbruchdiebstählen bezog sich auf 414 (329) Geschäfts- und 457 (350) Wohnungen/Einfamilienhäuser. An 141 (125) Tatorten wurden 374 (284) Finger- und Handflächenabdruckspuren gesichert. Davon konnten 98 (132) Spuren identifiziert und in 25 (92) Straftaten 26 (47) Täter daktyloskopisch überführt werden. Bei 74 (49) Personen wurde durch das daktyloskopische Beweisverfahren die Identität überprüft. Dem Bundesamt für Polizeiwesen in Bern wurden 358 (310) Finger- und Handflächenabdruckbogen überwiesen. Bei 12 (17) Verkehrs- und 11 (17) Betriebs-, bzw. Arbeitsunfällen, 10 (15) Sicherheitsgefährdungen, 22 (12) Raubdelikten wurden technische und mikroskopische Untersuchungen vorgenommen. Kriminaltechnische Abklärungen erfolgten bei 1 (2) Tötungsdelikt, 1 (1) Tötungsversuch, 3 (2) schweren Körperverletzungen, 15 (33) aussergewöhnlichen Todesfällen und 50 (49) Selbsttötungen. In 140 (152) Brandfällen wurden Ermittlungen vorgenommen. Bei 125 (141) Brandausbrüchen konnte die Ursache abgeklärt und bei 27 (24) fahrlässig oder vorsätzlich verursachten Bränden wurde die Täterschaft ermittelt. In 46 (36) mikroskopischen Abklärungen führten 30 (27) Fälle zu einem positiven Ergebnis. Ermittelt wurden 4 (3) Täter. 43 (35) Hand- und Maschinenschriften-Untersuchungen ergaben in 22 (23) Fällen positive Befunde. Es wurden 8 (5) Täter ermittelt. Von 123 (90) untersuchten Ausweispapieren erwiesen sich 31 (20) als gefälscht. Für die Verbrechensverhütung wurden 101 (30) Beratungen vorgenommen. Die Zunahme der Beratungen steht im Zusammenhang mit den Serieneinbrüchen im 1996. An 22 (22) Tatorten wurden Diebesfallen/Alarmanlagen eingerichtet. Aufgrund dieser Massnahmen konnten 10 (14) Täter ermittelt und 25 (76) weitere Straftaten abgeklärt werden. Zudem sind 349 (174) Spezial- und Ergänzungsaufträge bearbeitet worden. 5.13 Spezialfahndung Bei 1 (3) Tötungsdelikten konnte die Täterschaft ermittelt werden. Von 43 (34) Raubüberfällen konnten in 10 (10) Fällen die Täter ermittelt werden. In 25 (18) Fällen von Entreissediebstählen konnten insgesamt 4 (6) Tatbestände abgeklärt werden. Einbruchdiebstähle und Einbruchdiebstahlsversuche in Ein- und Mehrfamilienhäuser, Geschäfte und Fabriken wurden insgesamt 2'017 (1'574) verübt; in 293 (319) Fällen konnten die Täter ermittelt werden. Die Zunahme ist auf die Serieneinbrüche zurückzuführen. Von 43 (44) Sexualdelikten konnten 35 (19) Fälle abgeklärt werden. Fahndungsaufträge (Hausdurchsuchungen, Alibiüberprüfungen, Konfrontationen, Tatortbegehungen, Überwachungen und andere Requisitionen, auch ausserkantonale) wurden 1996 insgesamt 2’855 (2’746) erledigt. Zudem wurden total 1’173 (1’181) Waffenerwerbsscheine, davon 121 (115) an Ausländer, abgegeben. 17 (25) Gesuche mussten abgelehnt werden. An Sammler wurden für den Kauf von Seriefeuerwaffen total 43 (58) Bewilligungen erteilt. 27 (13) Personen mussten wegen Waffen oder Sprengstoffdelikten verzeigt werden. Für pyrotechnische Gegenstände wurden 5 (8) Erwerbsscheine ausgestellt. 1 Person absolvierte die Waffenhändlerprüfung. 17 (8) Gesuche für Sprengausweis-Bewerber wurden behandelt. Gegen 34 (26) Personen erfolgte Anzeige wegen Übertretung des Lotteriegesetzes. 5 (2) Personen wurden wegen Fälschung von Pässen und Ausweisschriften verzeigt. Gegen 6 (4) Personen erfolgte Anzeige wegen Falschgelddelikten und 2 (1) Anzeigen wegen Besitz und Betrieb von illegalen Funk- und Radarwarngeräten. Es gingen 6 (5) Bombendrohungen ein. 5.14 Drogenfahndung Wegen Widerhandlungen gegen das Bundesgesetz über die Betäubungsmittel wurden im Jahre 1996 870 (943) Ermittlungen geführt. Es erfolgten 70 (156) Anhaltungen oder Verhaftungen, in 62 (46) Fällen wurden Haussuchungen durchgeführt. In 113 (248) Fällen wurden Betäubungsmittel sichergestellt. Der Rückgang bei den Anhaltungen und bei der Sicherstellung von Betäubungsmitteln ist auf die Tatsache zurückzuführen, dass die Mitarbeiter der Drogenfahndung seit Januar 1996 in Sonderaktionen tätig sind. An die zuständigen Statthalterämter oder ausserkantonalen Amtsstellen wurden 336 (560) Personen, 287 (472) Männer und 49 (88) Frauen wegen Drogendelikten zur Anzeige gebracht. Es handelte sich um 258 (427) SchweizerInnen und 78 (133) AusländerInnen. Bei den AusländerInnen waren es 38 (48) italienische, 7 (13) türkische, 5 (13) französische und 4 (29) Staatsangehörige aus ex-Jugoslawien. 24 (30) Personen kamen aus verschiedenen anderen Staaten. 296 (259) Drogenkonsumenten wurden dem Kantonsärztlichen Dienst des Kantons Basel-Landschaft gemeldet. Einbrüche in Arztpraxen waren 2 (2) zu verzeichnen. Im Jahre 1996 sind 5 (7) Personen, 1 (2) Frau und 4 (5) Männer, wegen Drogenkonsums verstorben. 5.15 Informationsabteilung Im Bereich Medienkontakte bedienten wir je nach Ereignis 72 (72) Presseagenturen inkl. Radios mit aktuellen Meldungen. So verbreiteten wir im Jahre 1996 insgesamt 417 (445) Pressebulletins über Verkehrsunfälle, Brände, Chemieereignisse, Bau- und Arbeitsunfälle, Havarien und Radsportanlässe. Zur Ausstrahlung von Verkehrs- und Vermisstmeldungen sowie anderen Fahndungszwecken setzten wir je nach Bedarf Radio DRS (Regional-Journal Basel), zwei Lokalradios und das Schweizer Fernsehen DRS ein. In einem Falle wurde in Verbindung mit dem zuständigen Statthalteramt zur Pressekonferenz eingeladen. Im weiteren verbreiteten wir 16 interne Meldungen und Hinweise über das Polizeijournal an alle Polizeiposten und Dienstzweige. Der Bereich Ausschreibung Personen ordnete 131 (116) Ausschreibungen und 45 (32) Revokationen im automatischen Fahndungssystem RIPOL an. Dazu wurden 426 (337) regionale RIPOL-Personenfahndungen aufgegeben und 86 (83) revoziert. Aus Heimen und Kliniken entwichen 169 (155) Personen, 67 (66) Personen wurde als vermisst gemeldet und entsprechend ausgeschrieben. Der Bereich Ausschreibung Sachen klassifizierte und registrierte im System ABI 8’107 (7’202) Anzeigen, davon erforderten 30 (21) Straftaten eine Ausschreibung im RIPOL-Fahndungsblatt. Der Bereich Ausschreibung Fahrzeuge verbreitete 166 (141) Personenwagen- und 55 (52) Motorraddiebstähle bzw. Entwendungen zum Gebrauch. Insgesamt konnten 196 (220) Autos und 43 (59) Motorräder aufgefunden werden. 69 (71) im Ausland entwendete Autos und Motorräder mit Standort Baselland wurden zur Fahndung ausgeschrieben. 37 (177) Auto- und 1 (8) Motorraddiebe konnten ermittelt werden. In der Kategorie Motorfahrräder kamen 436 (445) Diebstähle bzw. Entwendungen zum Gebrauch zur Anzeige. 293 (319) Fahrzeuge konnten aufgefunden und 36 (61) Täter ermittelt werden. Schliesslich konnten von 3’058 (2’999) gestohlenen oder zum Gebrauch entwendeten Fahrräder 1’771 (1’780) beigebracht und 37 (72) Täter zur Rechenschaft gezogen werden. 691 (984) herrenlos aufgefundene Fahrzeuge wurden freihändig verwertet und erbrachten einen Bruttoerlös von Fr. 24’430.50 (58’813.00). Widerrechtliche Aneignungen von Kontrollschilder aller Kategorien wurden 3’641 (3’585) zur Anzeige gebracht, Verluste wurden 948 (974) gemeldet und im RIPOL ausgeschrieben. Von der Einsatzzentrale wurden für 58 (58) Gemeinden des mittleren und oberen Kantonsteiles, inkl. Laufental in 559 (625) Requisitionen die zuständigen Feuerwehren aufgeboten. Mit 384 (409) Kontrollanrufen wurde die Funktionstüchtigkeit und deren Anschlüsse in den Gemeinden geprüft. |
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